Schlagwort-Archive: Ermittlungsverfahren

Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

Weiterlesen

Konflikte mit Jagdgegnern: “Der Konfrontation besser aus dem Weg gehen”

Regelmäßig schaffen es Konflikte zwischen Jägern und Jagdgegnern oder Jagdstörern in die Presse. Verfolgungsjagden, Vandalismus, verbale oder tätliche Auseinandersetzungen sind keine Seltenheit. Für Jäger steht dabei viel mehr auf dem Spiel, als für ihre Kontrahenten. Wir haben mit dem Anwalt und Justiziar des LJV Brandenburg, Jens Ole Sendke, über das richtige Verhalten im Konfliktfall gesprochen.

JAWINA: Aktuell berichtet die Lokalpresse über die Auseinandersetzung zwischen einem Jagdstörer bei Delitzsch, der nachts mit einer Taschenlampe herumgeleuchtet hat, um so das Wild zu vertreiben. Jetzt behauptet er, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein. Was steht für den Weidmann auf dem Spiel?

Jens Ole Sendke: Eine Menge. Als Legalwaffenbesitzer geht man bei solchen Auseinandersetzungen ein weitaus höherer Risiko ein, als ein Jagdgegner, der vielleicht schon viermal vorbestraft ist. Es kann durchaus passieren, dass noch am selben Abend die Polizei vor der Haustür steht und “zur Gefahrenabwehr” die waffenrechtlichen Erlaubnisse des Jägers einzieht und auch seine Jagdwaffen gleich mitnimmt. Zumindest für die Dauer des Ermittlungsverfahrens, das sich einige Zeit hinziehen kann, ist es dann erst einmal nichts mehr mit Jagd. Kommt es zu einer Verurteilung oder auch einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen, können Jagdschein und WBK für mehrere Jahre futsch sein.

Weiterlesen

Vergiftete Greifvögel: Tatverdächtiger ermittelt

Im Fall der bei Cappeln vergifteten Greifvögel (JAWINA berichtete) ist ein Tatverdächtiger gefunden worden. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber JAWINA, dass die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine Hausdurchsuchung durchgeführt habe. Das Ergebnis der Untersuchungen der im Haus des Tatverdächtigen aufgefundenen Substanzen und das anschließende Verfahren müssten jedoch noch abgewartet werden, so der Polizeisprecher. Er dementierte damit einen Bericht der Oldenburgischen Volkszeitung (OV), nach dem der Giftleger bereits überführt sei. Der offenbar dringend Tatverdächtige ist – Überraschung! – ein Jäger, der in dem betroffenen Gebiet die Jagd ausübt. Das dürfte sich, wenn sich die Tatvorwürfe erhärten lassen, langfristig erledigt haben. Der Leiter des Hegerings Cappeln, Stephan Eilers, äußerte sich – etwas voreilig vielleicht – gegenüber der OV entsetzt darüber, dass der Beschuldigte Mitglied im Hegering ist. Der Tatverdächtige ließ sich sehr zügig auch ohne die vom Nabu geforderte “einstweilige Einziehung der Jagdscheine von allen im Revier tätigen Jägern” ermitteln. SE

Beitragsbild: Headline der OV mit der (zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch) Falschmeldung, dass der Giftleger überführt sei (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!