Schlagwort-Archive: Entenjagd

USA: Labrador löst Schuss aus – Jäger muss Bein amputiert werden

+++ Thüringen: Jäger findet Leiche +++ Sachsen: Jäger findet Leiche +++ Schleswig-Holstein: Nabu “nicht grundsätzlich” gegen Wolfsentnahme +++ Bayern: Von Jäger erschossener Hund war Jagdhund +++ Baden-Württemberg: Jungjäger werden Zeugen von Jagdwilderei +++ Schweiz: Referendum gegen EU-Waffenrecht +++ Brandenburg: Wolf streift durch Joachimsthal +++ Liechtenstein: Wolf durch Fotofalle nachgewiesen +++ Niedersachsen: Fünf Wolfsangriff in elf Tagen +++

Bei einer Entenjagd am Eagle Lake im US-Bundesstaat Mississippi hat sich ein folgenschwerer Jagdunfall ereignet: Einem Bericht des Clarion Ledger zufolge hatte sich eine Gruppe von Schützen am 28. Dezember zur Entenjagd an dem See verabredet. Morgens gegen 9.40 Uhr standen die Jäger um das Jagdfahrzeug, ein geländegängiges Quad, herum und schmiedeten einen Jagdplan. Dieser sah vor, zunächst ein Sumpfloch in der Nähe in Gruppen zu bejagen und sich danach wieder zu treffen. Einer der Jäger, Matt Branch, ein ehemaliger American-Football-Spieler, legte seine Flinte auf die Ladefläche des Quads und ging auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs zur Kabine, um noch einige Jagdutensilien einzuladen. Als ein weiterer Jagdgefährte, der Labrador-Retriever Tito sah, dass das Fahrzeug beladen wurde, sprang er auf die Ladefläche des Quads. Er suchte nach einem freien Platz, um sich abzulegen. Dabei trat er so unglücklich auf die Flinte, dass er die Sicherung löste und den Abzug betätigte.

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Ein hartes Urteil

Sylvester 2013. Fünf Freunde paddeln auf einen See im oberbayerischen Geisenfeld, um Enten zu jagen. Einem von den Männern gehören der Teich und das Boot. Es kommt zu einem Unglück, das Boot der Jäger kentert. Drei von ihnen können sich ans Ufer rettern, zwei ertrinken, ein 33 und ein 70 Jahre alter Mann sind tot. Ein tragisches Unglück? Die Staatsanwaltschaft sieht das anders. Sie spricht dem Teichbesitzer die Schuld an dem Tod der Ertrunkenen zu: Er hätte als Jagdveranstalter die Männer mit Schwimmwesten ausrüsten müssen. Dies unterlassen zu haben, bedeute eine schuldhafte Verletzung seiner Sorgfaltspflichten. Die Gefahr, zu kentern und im eisigen Wasser zu ertrinken, hätte ihm bewusst sein müssen. Das Boot sei überladen, der Bootsführer unerfahren gewesen. Ende 2014 verurteilt das Amtsgericht Pfaffenhofen den Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichem Eingriff in den Schiffsverkehr zu einer Geldstrafe von 19.600 Euro. Der Verurteilte weist die Schuld von sich, akzeptiert die Strafe nicht. Sein Anwalt spricht von einer Tragödie. Es habe keinen eindeutigen Veranstalter gegeben. Man sei halt aufgebrochen und losgerudert.

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Letztinstanzliches Urteil: Massenhaftes Aussetzen und Füttern von Enten ist rechtswidrig

Der 4. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat durch Beschluss vom 9. Juli 2015 (Az. 4 ME 66/15) entschieden, dass das von der Inhaberin des Jagdbezirks in Lüdersburg in der Vergangenheit praktizierte Aussetzen von 2.000 bis 4.000 Wildenten im Frühjahr eines jeden Jahres mit anschließender durchgängiger Fütterung bis zur Bejagung der ausgesetzten Enten zum Jahresende sowohl gegen die bei der Hege von Wild nach dem Jagdrecht zu beachtenden Anforderungen als auch gegen das Gebot artgerechter Fütterung verstößt, die vom Landkreis Lüneburg getroffenen Anordnungen zur Untersagung dieser Praxis aber fehlerhaft sind.

