Schlagwort-Archive: Erzgebirge

Sachsen: HG Erzgebirge verweigert Benehmensherstellung nach drastischer Erhöhung der Abschusspläne durch Sachsenforst

Nach der drastischen Erhöhung der Abschusspläne für einige Forstbezirke im Erzgebirge durch den Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) (JAWINA berichtete) hat die Hegegemeinschaft Erzgebirge (HG) die Benehmensherstellung verweigert. Die “Höhe der in Rede stehenden Pläne” werde strikt abgelehnt, teilte die HG der Geschäftsleitung des SBS in einem Schreiben vom 26.06. mit. Die Abstimmung der Hegegemeinschaftsmitglieder hierzu sei einstimmig ausgefallen, heißt es weiter. Die HG schlägt eine Begrenzung der Dreijahrespläne auf 350 Stück Rotwild für den Forstbezirk Eibenstock, 775 Stück für den Forstbezirk Neudorf und 1.300 Stück für den Forstbezirk Marienberg vor. Beantragt wurden:

FB Eibenstock: Beantragung von 350 Stück auf 495 Stück
FB Neudorf: Beantragung von 1.600 Stück (nachdem der Abschussplan in den zurückliegenden drei Jahren von ursprünglich 700 Stück über 900 Stück bereits auf über 1.290 Stück im letzten Jahr erhöht wurde)
FB Marienberg: Beantragung von 1.300 Stück auf 1.400 Stück.

Das bedeutet, dass in den kommenden drei Jahren jeden Tag mehr als drei Stück Rotwild im Erzgebirge geschossen werden würden, rechnet eine Lokalzeitung vor.

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Sachsenforst beantragt höheren Rotwild-Abschuss – LJVSN protestiert

+++ Sachsen: Spaziergänger finden zutraulichen Wolfswelpen bei Bautzen +++ NRW: Erst vor wenigen Tagen wurde in Brüggen eine führende Ricke gewildert – (JAWINA berichtete) jetzt schlugen die Wilderer wieder zu +++ Fleischpreise steigen wegen ASP +++ RLP: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau fordert Freigabe von Nachtzielgeräten für Schwarzwildjagd +++ Verbändepapier: Nabu & Co verabschieden Positionspapier zu Wolf und Herdenschutz +++ Baden-Württemberg: Bauernverband hält Wolf und Weidewirtschaft im Schwarzwald für unvereinbar +++ NRW: Staupe-Virus bei Fuchs in Wuppertal nachgewiesen +++

Trotz sachsenweit sinkender Streckenergebnisse beim Rotwild – im Jagdjahr 2017/2018 nur noch 3771 Stück nach 4251 im Vorjahr – hat der Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) teilweise drastisch erhöhte Rotwild-Abschüsse für die kommenden drei Jagdjahre in einigen Forstbezirken beantragt. Nach Angaben des Landesjagdverbands Sachsen (LJVSN) wurden die folgenden Abschüsse beantragt:

FB Eibenstock: Beantragung von 350 Stück auf 495 Stück
FB Neudorf: Beantragung von 1.600 Stück (nachdem der Abschussplan in den zurückliegenden drei Jahren von ursprünglich 700 Stück über 900 Stück bereits auf über 1.290 Stück im letzten Jahr erhöht wurde)
FB Marienberg: Beantragung von 1.300 Stück auf 1.400 Stück.

In einem auf der Internetseite des LJVSN veröffentlichten Brandbrief protestiert LJVSN-Vizepräsident Wilhelm Bernstein vehement gegen die geplante Steigerung der Abschüsse.

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Der Rothirsch als die „arme Sau“ unserer Wälder

Unter dem Titel „Der Rothirsch im Erzgebirge – Naturschützer oder Waldschädling?“ fand am 07.05.2019 in Schneeberg eine vom NABU Kreisverband Aue-Schwarzenberg e.V. organisierte Veranstaltung zur aktuellen Situation des letzten uns noch gebliebenen großen Pflanzenfressers statt. Ein Beitrag von Matthias Scheffler, Vorsitzender des Nabu-Kreisverbands Aue-Schwarzenberg.

