Schlagwort-Archive: erschossen

NRW: Nach tödlichem Schuss auf Jäger – Bochum ändert Regeln für Stadtjäger

Nach der Erschießung eines 77 Jahre alten Stadtjägers durch die Polizei (JAWINA berichtete) hat das Ordnungsamt der Stadt Bochum die Regeln für die Stadtjäger geändert: Künftig müssen sich die Stadtjäger 24 Stunden vor und nach ihren Einsätzen bei der örtlichen Polizeidienststelle an- und abmelden. “Die Regeln für die Stadtjagd werden ohnehin von Zeit zu Zeit angepasst”, betonte ein Pressesprecher der Stadt gegenüber JAWINA. Da man bislang nicht genau wisse, was auf dem Friedhof vorgefallen ist, könne man auch nicht sagen, ob diese Maßnahme geeignet sei, Abhilfe zu schaffen. Wie die WAZ berichtet, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dem Vorfall noch nicht abgeschlossen. Dem Zeitungsbericht zufolge hat ein anderer Jäger die Polizei alarmiert, der den später erschossenen Rentner auf dem Friedhof bei der – nach Auffassung des Zeugen unsachgemäßen – Jagdausübung bemerkte. In Bochum üben 26 Personen mit Sondergenehmigungen die Jagd auf den 19 städtischen Friedhöfen aus, die grundsätzlich als befriedete Bezirke gelten.

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NRW: Mit Wildschwein verwechselt – Jäger schiesst Fohlen

+++ Saarland: Auf Nachsuche verlaufen – Polizei und Feuerwehr suchen 80-jährigen Jäger +++

In Blankenheim (Kreis Euskirchen) hat ein Jäger ein vier Monate altes Islandpferdefohlen erschossen. Das Pferd wies einen Durchschuss aus einer großkalibrigen Waffe auf, der Kadaver lag in einer Senke etwa 70 Meter von einem Hochsitz entfernt. Das tote Tier wurde erst am nächsten Morgen gefunden. Am Abend zuvor hatte ein Gastjäger aus dem Ruhrgebiet auf dem Hochsitz auf Sauen angesessen. Dieser gab bei einer Befragung an, auf ein Wildschwein geschossen zu haben, das vermeintlich erlegte Tier jedoch nicht gefunden zu haben. Er sei dann nach Hause gefahren. Eine Nachsuche hielt er wohl nicht für erforderlich…

Das Rappfohlen stand auf einer Koppel zusammen mit anderen Pferden. Dass Wildschweine auf Pferdekoppeln zwischen den Pferden brechen, ist nicht ungewöhnlich. Steht ein Pony oder Fohlen in einer Senke, so dass die im Vergleich zum Wildschwein deutlich längeren Beine nicht erkennbar sind, ist die Verwechslungsgefahr durchaus gegeben. Umso größere Vorsicht muss man natürlich walten lassen: Einen Schuss auf 70 Meter in Dunkelheit zwischen die Pferde abzugeben, erscheint äußerst gewagt.

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Baden-Württemberg: Tochter erschossen, Jäger verurteilt

Gegen den Ettlinger Jäger, der im Januar versehentlich seine 19 Jahre alte Tochter erschossen hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Karlsruhe wegen fahrlässiger Tötung ein Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen erlassen worden. Der Strafbefehl sei vom zuständigen Amtsrichter unterschrieben worden und ist, da der Angeklagte wohl keine Rechtsmittel einzulegen gedenkt, rechtskräftig. Das berichten die Stuttgarter Nachrichten. Eine Gerichtsverhandlung wird es in dem Fall folglich nicht geben. Dem Zeitungsbericht zufolge ist von der Staatsanwaltschaft ein Waffengutachten in Auftrag gegeben worden, um abzuklären, ob möglicherweise ein technischer Defekt an der Bockbüchsflinte vorlag. Dies habe aber keine neuen Erkenntnisse geliefert. red.

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Kopflos gefundenes Tier war Wolf

Bestätigung: Kadaver im Sellrain war Wolf aus italienischer Population – DNA-Ergebnis liegt vor

Vor einer Woche wurde ein wolfsähnlicher Kadaver ohne Kopf im Sellrain in einem Waldstück entdeckt. Nun liegt die Bestätigung vor, dass es sich dabei tatsächlich um einen Wolf handelt. “Die DNA-Proben der Veterinärmedizinischen Universität Wien sind eingetroffen und bestätigen die ersten Einschätzungen der Expertinnen und Experten. Es konnte festgestellt werden, dass es sich genetisch um einen Wolf handelt, der der italienischen Wolfspopulation zuzurechnen ist. Hinweise, dass es sich um einen Wolfshund oder einen Mischling zwischen Wolf und Hund handelt, liegen keine vor. Dieses Tier wurde bisher noch nicht in Österreich nachgewiesen”, sagt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, der sich hier in einem O-Ton zu dem Fund äußert. Auch Schafsrisse auf der Inzinger Alm können mittlerweile konkret diesem Wolf zugeordnet werden: „Anhand der Proben, die auf der Inzinger Alm bei zwei gerissenen Schafen entnommen wurden, kann bestätigt werden, dass diese von dem im Sellrain aufgefundenen Wolf gerissen wurden“, hebt Janovsky hervor.