Die Inhaberin des Jagdbezirkes in Lüdersburg führt dort einen Betrieb mit Hotel, Golfplatz, Land- und Forstwirtschaft sowie ein Jagdgatter. Sie setzt jährlich an sieben Teichen nach kurzer Anzucht in Folientunneln einige Tausend Enten im Frühjahr aus und füttert diese über mehrere Monate bis zu ihrer Bejagung am Jahresende. In der Jagdsaison werden mehrere Entenjagden durchgeführt, bei denen jährlich ca. 2.000 Enten erlegt werden. Nachdem der Landkreis Lüneburg aufgrund von Hinweisen des NABU Mitte 2014 eine Untersuchung von Wasserproben der Teiche durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Auftrag gegeben und diese ergeben hatte, dass die Teiche einen viel zu hohen Nährstoffgehalt aufwiesen und ein „Umkippen” der Gewässer drohte, untersagte der Landkreis der Inhaberin des Jagdbezirks das Aussetzen der Enten sowie die Fütterung von Wasservögeln im gesamten Jagdbezirk und gab ihr auf, ein fachgutachterliches Konzept zur Sanierung der sieben Teiche erstellen zu lassen. Gleichzeitig ordnete er den Sofortvollzug an, d. h. die Anordnungen des Landkreises wurden sofort wirksam.

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Pack schlägt sich…

… Pack verträgt sich.

Ein unrühmliches Ende in Form eines gerichtlichen Nachspiels nahm eine Entenjagd im Oktober 2014. Ende April wurde der Fall vor dem Amtsgericht Viechtach (Bayern) verhandelt, wie der Viechtacher Bayerwald-Bote (VBB) berichtet: Auf einem Viechtacher Campingplatz saßen ein paar Campinggäste am Lagerfeuer zusammen. Der künftige Angeklagte hatte nach eigenen Angaben “gerade das vierte Bier in Arbeit.” Da tauchten zwei Jäger, 37 und 76 Jahre alt, am anderen Ufer des Flusses Regen auf und nahmen die dort dümpelnden Enten unter Feuer. Angeblich seien “Kugeln” auf dem Campingplatz eingeschlagen, die Camper hinter ihren Wohnmobilen in Deckung gegangen, es war (gähn) “wie im Krieg.” Der Angeklagte fuchtelte mit seiner Taschenlampe herum und forderte die Jäger auf, das Schießen einzustellen. Auf die (uns als durchaus gerechtfertigt und angemessen erscheinende) Antwort hin, er möge sich um seinen eigenen Scheiß kümmern, sprang der Mann in Klamotten in den Fluss und schwamm ans andere Ufer, wo die Angelegenheit ihren blutigen Fortgang nahm.

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Gericht verbietet massenhaftes Aussetzen von Enten

Es sind genau solche Dinge, die die Jagd in Verruf bringen und uns Jäger als Naturschützer unglaubwürdig machen: Über Jahre hinweg hatten die Betreiber eines Jagdgeheges alljährlich “mehrere tausend” Enten gekauft und auf sieben Teichen durchgefüttert, äh, “ausgewildert”. Naturschützer (So kommt der vermeintliche Gegensatz zwischen Jägern und Naturschützern zustande, der sich so trefflich zu Ungunsten der Jagd ausschlachten lässt…) hatten die Zustände aufgedeckt und die verheerenden Auswirkungen dieser Umtriebe auf die Gewässerqualität dokumentiert.

