Schlagwort-Archive: Erlegerbilder

Frankreich: Paar postet Erlegerfotos und verliert Jobs

+++ Liechtenstein: Regierung genehmigt Konzept Wolf +++

Ein französisches Paar hat Erlegerbilder von einer Safari in Afrika gepostet, auf denen sie mit diversen erlegten Tieren wie Löwe, Leopard, Nilpferd, Antilope oder einem Alligator zu sehen sind. Dies löste eine Welle von Beleidigungen und Drohungen gegen das Paar in den sozialen Medien aus. Schnell wurde bekannt, dass die beiden in leitender Position in einem Supermarkt der Kette Groupe U in L’Arbresle (Département Rhône) arbeiteten, was Boykottdrohungen gegen den Supermarkt nach sich zog. Das blieb nicht ohne Folgen für das Jägerpaar: Auf Twitter und Facebook teilte das Unternehmen, bei dem die beiden beschäftigt waren, mit, dass die Veröffentlichungen der Supermarktleiter sowohl Internetnutzer als auch andere Mitarbeiter schockiert hätten. Die Veröffentlichungen stünden in totalem Gegensatz zu den Werten und Engagements des Unternehmens. Auch wenn es sich um private Aktivitäten der – ehemaligen – Mitarbeiter handele, verurteile das Unternehmen diese entschieden, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

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Namibia verbietet Veröffentlichung von Erlegerbildern im Internet

In einem Memorandum richtet sich der Namibische Umwelt- und Tourismusminister Pohamba Shifeta an Gastjäger und Einheimische. Er verbietet den Inhabern von Namibischen Jagdlizenzen, Bilder von erlegtem Wild in den sozialen Netzwerken zu posten. Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßen diesen Vorstoß. 

In einem gestern veröffentlichten Schreiben verweist der Namibische Minister für Umwelt und Tourismus auf das künftige Verbot, Fotos von erlegtem Wild in den sozialen Netzwerken einzustellen und zu verbreiten. Diese Bilder sind aus der Sicht von Minister Shifeta unethisch und werfen „ein schlechtes Licht auf das Ansehen der gut regulierten Jagd“ in seinem Land. In Zukunft ist das Verbot Bedingung zur Erteilung einer Jagderlaubnis. Es ist verboten, sogenannte „Erlegerbilder“ in anderer Form als zu rein privaten Zwecken zu nutzen.

Auf diesen Vorstoß aus Namibia reagiert der CIC erfreut: “Fragwürdige Erlegerfotos gehören nicht in die sozialen Medien. Wir haben häufig genug erlebt, welchen Schaden sie anrichten“, so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der Deutschen Delegation des CIC. „Erst am vergangenen Wochenende haben würdelose Bilder einer US-Amerikanerin mit einer in Südafrika erlegten Giraffe für massive Irritationen in den Medien gesorgt. Ich habe für solche Bilder kein Verständnis.“

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