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Niedersachsen: Wolf mit Schussverletzung aus Kanal geborgen

Am Sonntagabend gegen 21 Uhr wurde im Elbe-Seitenkanal in Wittingen eine getötete Wölfin geborgen. Erste Ermittlungen der Polizei Wittingen ergaben, dass das Tier mit einer Schusswaffe getötet wurde. Danach sei versucht worden, das Tier mittels einer Metallschlinge und einem beschwerenden Gegenstand im Elbe-Seitenkanal zu versenken. Die Tötung eines Wolfes stellt eine Straftat nach dem BNatSchG dar und wird derzeitig von der Polizei Wittingen verfolgt. Das Tier wird zwecks weiterer Untersuchung ins Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin verbracht. Für Hinweise steht die Polizei in Wittingen unter 05831-25288-0 zur Verfügung. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Hessen: Dr. Walter Lübcke durch Kopfschuss getötet

Der Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (65) ist offenbar durch einen Kopfschuss getötet worden. Medienberichten zufolge war der CDU-Politiker passionierter Jäger, was anderen Medienberichten zufolge vom persönlichen Umfeld des Verstorbenen bestritten wird. Er wurde am 2.6. in den frühen Morgenstunden tot auf seinem Anwesen in Wolfshagen-Istha (Landkreis Kassel) gefunden. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. “Da die Todesumstände unklar sind, hat das Hessische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Aufgrund laufender Ermittlungen sind derzeit keine weiteren Auskünfte möglich”, teilt das hessische LKA mit. Lübcke galt als “beliebt und außerordentlich nahbar”, wie die Fuldaer Zeitung schreibt. Er hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Söhne. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Fuldaer Zeitung (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser MH für den Hinweis!

Niedersachsen: Schafherde angegriffen – Jäger erschiesst Huskys

Am Donnerstagmorgen, 09.05.2019, kurz nach 06.00 Uhr, teilte ein Binnenschiffer auf der Weser der Polizei mit, dass im Bereich von Bücken eine kleinere Schafherde von zwei Hunden attackiert werden würde. Der Hinweisgeber konnte erkennen, dass bereits einige Schafe in die Weser geflüchtet waren. Auf der Weide lagen bereits eine Reihe von Tieren zum Teil verletzt, zum Teil augenscheinlich bereit tot. Zu seinem eigenen Schutz und zum Beenden der Angriffe auf die Schafe erschoss ein erfahrener Jäger die beiden schäferhundgroßen Hunde. Im Rahmen der Ermittlungen der Polizei Hoya erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei den beiden wildernden Hunden um zwei Huskies gehandelt hatte, die bereits seit Dienstagabend, 07.05.2019, in Holtorf vermisst wurden.

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Sachsen-Anhalt: Wolf angefahren – Fangschuss nach Nachsuche

Eine 30-jährige Fahrzeugführerin aus dem Landkreis Stendal hatte am Sonntag einen Zusammenstoß auf der Bundesstraße 189 mit einem Wolf. Das teilt die Polizei mit. Das Tier konnte sie beim Zusammenstoß im nördlichen Bereich des Landkreises noch erkennen und der Polizei mitteilen. Im Anschluss flüchtete der schwer verletzte Wolf in den angrenzenden Wald. Am Pkw der Fahrerin entstand Sachschaden. Am Unfallort erschienen neben der Polizei Mitarbeiter des Landesamtes für Umweltschutz aus dem Wolfkompetenzzentrum Iden, ein Tierarzt, ein Schweißhundführer, ein Betäubungsschütze sowie ein hinzugezogener Jagdpächter.

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Bochum: Jäger nicht im Knien erschossen

Der am 18. April von Polizisten auf einem Bochumer Friedhof erschossene Jäger (JAWINA berichtete) ist dem nun vorliegenden Obduktionsbericht zufolge nicht in kniender Haltung erschossen worden. Dies hatten verschiedene Lokalzeitungen berichtet.

Nach bisherigen Ermittlungen der Bochumer Staatsanwaltschaft und der Essener Mordkommission informierte ein waffenkundiger Bochumer und Jäger die Polizei (18.4. gegen 18 Uhr), dass ein ihm unbekannter Mann, in Begleitung einer Frau, soeben den Friedhof betreten habe, so die Staatsanwaltschaft Bochum und die Polizei Essen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Er soll ein scharfes Gewehr mitführen, welches er zuvor durchgeladen hat. Die Bochumer Einsatzleitstelle beorderte sofort mehrere Streifenwagen zum Einsatzort. Polizeibeamte betraten kurz darauf den Friedhof und warnten unbeteiligte Friedhofbesucher vor der möglichen Gefahr. Auf dem Gelände trafen die beiden Polizisten auf den 77-jährigen bewaffneten Mann, in dessen unmittelbarer Nähe sich die zuvor beschriebene Frau befand. Die Männer sprachen den Mann an…