Etwa 150 Gäste waren nach Schneeberg gekommen und erlebten einen langen, interessanten und aufgeregten Abend. „Von seiner Natur aus ist er ein Tier offener Landschaften und der Wald nur sein Lebensraum dritter Wahl. … Tatsächlich ist er darum ein bejammernswertes Geschöpf – eher eine arme Sau, mit der niemand tauschen möchte.“

Mit diesem Zitat von Wilhelm Bode aus dessen Buch „Hirsche“ begann Matthias Scheffler vom NABU Kreisverband Aue-Schwarzenberg e.V. den Abend und forderte einen (art)gerechteren Umgang mit dem Rotwild. In seiner Einführung stellte er seine Sicht auf die aktuelle Situation von Wald und Wild im Erzgebirge und die dabei hervor tretenden Konflikte zwischen den verschiedenen Interessengruppen dar. Außerdem zeigte er, welche Vorstellungen der NABU zur Zukunft unserer Wälder hat, in denen vor allem natürliche Entwicklungen eine größere Rolle spielen sollten als gegenwärtig.

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Sachsen: Petition “Rotwild im Erzgebirge braucht Deine Hilfe” erfolglos

+++ Thüringen: Dem Rotwild eine Chance – Podiumsdiskussion zum Thema „Rotwild im Südharz. Fluch oder Segen?“ +++ Niedersachsen: Keine Rechtsgrundlage – Landesregierung untersagt Waldsperrungen gegen Jagdstörer +++ Hessen: Jäger setzen 1000 Euro Belohnung aus für Hinweise, die zur Ergreifung Von Quad- und Motocrossfahrern führen +++

Die Petition „Rotwild im Erzgebirge braucht Deine Hilfe“ ist vom Petitionsausschusses des Sächsischen Landtags abgeschmettert worden. Nach Informationen von JAWINA soll der zuständige Berichterstatter im Ausschuss, Andreas Heinz, CDU, im wesentlichen die Stellungnahme des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) bzw. des Staatsbetriebs Sachsenforst (SBS) zur Begründung der Ablehnung übernommen haben. Im folgenden dokumentieren wir die Entscheidung des Petitionsausschusses im Wortlaut:

Sammelpetition 06/02010/3 Rotwild im Erzgebirge

Beschlussempfehlung: Der Petition kann nicht abgeholfen werden.

Unter der Überschrift „Rotwild im Erzgebirge braucht Deine Hilfe“ erheben die Petenten folgende Forderungen:

1. Änderung der Jagdbehördenstruktur.
2. Pflichtmitgliedschaft aller Jagdbezirke in Hegegemeinschaften.
3. Bejagung von Rot-, Dam-und Muffelwild nur mit Abschussplan, der im Einvernehmen mit den Hegegemeinschaften von den unteren Jagdbehörden zu bestätigen oder festzusetzen ist.
4. Streichung der jagdgesetzlichen Regelung, wonach sechs weibliche Stücke der Arten Rot-, Dam-und Muffelwild innerhalb von drei Jagdjahren ohne Abschussplan erlegt werden dürfen.
5. Begrenzung der Jagdzeit auf Schalenwild (außer Schwarzwild) bis zum 31. Dezember eines Jahres.
6. Erarbeitung staatlich finanzierter Wildtiermanagementpläne als Grundlage für die Arbeit der Hegegemeinschaften.

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Sachsen: Reden übers Rotwild

+++ Sachsen-Anhalt: Rotwildpopulation im Westharz soll halbiert werden +++ Österreich: 64-jähriger verkauft selbstgemachte Einsteckläufe – Polizei stellt Waffenarsenal sicher +++

Auf Initiative des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. fand am 01.04.2019 ein Gespräch mit Vertretern von SMUL und SBS statt. Das Gespräch sollte Verbesserungspotenziale in der Zusammenarbeit zwischen dem Staatsbetrieb Sachsenforst und den Jägern im Landesjagd-verband aufzeigen. Die ursprüngliche Idee zu diesem Gespräch stammt von Herrn Minister Schmidt.

