Schlagwort-Archive: Erlegung

Niedersachsen: Neue Ausnahmegenehmigung zur Entnahme des Rodewalder Rüden wird vorbereitet

Anfang vorvergangener Woche wurden im Landkreis Nienburg zwei Pferde gerissen, die mit acht weiteren Tieren auf einer Weide standen. Die Auswertung der DNA-Analysen hat einen Zusammenhang mit dem Rodewalder Rudel nachgewiesen. Die Prüfung des Rissvorfalls hat außerdem ergeben, dass das Rodewalder Rudel wie vermutet die problematischen Jagdtechniken zum Töten von ausreichend geschützten großen Huftieren vom Rüden GW717m übernommen hat und weiter anwendet. „Daher wird aktuell eine neue Ausnahmegenehmigung zur Entnahme des Rodewalder Rüden vorbereitet”, so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies am (heutigen) Mittwoch im Niedersächsischen Landtag.

Treten nach einer Entnahme weitere Übergriffe auf, kann jeweils ein weiteres Mitglied des Rudels bis zum Ausbleiben vom Schäden entnommen werden. Gegebenenfalls ist hierfür eine weitere Ausnahmegenehmigung erforderlich. PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Frankreich erlaubt Tötung von Wölfen zur Bestandsregulierung

+++ Heute: Informationsveranstaltung für Jäger zur ASP in Dresden +++

Schleswig-Holstein: AfD scheitert mit Antrag, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen

Im französischen Département Alpes-de-Haute-Provence ist ab 1. September das Erlegen von Wölfen zum Zweck der Bestandsregulierung erlaubt.  Dies habe der für das Wolfsmanagement zuständige Präfekt Stéphane Bouillon entschieden, nachdem er bei einer Ortsbegehung Wolfsschäden im Département besichtigt hatte, wie die Landwirtschaftszeitung Schweizer Bauer berichtet. Bisher habe der Wolfsmanagementplan der lediglich den Abschuss von 40 Wölfen “zur unmittelbaren Verteidigung” vorgesehen. Schäfer und Landwirtschaftsverbände begrüßten den Schritt als einen “ersten Erfolg”, dem weitere Schritte folgen müssten. Die Verbände fordern, dass Weidetierhaltern in Frankreich ermöglicht werden solle, ihre Herden ohne Einschränkungen mit der Schusswaffe gegen Wölfe zu verteidigen. Dies soll nach dem Willen der Verbände auch in Nationalparks gelten. Eine weitere Forderung ist die Freigabe von Nachtzielgeräten. Der Zeitung zufolge haben Wolfsangriffe auf Nutztiere in Frankreich von 2016 bis 2017 um 18 Prozent zugenommen. Der Wolfsbestand in Frankreich wird auf insgesamt ca. 430 Tiere geschätzt.

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Wolf: Kanton Wallis will Wolfshybriden abschießen lassen

Das Parlament des Schweizer Kantons Wallis hat am 15. Mai zwei Postulate gutgeheißen, die sich mit Wolfshybriden beschäftigen: In dem Postulat “Werden die Wolfshybriden entnommen?” geht es um  genetische Untersuchungen der Wolfspopulation in Frankreich: Bei Medienkonferenz am 22. November 2017 in Grenoble präsentierte die französische Landwirtschaftskammer demnach die Resultate von DNA-Analysen, die das deutsche Institut für forensische Genetik und Rechtsmedizin ForGen durchgeführt hatte. Von den entnommenen Proben konnten 60% ausgewertet werden. Es seien bei den verwertbaren Resultaten ausschliesslich Wolfs-Hunde-Mischlinge festgestellt worden, so der Text des Postulats.

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M-V.: Ab morgen Aufwandsentschädigung für jedes erlegte Wildschwein

Jäger in Mecklenburg-Vorpommern erhalten für jedes im Zeitraum vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. März 2019 erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms zur Reduzierung der Schwarzwildbestände im Land, das Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus Mitte Oktober 2017 auf den Weg gebracht hatte.

Darüber hinaus sieht die neue Vorschrift vor, beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern ebenfalls eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 25 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Schließlich ist der Einsatz ausgebildeter Jagdhunde nicht selbstverständlich, aber die revierübergreifende Zusammenarbeit in dieser Situation unverzichtbar“, sagte Minister Dr. Backhaus.

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Weidmannsheil! Brandenburger Jäger erlegen zehn Biber

Erstmals seit Inkrafttreten der Brandenburger Biber-Verordnung im Mai 2015 haben Jäger im Landkreis Märkisch-Oderland zehn zum Abschuss freigegebene Biber erlegt. Biber haben sich in Brandenburg wieder stark ausgebreitet und sind an vielen Gewässern heimisch. Die possierlichen Nager richten durch das Unterwühlen von Deichen, Straßen und Bahngleisen, das Aufstauen von Gewässern und die daraus resultierende Flutung landwirtschaftlicher Flächen und das Annagen und Fällen auch starker Bäume gravierende Schäden an. Wenn die Schäden untragbar werden, ist nach der Biber-Verordnung auch die “Entnahme” von Tieren vorgesehen. Bei der jetzt zu vermeldenden Jagd-Premiere auf Meister Bockert hatte der Gewässer- und Deichverband die Weidmänner beauftragt.

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