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NRW: Polizei erschiesst 77-jährigen Jäger in Bochum

Am Donnerstag vergangener Woche (18. April)  ging bei der Polizei in Bochum ein Notruf ein: Ein Anrufer meldete, dass er auf dem Friedhof an der Kirchhapener Straße im Stadtteil Gerthe einen Mann “mit einer vermutlich durchgeladenen Schusswaffe” beobachte. Angeblich bedrohte der Senior dann die eintreffenden Polizisten. In der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei Essen und Staatsanwaltschaft Bochum liest sich die Schilderung des weiteren Vorgangs so: “Sofort alarmierte Einsatzkräfte trafen den beschriebenen Waffenträger auf dem Friedhof an. Seitens des Mannes kam es zu einer Bedrohungshandlung gegen die eingesetzten Beamten. Zum eigenen Schutz schossen die Polizisten auf den 77-Jährigen. Der Mann wurde erheblich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Aus Neutralitätsgründen hat eine Mordkommission der Polizei Essen die Ermittlungen übernommen.” Beim WDR heißt es lediglich, die Beamten hätten “sich bedroht gefühlt”. Die Polizisten schossen mehrfach auf den Rentner, drei Schüsse trafen nach bisherigen Erkenntnissen seinen Oberkörper.

In einer Folgemeldung wird der Tod des 77-jährigen vermeldet: “Am Samstagabend (20. April) verstarb der 77-Jährige an seinen Verletzungen.  Das zuständige Amtsgericht hat für den heutigen Nachmittag (21.04.) die Durchführung eine Obduktion beschlossen.” Jetzt stellt sich heraus: Der Rentner soll auf dem Friedhof ganz legal im Auftrag der Stadt Kaninchen bejagt haben. Damit bekomme der Fall “eine völlig neue Wendung”, schreibt die WAZ zutreffend.

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Saarland: Mischling nicht erschossen – Jäger wehren sich gegen Falschbeschuldigung

+++ Bayern: Kapitaler Perückenbock gestreckt +++

Am 31.03.2019 berichtete das Nachrichtenprotal Breaking News Saarland, dass zwischen Neunkirchen und Spiesen-Elversberg ein aus Mallorca importierter winziger Hund erschossen worden sei. In den sozialen Medien seien daraufhin “Jägerinnen und Jäger in dem betreffenden Bereich angepöbelt und beschimpft” worden, kritisiert die Vereinigung der Jäger des Saarlandes, VJS. In einer Pressemitteilung des VJS heißt es dazu: „Timmy“, ein Mischlingshund, der in Mallorca aus einer „Tötungseinrichtung“ stamme und erst vor kurzem von dort importiert worden sei, habe seine Leine durchgebissen und sei „ausgebüxt“, so der erste Teil der Schilderung, doch dann wird es abenteuerlich: „Er ist erschossen worden, war voller Schrotkugeln. Vermutlich von einem Jäger. (B) Wir (B) wollen wissen, wer das Tier erschossen hat“, wird die Vorsitzende des Vereines zitiert, der für den Import des Tieres zuständig war.

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Sachsen-Anhalt: Polizei erschiesst Wolf nach Wildunfall

Brandenburg: Reproduzierendes Wolfsrudel auf Industriegelände

Auf der K2029 zwischen den Orten Schmerz und Schköna (Landkreis Wittenberg) ist am 10.03.2019 um 22.45 Uhr ein Wolf angefahren worden. Zirka zwei Kilometer vor dem Ortseingang Schköna wechselte plötzlich ein Wolf von rechts kommend über die Fahrbahn. Der 45-jährige Renault-Fahrer konnte nicht mehr bremsen, es kam zur Kollision mit dem Tier und zu Sachschaden am Fahrzeug. Nach der Begutachtung des verletzten Wolfes durch eine Amtstierärztin sowie Rücksprache mit einem Verantwortlichen des Wolfskompetenzzentrums wurde das Tier durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Beamten von seinen Leiden erlöst.

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Spanien: Wildhüter erschossen, Wilderer zu langjähriger Gefängnisstrafe verurteilt

Der spanische Wilderer Ismael Rodriguez (28) ist am vergangenen Donnerstag von einem Gericht in Barcelona zu einer Gefängnisstrafe von 45 Jahren verurteilt worden, weil er in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der katalanischen Stadt Lleida zwei Wildhüter erschossen hat. Die beiden Wildhüter Xavier Ribes (43) und David Iglesias Díaz (39) hatten am 21. Januar 2017 eine Routinekontrolle durchgeführt, bei der sie den Verurteilten in dem Jagdgebiet um 10.50 Uhr antrafen. Sie wünschten ihm freundlich einen guten Morgen und baten ihn, seine Flinte zu entladen. Dies ist das letzte, woran sich der Angeklagte erinnere, wie er in dem Verfahren vorgab. Auf den Gruß hin drehte sich Rodriguez um und gab aus etwa drei Metern Entfernung je einen Schuss auf Brust und Gesicht seiner Opfer ab. Dann lud er nach und schoss aus etwa einem Meter Entfernung den am Boden liegenden Männern in Kopf und Nacken. Beide Wildhüter waren verheiratet, Ribes hinterlässt einen zehnjährigen Sohn, Díaz ein sieben Jahre altes Mädchen.