Es wurde deutlich, dass Änderungen am Jagdgesetz zwingend notwendig sind.
So ist beispielsweise darauf hinzuarbeiten, dass bei der Abschussplangestaltung künftig wieder das Einvernehmen statt des gegenwärtigen Benehmens zwischen den beteiligten Akteuren erzielt werden muss.

Differenzen gab es hinsichtlich folgender Aspekte:

1. Fütterungskonzepte:

Fütterungskonzepte sind eigentumsübergreifend zu erstellen. Sie müssen eine Erhaltungs-fütterung zur Wildschadensabwehr enthalten. Hierfür sind die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen.

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Offener Brief zum Rotwild im Erzgebirge – Nabu Sachsen zieht Unterschrift zurück

Der Nabu Sachsen hat seine Unterschrift unter den Offenen Brief “zur zu den Forderungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Hegegemeinschaften bezüglich der Rotwildbejagung” vom 18. Oktober 2018 zurückgezogen. Das teilt der Verband mit. Der Nabu will seine Position zur Rotwildbejagung überdenken.

Anlass für den Rückzieher waren, wie ein Nabu-Sprecher auf Nachfrage von JAWINA mitteilte, Proteste von Nabu-Ortsverbänden aus dem Erzgebirge – von Naturschützern also, die wissen, wie der Umgang des Sachsenforsts mit dem Rotwild in der Praxis aussieht. “Der Rothirsch ist der letzte große Herbivore in unserer Landschaft”, so der Nabu-Sprecher, “Wir sollten zu einem anständigen und angemessenen Umgang mit ihm finden.”

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Sachsen: Streit um Rotwildbejagung setzt sich fort

Der Streit um die Bejagung des Rotwilds in Sachsen geht weiter: Auf das Gemeinsame Positionspapier des Landesjagdverbands Sachsen und der Hegegemeinschaften im Erzgebirge reagieren die einschlägigen Waldbesitzer- und Ökojagdverbände mit einem Offenen Brief an den sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Nicht nur das Bündnis Wald und Wild (BWW), sondern auch Grüne Liga Sachsen und Naturschutzverband Sachsen (NaSa) kontern mit Offenen Briefen und kritisieren den Umgang mit dem Rotwild. Im folgenden dokumentieren wir den Schlagabtausch im Wortlaut:

Offener Brief von Nabu, ANW, ÖJV und Co. “zu den Forderungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Hegegemeinschaften bezüglich der Rotwildbejagung vom 18. Oktober 2018

Sehr geehrter Herr Staatsminister Schmidt,

die Instabilität der historisch entstandenen Nadelholzreinbestände ist insbesondere in diesem, von Stürmen und Dürre sowie einer nie dagewesenen Borkenkäferplage bestimmten Jahr 2018 deutlich zutage getreten.

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Rotwildbejagung im Sachsenforst: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen

Wenige Tage nachdem ein Gutachter harsche Kritik an der Bejagungsstrategie im Sachsenforst geäußert hatte und der Leiter des Forstamts Neudorf der Hegegemeinschaft Erzgebirge eine Zusammenarbeit angeboten und Entgegenkommen signalisiert hatte (JAWINA berichtete), wird bekannt, dass der Forst die Eskalationsschraube wieder einige Windungen weitergedreht hat: Mit Schreiben vom 26.06. informiert der Sachsenforst die Hegegemeinschaft, dass der Forstbetrieb einen Antrag auf “Abschussplanerhöhung für Rotwild im Planungszeitraum 2016 bis 2019” um 500 Stück gestellt hat. Die Mitteilung erfolgt gem. § 21, Ziffer 5 des Sächsischen Landesjagdgesetzes zwecks “Herstellung des Benehmens”. In dem Schreiben von Sachsenforst heißt es dazu: “[…] der Forstbezirk Neudorf hat für Rotwild eine Erhöhung des Gruppenabschussplans in Höhe von 500 Stück beantragt. Der Antrag betrifft in wesentlichen Teilen angrenzend den Wirkungsbereich der Hegegemeinschaft Erzgebirge.”

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Sachsen: “Keinesfalls zu viel Rotwild, aber falsche Bejagung”

Prof. Herzog: “Wenn wir so weitermachen wie bisher, jagen wir in 20 Jahren nicht mehr.”

