Schlagwort-Archive: Erfahrungsbericht

Test: Jagdhose Deerhunter Rogaland

Es soll Leute geben, die der Meinung sind, dass eine normale Jagdhose (also eine ohne Spezialfunktionen wie Thermo oder Sauenschutz) keinen dreistelligen Betrag kosten muss, ja, nicht kosten darf. Begründet wird diese Auffassung üblicherweise mit der Schlichtheit, die die Jagdhose als Erzeugnis kennzeichnet und einen höheren Preis nicht wirklich rechtfertigt und der aus Erfahrung gewonnenen Einsicht, dass man jede Jagdhose, ob teuer oder billig, im Jagdeinsatz früher oder später kaputt kriegt. Irgendwann kommt schon das Dornengestrüpp oder der Stacheldraht, der das gute Stück in Fetzen gehen lässt, weshalb die Sparsamkeit gebietet, keine übertriebenen Summen dafür auszugeben. Die Anhänger dieser Auffassung pflegten lange auf die Bundeswehrhose zu setzen, die anscheinend jedoch den Weg der Jeanshose gegangen ist: Begleitete eine Jeans einen früher durch ganze Lebensabschnitte, mit jeder Wäsche unmerklich ausbleichend und lange Zeit durch Alterung nur ansehnlicher werdend, so ist daraus heute ein schon beim Kauf künstlich gealtertes Verschleißteil geworden, dass nach ein, zwei Saisons verbraucht und abgenutzt in die Altkleidersammlung wandert.

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Stil und Äktschn: Die Steel Action HS in der Jagdpraxis

Wie bewährt sich der neue Geradezugrepetierer Steel Action HS in der Jagdpraxis – JAWINA-Leser hunter69 hat die Waffe in der Drückjagdsaison wie auf dem Ansitz gründlich erprobt.

Ende 2016 rumorte es auf einschlägigen Internetseiten mit einer Ankündigung eines neuen Geradezugrepetieres namens Steel Action. Viel war zum Anfang nicht rauszubekommen, doch langsam lüftete sich etwas der Schleier und die ersten Bilder tauchten auf, mit der Ankündigung, dass die Vorstellung auf der IWA 2017 erfolge.

So weit so gut, liebäugelte ich doch gerade mit einem anderen Geradezugrepetierer eines deutschen Herstellers, der für Herzblut, Handwerk und korrekte Preise steht, anstatt mit gut gemachtem Marketing seine Produkte an die teilweise engstirnige Kundschaft zu bringen. Was mich aber an diesem Repetierer störte, war die sehr kleine Sicherung und der gewöhnungsbedürftige Handspanner. Das wurde schon besser und in einem von anderen Herstellern gelöst.

Nun kommt ein Büchsenmacher aus Köln daher und versucht den großen Machern der Branche die Stirn zu bieten. Geht ja wohl gar nicht! Doch genau mein Ding. Die Steel Action wurde auf der IWA vorgestellt (siehe auch hier), ein Kumpel war auf dem Stand und war begeistert. Nun gings ans Recherchieren. Telefon raus und Steel Action angerufen. Alle Fragen wurden kompetent beantwortet, Sonderwünsche na klar – kein Thema, aber diese wurden auch mal hinterfragt und korrigiert. Kaufentscheidung garantiert nicht heute und hier am Telefon, weil ich die Katze nicht im Sack kaufe.  Anstatt betretenem Schweigen kam vom anderen Ende ein kurzes „na klar, nehmen sie die Waffe ruhig in die Hand und schießen sie damit, sie werden begeistert sein.”

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Erfahrungsbericht: BMW X5 3.0d als All-in-one-Lösung für Alltag und Revier

JAWINA-Leser JG hat einen BMW X5 3.0d, erste Baureihe E53, EZ 2001 – noch mit fester Kraftverteilung zwischen Vorder- Hinterachse und somit ohne “XDrive”, sieben Jahre lang als Fahrzeug für Revier und Straße gefahren. Auf Wunsch der Red. hat er seine Erfahrungen mit dem luxuriösen Allradler für uns aufgeschrieben.

Allgemein:

Angenehmes Reisen, Platz, Raumgefühl, gute Zuladungsmöglichkeiten, starker, ruhig laufender Motor, angenehmes Automatikgetriebe, Fahrverhalten, Langstreckeneignung und Verbrauch lassen keine Wünsche offen.

Schon auf den ersten Blick weniger gut: die schlechte Übersichtlichkeit nach hinten. Dies und den etwas üppigen Wendekreis können andere 4×4-Fahrzeuge dieser Leistungs-/ Größenklasse besser.

Ärgerlich: Die mit dem Gewicht des Fahrzeugs besonders bei Schlechtwegeeinsatz überforderten Fahrwerkskomponenten, Querlenker, Stabistäbe, irgendwelche ausgeschlagenen Teile am Fahrwerk stellen sich schnell und regelmäßig ein. Arbeitszeitaufwand und Ersatzteilpreise liegen auf teils absurd hohem Niveau.

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Kurztest Ledlenser H14.2: Gute Lampe, durch Spielereien entwertet

Irgendeiner sagte am Jägerstammtisch einmal, die Ledlenser H14.2 sei ein gutes Beispiel für ein an und für sich gutes Produkt, das durch sinnlose elektronische Spielereien entwertet werde. Das bringt es ziemlich genau auf den Punkt. Gut an der Ledlenser H14.2: Sie arbeitet mit normalen Mignon-Batterien (eine Akku-Version gibt es auch), und sie ist wirklich sehr hell. “Passen Sie auf, dass hier nicht aus Versehen ein Flugzeug landet, weil es den Weg für die Landebahn hält”, rief mir ein versehentlich geblendeter Fußgänger – angestrengt kneistend und die Augen mit der Hand beschirmend – einmal zu. Der makellos ausgeleuchtete Lichtkegel lässt sich außerdem sehr gut fokussieren, das Vor- oder Zurückschieben der Vorsatzlinse ermöglicht stufenlose Verstellung von Flutlicht bis Laserschwert. Auch die sauber einrastende Verstellung des Leuchtwinkels, vergleichbar mit dem Wechsel von Abblend- auf Fernlicht, ist gefällig gelöst.

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