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“Der Wolf ist ein Horror für die ganze Tierwelt”

“Ein Spiel, das die Grünen gegen den Rest der Gesellschaft und die Jäger spielen” – der holländische Jagdgast verteidigt seinen Abschuss eines Wolfs in Brandenburg

Der Jäger, der auf einer Drückjagd in Brandenburg einen Wolf geschossen hat, nachdem dieser Jagdhunde angegriffen hatte, verteidigt seine Vorgehensweise. Gegenüber der niederländischen News-Plattform Tubantia bezeichnete der 68-jährige “sehr erfahrene Jäger” den Wolf als “Pest” und “Horror für die gesamte Tierwelt.” Er bestätigte, den Wolf “aus Notwehr” geschossen zu haben, da er den Jagdterrier eines deutschen Treibers gegen den Wolfsangriff verteidigen musste. Die Polizei führt ein Ermittlungsverfahren gegen den Schützen. Der Mann erklärte, er hätte es vorgezogen, nicht medial in Erscheinung zu treten, aber er verstehe die Aufmerksamkeit: Der Wolf sei “ein heißes Thema”, da könne man “eine schöne Geschichte draus machen”.

Die Rückkehr des Wolfs hält er für eine Katastrophe: In Deutschland sei das “ein ganz großes Problem”, es sei schrecklich, in diesen Filmen zu sehen, was die Wölfe alles zerstörten: “Kühe, Pferde, Schafe, Wild, Tiere, die die Menschen in ihren Gärten hielten.”

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Schweden: Wolf reisst Reh im Vorgarten

Wolf wurde von der Polizei erschossen

In Tierp in der schwedischen Provinz Uppsala län hat ein Wolf am Dienstag Vormittag ein Reh auf der Terrasse eines Anwohners gerissen. Der Wolfsriss wurde von den Bewohnern des Hauses aus deren Wohnzimmer gefilmt. Bereits um 13.50 Uhr bestätigte die Polizei, dass der Wolf erschossen wurde, wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet. Der Wolf reagierte auf die Annäherung des Polizeikommandos nicht, sondern blieb neben seiner Beute sitzen. Bei einer ersten Untersuchung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Wolf eine Verletzung an einem Hinterbein erlitten hatte. Der tote Wolf wurde zwecks weiterer Untersuchungen den Behörden übergeben. Der Abschuss erfolgte gemäß Art. 9 des schwedischen Jagdgesetzes, in dem es um die Sicherheit von Menschen geht. Es sei “nicht auszuschließen”, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgehe, warnte die Polizei und empfahl, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Kinder von dem Gebiet fernzuhalten. red.

Video: Expressen TV / YouTube

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern CE und KB für die Hinweise!

Baden-Württemberg: Jäger erschießt versehentlich seine 19-jährige Tochter

Ein tragischer Unglücksfall hat sich am Donnerstagabend ereignet. Ein 56-jähriger Mann hat nach bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei versehentlich seine 19-jährige Tochter erschossen. Das teilen die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Der Jäger wollte gerade zur Jagd aufbrechen, als sich aus der geladenen Bockbüchsflinte aus noch ungeklärter Ursache ein Schuss in der Wohnung löste. Die junge Frau wurde getroffen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem sie kurz darauf verstarb. Der 56-Jährige war legal im Besitz der Langwaffe. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung dauern an. PM

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Brandenburg: Jagdhund auf Drückjagd erschossen

Auf einer vom Landesforst Brandenburg veranstalteten Drückjagd bei Briesen (Landkreis Oder-Spree) ist am Donnerstag (17.01.) ein 15 Monate alter Laika erschossen worden.

Der Vorfall ereignete sich gegen 11 Uhr vormittags, als zwei Treibergruppen mit Hunden eine durch einige Bäumchen aufgelockerte Schilfpartie durchdrückten. Wie ein Augenzeuge gegenüber JAWINA schildert, arbeiteten sowohl die Treiber als auch die Hunde laut. Die in einiger Entfernung voneinander durchgehenden Treibergruppen konnten sich gegenseitig hören und so ihren jeweiligen Standort einschätzen. Es waren Sauen im Treiben. Der Laika stöberte einen etwa zweijährigen Keiler auf und trieb ihn aus dem Schilf, eine weitere Sau folgte auf der Fährte des Keilers. Kurz nachdem der Keiler das Schilf verlassen hatte, brach ein Schuss. Unmittelbar darauf rief der Besitzer des Laika: “Wer hat geschossen, wer hat auf den Hund geschossen?”