Ein Gutachten des Wildökologen Prof. Dr. Dr. Sven Herzog von der TU Dresden stützt einem Bericht der Freien Presse (FP)  zufolge die von der Hegegemeinschaft Erzgebirge gegen den Sachsenforst erhobenen Vorwürfe. Demnach gebe es “keinesfalls zu viel Rotwild” in den Wäldern Sachsens, es werde jedoch falsch bejagt. Herzog kritisiere zu hohen Jagddruck, heißt es in der FP, durch Drückjagden im Januar und die Jagd in Wiesengebieten werde das Rotwild überhaupt erst aus seinem Lebensraum in den Wald gedrängt. Schälschäden seien die Folge einer falschen Bejagung. Der Sachsenforst steht auch wegen weiterer fragwürdiger Jagdmethoden in der Kritik, so wurden 2017 Anzeigen wegen angeblicher Drückjagden erstattet (JAWINA berichtete). Sachsenforst und das Landratsamt haben sich der Mitarbeit an der Herzog-Studie der FP zufolge verweigert, was massive Zweifel an der Bereitschaft der Forstpartie aufkommen lässt, Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse überhaupt zur Kenntnis zu nehmen und eine mit zäher Borniertheit verteidigte Jagdideologie zu überdenken.

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Sachsen: Neues Wolfsrudel in der Region Stolpen/Hohnstein

In der Region Stolpen/Hohnstein (LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) konnte aktuell im Rahmen des Wolfsmonitorings ein neues Wolfsrudel bestätigt werden. Das teilt das “Kontaktbüro Wölfe in Sachsen” mit Im Herbst des vergangenen Jahres hatte es bereits einzelne Nachweise von Wölfen in der Region gegeben. So konnte z.B. am 30.10.2017 zwischen Stolpen und Stürza (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) durch eine Fotofallenaufnahme der Nachweis (C1) von zwei Wölfen erbracht werden (Kontaktbüro berichtete). Es blieb aber offen, ob es sich um ein neues territoriales Vorkommen handelte oder um durchziehende Wölfe. Nun liegt das Ergebnis der genetischen Untersuchung des am 07.11.2017 zwischen Dobra (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) und Helmsdorf (Stolpen) überfahrenen männlichen Wolfswelpen vor: Er gehört einem bisher im Monitoring nicht erfassten Rudel an, das im Sommer 2017 im Raum Stolpen/Hohnstein Welpen aufgezogen hat.

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Sachsen: Petition “Rotwild im Erzgebirge” übergeben

Gestern wurde die von 4127 Menschen unterzeichnete Petition “Rotwild im Erzgebirge” im Dresdner Landtag übergeben. Die von einem Zusammenschluss mehrerer Hegegemeinschaften unter Beteiligung von Kreisjagdverbänden und dem Landesjagdverband initiierte Petition mahnt einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Rotwild im Erzgebirge an.

Wir dokumentieren die Übergabe der Petition durch Veröffentlichung der aus diesem Anlass gehaltenen Reden, aus denen sehr gut hervorgeht, worum es den Initiatoren geht:

Rede der IG SSHG zur Petitionsübergabe am 14.12.2017

Sehr geehrte Mitglieder des Sächsischen Landtags, liebe Jäger und Naturschützer, sehr geehrte Damen und Herren,

seit 2015 ist dies nunmehr die zweite Petition zum Thema Rotwild, mit der sich der Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages beschäftigen muss.

Auch wenn beide Petitionen verschiedene Petenten und divergente Inhalte haben, so zeigt dieser Umstand doch, dass es offenbar beim Umgang mit dem Wild und bei bestimmten administrativen Regelungen in Sachsen erhebliche Unzufriedenheit gibt.

Die 2015 eingereichte Petition zielte maßgeblich auf die Wildbewirtschaftung durch den SBS ab. Neben der Aufhebung des Fütterungsverbots im Winter, forderte sie die Erhaltung eines reproduktionsfähigen Wildbestandes, Änderungen am Jagdgesetz und zur Senkung der Wildschäden weniger Beunruhigung des Wildes im Landeswald durch ständigen Jagddruck.