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Hessen: Zwei Wölfe aus Wildpark ausgebrochen

+++ Jagdunfälle in Thüringen: Anklageerhebung steht bevor +++ Niedersachsen: Wolf auf A39 totgefahren +++ Niedersachsen: Wolf reißt Kalb +++ Sachsen: Mehr Geld für Wolfsschäden +++ Hessen: Groß Gerau beantragt Bejagung von Nutrias +++ Bayern: Polizei muss von Hund gewildertes Reh erlösen +++

Zwei Wölfe sind aus ihrem Gehege im Wildpark Knüll (Schwalm-Eder-Kreis) ausgebrochen. Ein Tier wurde erschossen, von dem anderen fehlt bis jetzt jede Spur.

In einer Sondermeldung auf der Internetseite des Wildparks heißt es dazu: “Am 18.01. konnten zwei Wölfe aus ihrem Gehege im Wildpark Knüll entweichen. Beide Tiere überwanden auch einen zweiten Zaun und bewegten sich so frei im Wildpark Knüll, der durch einen Außenzaun großräumig eingegrenzt ist.

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Brandenburg: Notwehr – Holländischer Jagdgast erschiesst Wolf

Kein Fake: Ein holländischer Jagdgast hat am Freitag (18.01.) gegen 14 Uhr bei Rädigke (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen Wolf geschossen. Der Wolf hatte Jagdhunde attackiert und ließ sich nicht vertreiben.

Wie der Jagdleiter gegenüber JAWINA bestätigte, fand an dem Tag eine Drückjagd statt. Nach den Schilderungen des Jagdleiters hat sich der Vorfall wie folgt zugetragen: Schon kurz nach Beginn der Jagd gingen Meldungen über Wölfe im Treiben ein. Ein Wolf zog auf zehn Meter an einem holländischen Jagdgast vorbei. Selbstverständlich schoss der Jäger in dieser Situation nicht. Zuvor waren drei bis vier Stück Rehwild etwas weiter entfernt angewechselt. Rehwild war jedoch nicht freigegeben, weshalb kein Schuss auf die Rehe abgegeben wurde. Der Wolf zog weiter und drehte kurz darauf einen kleinen Bogen, vermutlich hatte er Witterung von dem Rehwild bekommen. Kurz darauf kamen Stöberhunde an, die die Rehwildfährte arbeiteten. Der Wolf machte sofort kehrt und griff die Jagdhunde an. Der Jäger versuchte den Wolf durch lautes Pfeifen und Schreien zu vertreiben, gab schließlich einen Warnschuss ab. Auch von diesem ließ sich der Wolf nicht beeindrucken – ein Verhalten, das auch auf anderen Jagden in Brandenburg beobachtet und geschildert worden ist.

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Russland: Mit Elch verwechselt – Jäger erschiesst Sohn

Ein Jäger hat am vergangenen Donnerstag im Autonomen Bezirk Chanty-Mansijsk ca. 3000 Kilometer östlich von Moskau seinen Sohn erschossen, weil er ihn mit einem Elch verwechselte. Wie die Moscow Times berichtet, werfen Ermittlungsbehörden dem Mann vor, bei schlechten Sichtverhältnissen auf ein sich bewegendes Objekt geschossen zu haben. Das Opfer starb dem Bericht zufolge an einer einzelnen Schussverletzung.Als der Jäger an das vermeintlich erlegte Stück herantrat, sah er, dass er seinen 18 Jahre alten Sohn tödlich verwundet hatte. Den Vater erwartet ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung. red.

Beitragsbild: Erlegter Elch (Archivbild) Foto: SE

Bayern: Jäger schießt wildernden Hund

Ein Jäger hat am Mittwoch einen wildernden Hund bei Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) erschossen. Bei einem Reviergang bemerkte er den größeren Hund, der sich im Hals eines Rehs verbissen hatte. Er gab einen Warnschuss ab, der den Hund jedoch nicht dazu brachte, von dem Reh abzulassen. Daraufhin schoss er “auf das Hinterteil des Hundes”, wie die Polizei mitteilt. Daraufhin flüchtete der Hund. Das schwer verletzte Reh musste erlöst werden. Der Jäger meldete den Vorfall der Polizeistation in Olching. Als sich die Besitzerin des Hundes bei ihm meldete, suchte er gemeinsam mit ihr das Gelände ab. Dabei wurde der verendete Hund gefunden. PM/red.

Beitragsbild: Von Hund gewildertes Reh (Archivbild). Foto: SE

Hessen: “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” – 81-jähriger erschiesst Jagdhund

Bei einer Gesellschaftsjagd im Revier Wanfried (Werra-Meißner-Kreis) hat ein 81 Jahre alter Jagdgast aus Belgien einen Jagdhund erschossen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 28. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Der zuständige Forstamtsleiter bestätigte den Vorfall gegenüber der Werra-Rundschau. Zeugenaussagen zufolge soll eine “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” bei dem belgischen Jäger vorgelegen haben. Empört äußerte sich der aus Thüringen stammende Besitzer der Deutschen Bracke gegenüber der Zeitung: Der bunt gefärbte Hund trug zwei Signalhalsbänder und sei mit Wild nicht zu verwechseln gewesen. Das Forstamt hat den Unglücksschützen und den Hundeführer zusammengebracht und versucht, “tröstend zu vermitteln”, wie die Werra-Rundschau schreibt. Die Jagdhaftpflichtversicherung des Belgiers wird hoffentlich den materiellen Schaden ersetzen. Bei der Unteren Jagdbehörde wurde der Vorfall angezeigt, den Jäger erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem sei er vom Forstamt auf eine Schwarze Liste gesetzt worden. red.

Beitragsbild: Deutsche Bracke (li.), (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

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Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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NRW: Krankgeschossenes Wildschwein beisst Friedhofsbesucher

+++ Sachsen-Anhalt: Streit um Vorfahrt – Jäger soll Autobesatzung bedroht haben +++

Bei Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) hat am Samstag Mittag ein Wildschwein auf einem Friedhof in Dreis-Tiefenbach einen Mann ins Bein gebissen und verletzt. Danach flüchtete die Bache nach Siegen-Weidenau, von dort in den Stadtteil Bürbach und schließlich in den Stadtteil Hain, wo sie erneut Menschen attackiert haben soll. In der Nähe der Siegener Oberstadt ist die Sau dann von Polizisten erschossen worden. Das Wildschwein war auf einer Drückjagd krank geschossen worden, wie der WDR berichtet. red.

Beitragsbild: Bache (Archivbild). Foto: SE

Frankreich: Jäger erschiesst Treiber

Bei Mauvages (Département Meuse, Region Grand Est) im Osten Frankreich hat ein Jäger einen Mitjäger erschossen, der zum Zeitpunkt des Unglücks als Treiber fungierte. Bei der Schussabgabe befand sich das Opfer in dichtem Gestrüpp. Französischen Medienberichten zufolge ist es bislang unklar, ob der Verstorbene von einem Büchsen- oder Flintenlaufgeschoss, einem Abpraller oder einer Schrotgarbe getroffen wurde. Die sterblichen Überreste des Mannes werden im rechtsmedizinischen Institut in Nancy untersucht. Der Unglücksschütze hat sich nach der Tat selbst den bald darauf eintreffenden Gendarmen überstellt. Er wurde festgenommen und erhält wegen des erlittenen Schocks medizinische Behandlung. Erst vor gut einer Woche ist in Frankreich ein Mountainbiker von einem Jäger erschossen worden (JAWINA berichtete). red.

Beitragsbild: Gestrüpp (Foto: SE)

Italien: Wolf illegal erschossen

Umweltpolitikerin: “Das kommt davon, wenn man die Bürger mit einem Problem wie dem Wolf allein lässt.”

In den Lessinischen Bergen in der Umgebung der norditalienischen Stadt Roverè Veronese ist am 25. September ein toter Wolf von einem Landwirt gefunden worden. Er wies deutlich erkennbare Schussverletzungen auf, wurde folglich von einem Wilderer erschossen. Die italienische Tierschutzorganisation Lega anti Vivisezione (LAV) hat ein Foto nebst dazugehörigem Bericht veröffentlicht. Die LAV fordert eine strenge Bestrafung des Täters. Der Abschuss eines streng geschützten Tiers kann auch in Italien mit empfindlichen Geld- und sogar Haftstrafen geahndet werden. Die Überführung des Täters dürfte jedoch schwierig werden, wie auch die LAV einräumt, denn offenbar wurde dieser Wolf mit Schrot geschossen. Dies macht die Zuordnung von Geschossen oder Geschossfragmenten zu einer Waffe nahezu unmöglich. Die Unterstaatssekretärin im Umweltministerium im Rom, Vannia Gava, kommentierte den Vorfall dem Nachrichtenportal suedtirolnews.it zufolge recht trocken so: Man dürfe die Bürger mit einem Problem wie dem Wolf halt nicht alleine lassen – sonst passiere das, was jetzt in den Lessinischen Bergen passiert sei… SE

Beitragsbild: Erschossener Wolf bei Roverè Veronese. Quelle: LAV

Brandenburg: Erschossener Wolf gefunden

Update: Wolf wurde doch nicht erschossen

Am Dienstag (2.10.) hat ein Jagdausübungsberechtigter auf einem Waldweg bei Zitz, einem Ortsteil der Gemeinde Rosenau im Landkreis Potsdam-Mittelmark einen toten Wolf gefunden. Der Anruf des Jägers ging gegen 17.10 bei der Polizei ein. Der Wolf wurde dem zuständigen Wolfsbeauftragten übergeben, von diesem wurde der Weitertransport an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung zur weiteren Untersuchung veranlasst. Nach Informationen von JAWINA handelt es sich um einem Wolfswelpen von diesem Jahr. Der Wolf ist nicht eines natürlichen Todes und auch nicht bei einem Verkehrsunfall gestorben, wie ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA bestätigte: Eine Schussverletzung sei deutlich zu erkennen gewesen. Die Polizei hat Anzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz erlassen.