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Bericht des LJV Sachsen zum Rotwild im Erzgebirge

Mit der Situation des Rotwilds im Erzgebirge setzt sich der Bericht des Präsidiums des Landesjagdverbands Sachsen (LJVSN) auseinander. Die von der Interessengemeinschaft südsächsischer Hegegemeinschaften und der Hegegemeinschaft Erzgebirge gestartete Petition “Rotwild im Erzgebirge braucht Deine Hilfe” (JAWINA berichtete) hat derweil erst etwas über 1000 Unterschriften sammeln können. Im Präsidiumsbericht des LJVSN heißt es zum Thema:

4. Thema Rotwild

“Mit der Verabschiedung des neuen Jagdgesetzes hat ein damals übermächtiger Staatsbetrieb Sachsenforst den Erlass des Gesetzes nach seinem Gutdünken maßgeblich beeinflusst. Böse Zungen behaupten, dass es sich gar um ein Ermächtigungsgesetz handelt. Unser LJVSN muss sich hier zurechnen lassen, nicht genug getan zu haben um ein Gesetz zu schaffen, welches Wald und Wild gleichermaßen wichtet.

In diesem Jahr hat nun der SBSF harte Fakten geschaffen um mit fremden Know-How hohe Strecken erzielt! Nicht nur wir Jäger, nein auch große Teile der Bevölkerung, eingeschlossen die Naturschutzverbände, fragen nach einer Begründung für den massiven Eingriff. Es liegt nahe, dass die sozialen Strukturen des Wildes zerstört sind und der Schaden nur schwer zu reparieren ist. Der SBSF begründet den starken Abschuss mit erheblichen Verbiss-und Schälschäden.

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Neue Petition für Rotwild im Erzgebirge gestartet

Nachdem der sächsische Landtag im März eine von mehr als 8000 Bürgern gezeichnete Petition abgelehnt hat, in der ein “artgerechter Umgang mit dem Rotwild” im Erzgebirge gefordert wurde, haben die Initiatoren von der Interessengemeinschaft südsächsischer Hegegemeinschaften und der Hegegemeinschaft Erzgebirge eine neue Petition gestartet.

Auf der Internetseite openpetition.eu heißt es dazu in der Petitionsbegründung:

Rotwild im Erzgebirge braucht Deine Hilfe

Seit zwei Jahren beschäftigt der Streit um das Rotwild im Erzgebirge die Medien und den Sächsischen Landtag. Dieser „Rotwildstreit“ ist kein Konflikt zwischen Wald und Wild. Es geht vielmehr um den Umgang mit dem heimischen Wild. Wald und Wild sind nicht selbst in den Konflikt involviert, sondern Spielball zwischen wirtschaftlichen Interessen des Menschen und den biologischen Grundbedürfnissen des Wildes. Dieser Konflikt lässt sich nicht allein mit Mitteln der Jagd lösen. Die Lösung liegt in der gemeinsamen Verantwortung aller Menschen, die den Lebensraum von Wildtieren nutzen, insbesondere den Grundeigentümern, den Land- und Forstwirten, den die Landschaft für Freizeitaktivitäten nutzenden Menschen und den Naturschützern. Politik und Wissenschaft müssen dafür Grundlagen und Rahmenbedingungen schaffen. Um den Konflikt zwischen Lebensraum und Nahrungsbedarf der Wildtiere auf der einen und den Nutzungsinteressen der Menschen auf der anderen Seite zu lösen, müssen sich politische Rahmenbedingungen und die Praxis der Landnutzung ändern. Wildtiere, und damit auch das Rotwild, sind integraler Bestandteil des Waldökosystems. Die wirtschaftliche Nutzung des Waldes muss dem öffentlichen Interesse an einem gesunden und artenreichen Wildbestand Rechnung tragen. Neben negativen sind auch positive Auswirkungen von Schalenwild auf die Artenvielfalt anzuerkennen. Rotwild ist Leitwildart für den Biotopverbund. Rotwild-Lebensräume sind großräumig zu vernetzen und eine Behinderung bei der natürlichen Wanderung ist zu unterlassen. Eine diesen Grundsätzen widersprechende Verwaltungsstruktur ist zu korrigieren.

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