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“Hunde haben gewildert”

Die Augsburger Allgemeine hat mit dem Jäger gesprochen, der bei Königsbrunn zwei Hunde erschossen hat. Der Mann verteidigt seine Handlunsgweise.

In dem Artikel in der Augsburger Allgemeinen erklärt der Hundeschütze, er habe die zwei Hunde der Frau über Monate hinweg beim Wildern gesehen. Diese hätten nicht nur Wildtiere, sondern auch Spaziergänger und Reiter, die mit Hunden unterwegs gewesen seien, angegriffen. Er habe mehrfach erfolglos versucht, auf die Hundehalterin einzuwirken. Die Hunde hätten koordiniert gejagt und Beute gemacht. Zwar sind die Hunde in unmittelbarer Umgebung des Grundstücks der Hundehalterin erschossen worden, der Jäger habe die Hunde aber wiederholt kilometerweit von dem Haus entfernt im Revier angetroffen, teilweise sogar nachts. Die Hundehalterin und das Tierheim, aus dem die Hunde stammen, widersprechen der Darstellung des Jägers. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Ob die rohe Vorgehensweise des Jägers geschickt oder gar gerechtfertigt ist, selbst wenn die Hunde regelmäßig gewildert haben, sei dahingestellt. Wenn die Hundehalterin bekannt ist und es Zeugen für das wiederholte Wildern und Angriffe auf Spaziergänger und Reiter gibt, wären Anzeigen bei Polizei und Ordnungsamt durchaus erfolgversprechend gewesen.

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Bayern: Zwei Hunde widerrechtlich erschossen?

Eine weitere Folge aus unserer beliebten Serie “Ruhmesblätter teutschen Weidwerks”: Eine Hundebesitzerin aus Königsbrunn (Landkreis Augsburg) wirft einem Jäger vor, ihre Hunde widerrechtlich erschossen zu haben. Das berichtet die Stadtzeitung Königsbrunn. Demnach ist die Frau am 10. Juli “über den Hof gelaufen”, um bei ihrem Vater “Brezen für ihren Sohn aufzubacken.” Dabei habe sie die Hunde laufen lassen. Dann sei ein Freund des Vermieters, nach Angaben der Frau ein Jäger, vorgefahren und habe geschrien, sie könne da vorn ihre Hunde aufklauben, er habe sie gerade erschossen. Die Frau habe sich daraufhin mit dem Auto auf die Suche nach den Hunden begeben und sie 150 vom Haus entfernt gefunden. Der Schütze sei ihr gefolgt. Der eine Hund war tot, der andere lebte noch schwer verletzt. Der Schilderung der Stadtzeitung zufolge, wollte die Hundebesitzerin den noch lebenden Hund aufheben, als der Jäger sie mit dem Ausruf: “Der lebt ja noch!”, “mit dem Gewehr zur Seite zwang.” Dann soll er vor den Augen der Frau einen Fangschuss auf das Haupt des Hundes angetragen haben.

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Sachsen: Zwei neue Wolfsterritorien nachgewiesen

Brandenburg: Dritter Wolf innerhalb weniger Wochen erschossen

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz konnte aktuell jeweils ein neues Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit dem Monitoringjahr (MJ) 2014/15 gab es im Bereich zwischen Löbau und Zittau (LK Görlitz) und seit dem MJ 2016/17 im Bereich der Massenei (LK Bautzen) einzelne Nachweise von Wölfen, ohne dass bisher territoriale Tiere bestätigt werden konnten.
So wurde im Raum Großhennersdorf, nördlich von Zittau, im Februar 2018 durch Fotofallenaufnahmen ein Rüde bestätigt. Im Juni 2018 konnten dann eine Wölfin mit Gesäuge und zwei Welpen (s. Foto) nachgewiesen werden.

Im Waldgebiet Massenei gab es bereits im Februar 2017 den genetischen Nachweis einer aus dem Daubaner Rudel stammenden Wölfin, die sich anschließend im Hohwald niederließ und dort im Mai 2017 Welpen bekam. Darüber hinaus wurde nordöstlich der Massenei bei Rammenau ein männlicher Wolf im April 2017 überfahren, dessen Herkunftsrudel bisher unbekannt ist. Zudem kam westlich der Massenei nahe Radeberg ein weiblicher Wolf, der aus der Laußnitzer Heide stammte, bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nun zeigten Fotofallenaufnahmen von Anfang Mai 2018 eine Fähe mit Gesäuge in diesem Gebiet.
Beide Vorkommen werden somit rückwirkend für das letzte Monitoringjahr 2017/18 als Wolfspaare geführt.

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Rheinland-Pfalz: Pferde erschossen – Jäger verurteilt

Ein Kölner Jäger, der im Oktober 2017 bei Katzwinkel (Landkreis Vulkaneifel) zwei Pferde erschossen hat, weil er sie mit Wildschweinen verwechselte, ist vom Amtsgericht Daun wegen “grundloser Tötung eines Wirbeltiers, tateinheitlich mit Sachbeschädigung in zwei tatmehrheitlichen Fällen” zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 100 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Hergang der Tat warf Fragen auf, die vor Gericht nicht abschließend geklärt werden konnten. Wie der Volksfreund berichtet, hat der zur Tatzeit 57 Jahre alte Jäger aus 110 bis 120 Metern Entfernung auf die Pferde geschossen, die ein Stockmaß von 1,58 bzw. 1,65 Metern hatten. Beide Pferde wurden in der Herzgegend getroffen und waren sofort tot. Die Pferde können also nicht gelegen haben, wie die Besitzerin der Pferde dem Volksfreund zufolge vermutete. Die Sicht soll schlecht gewesen sein.

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Niedersachsen: Wolf vermutlich illegal getötet

+++ Sachsen-Anhalt: Trotz Wolfsschutzzaun – Wolf reißt 18 Stück Damwild im Gatter +++ Brandenburg: Vom “Wolfskompetenzzentrum errichteter Zaun erweist sich als wirkungslos +++

40. toter Wolf in Niedersachsen – fünfter illegal getöteter

Am 6. April wurde an der B493 zwischen Kapern und Gartow ein toter Wolf gemeldet. Das teilte das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen Rüden, vermutlich ausgewachsen. Der tote Wolf weist Anzeichen einer Schussverletzung auf. Daher geht die Polizei von einer illegalen Tötung aus. Das Polizeikommissariat Lüchow ermittelt. Es ist der elfte tote Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018, der 40. insgesamt und der fünfte illegal getötete. Sämtliche Informationen über in Niedersachsen tot aufgefundene Wölfe sind hier aufgeführt:

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/naturschutz/tier_und_pflanzenartenschutz/wolfsbuero/totfunde/tote-woelfe-in-niedersachsen-142406.html

Für die illegale Tötung eines Wolf sieht § 71 Abs. 1 BNatSchG als Strafrahmen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Dieser Strafrahmen orientiert sich am gleichen Strafrahmen wie bei Jagdwilderei (§ 292 StGB) und bei Zuwiderhandlungen gegen Schonzeitvorschriften (§ 38 BJagdG).

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Sachsen-Anhalt: Bulle in der Innenstadt von Salzwedel erschossen – Peta erstattet Anzeige

Am Montag ist ein Jungbulle, der bei einem Bauern in der Nähe von Salzwedel ausgebrochen war, in die Innenstadt von Salzwedel gestürmt. Der Bulle galoppierte über den Parkplatz einer Bankfiliale und von da aus weiter Richtung Innenstadt, bis er von der Besatzung eines Streifenwagens gesichtet wurde. Die Polizisten drängten den Jungbullen ab, woraufhin er in den Burggarten floh. Die Tore des Burggartens wurde geschlossen, wodurch die Forstsetzung des Ausflugs unterbunden wurde. Das Ordnungsamt der Stadt Salzwedel hatte zwischenzeitlich eine Abschussgenehmigung bei der unteren Jagdbehörde beantragt und genehmigt bekommen, ein von der Polizei hinzugezogener Jäger erlegte das aggressive Tier.

Die radikale Tierrechtsorganisation Peta hat deswegen jetzt Anzeige gegen die Polizei, den Jäger und das Ordnungsamt der Stadt erstattet.

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Niederlande: 1062 Grosse Pflanzenfresser verrecken elend in Oostvaardersplassen

So funktioniert Regulierung von Schalenwildbeständen ohne Jagd

Allein im Februar 2018 sind 1062 Große Pflanzenfresser in dem umstrittenen Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen in der holländischen Provinz Flevoland gestorben. Nur 69 Tier starben eines natürlichen Todes (wozu auch Hungertod und durch durch Entkräftung zählen dürften), die anderen Tiere mussten wegen ihres schlechten Ernährungs- und Allgemeinzustands erschossen werden. In dem 5600 Hektar großen Gebiet leben eine Vielzahl von Tieren, eine natürliche Ab- oder Zuwanderung ist weitgehend ausgeschlossen. Da Jagd und Fütterung der Tiere in der Vergangenheit verboten waren, verendeten und verhungerten in strengen Wintern stets hunderte von Pflanzenfressern. Nach Protesten ist in Notzeiten jetzt eine Fütterung erlaubt, notleidende Tiere werden von Rangern erschossen. Obwohl im Winter zugefüttert wurde, waren im Februar viele Tiere bereits so entkräftet, dass die Fütterung für sie zu spät kam. Unter den 1062 im Februar gestorbenen Tieren waren 858 Stück Rotwild, 184 Konikpferde und 20 Heckrinder. Die meisten der Tiere wurden erschossen.

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