Ein Gericht hat diese Praxis jetzt untersagt. Der stellvertretende Vorsitzende der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst, Helmut Blauth, äußerte sich in der Hannoverschen Allgemeinen angewidert über diesen “Schießsport auf lebende Tiere, der mit Jagd nichts zu tun hat.” Natürlich wird jeder wirkliche Jäger es ablehnen, halbzahme Viecher abzuschießen. Schade, dass es offenbar genügend Ahnungslose oder sonstwie Minderbemittelte gibt, die den lukrativen Betrieb von “Jagdgehegen” ermöglichen. Im Interesse der Jagd wäre zu hoffen, dass den verbliebenen Jagdpuffs in Deutschland umgehend die Betriebsgrundlage entzogen wird. SE

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Bayern: Jäger ertrinkt bei Entenjagd

Ein 40 Jahre alter Jäger ist bei einer Entenjagd in der Nähe von Mötzing (Landkreis Regensburg) ertrunken. Der Mann soll dem Polizeibericht zufolge versucht haben, eine von ihm geschossene Ente selbst aus dem Brauneiser-Weiher zu bergen. Er schwamm etwa bis zur Mitte des kalten Gewässers und begann dann, um Hilfe zu rufen. Dies ereignete sich am vergangenen Donnerstag gegen 17.00 Uhr. Zeugen alarmierten Rettungskräfte, die den Leichnam erst nach längerer Suche gegen 19.00 Uhr bergen konnten. Die Kriminalpolizei ermittelt. Es soll geklärt werden, ob der Mann ertrunken ist oder aus anderen Gründen, z.B. an einem Herzanfall, starb.

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Jäger retten Schwan

“Hey, könnt ihr mal gucken, was mit dem Schwan da ist? Der kommt da nicht weg!”, schallte es über den See, den das Jawina-Hard-Core-Hunting-Team soeben mit zwei stolzen, rudergetriebenen Schaluppen zum Zweck der Entenjagd befuhr. Stimmt, da war was – aus dem Augenwinkeln waren mir auch schon die merkwürdigen ruckenden Bewegungen des Schwans aufgefallen, der vor dem Inselchen zur Linken scheinbar friedlich vor sich hin dümpelte. “Kurs Nord-Nordost, klar bei Oberbramstenge zum Rundbrassen”, erscholl also der Ruf an den Navigator, der seemännisch korrekt mit den Worten “Hinten oben zehn, Herr Kaleun”, antwortete.

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“Tausende” Enten ausgesetzt? “Komitee gegen Vogelmord” erstattet Anzeige

Die Jagdgegner vom “Komitee gegen den Vogelmord e.V.” beschuldigen Revierpächter im Kreis Kleve (NRW), “tausende” von Hochbrutflugenten in Gewässern am Niederrhein und im Münsterland ausgesetzt zu haben. Die Vogelschützer haben alle betroffenen Revierpächter wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie gegen Bestimmungen des Landesjagdgesetzes angezeigt. Die Pressesprecherin des Kreises Kleve bestätigte den Eingang der Anzeigen bei Unteren Jagdbehörde. Das Komitee gegen den Vogelmord hat auf seiner Internetseite eine “Dokumentation” veröffentlicht, auf der nicht nur von Enten überbevölkerte Gewässer, sondern auch massive Fütterungen zu sehen sind.

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Jagen mit Dachsbracken: USE ENOUGH DOG!

“Loisl! Loisl!!! Apport!!!!! LOISL, DU ARSCHLOCH, APPORT HAB ICH GESAGT!!!!” Während Loisls Herr am Ufer des Wassergrabens zum HB-Männchen mutiert, Puls und Blutdruck auf beängstigende Werte steigen, setzt Dachsbrackenrüde Loisl mit der die Rasse auszeichnenden Gelassenheit seine zersetzende Tätigkeit fort. Unbeeindruckt von Geschrei und Gefuchtel, die ihm zugedachten unziemlichen Bemerkungen großmütig überhörend, schwimmt er auf die apportierenden Vorstehhunde zu und nimmt ihnen mit der Ruhe und Bestimmtheit, die ein überlegenes Selbstbewusstsein verleiht, die Enten aus dem Fang, um sie ans gegenüberliegende Ufer zurückzubringen. Dort versteckt er sie, sicher verwahrt vor dem Zugriff zwei- und vierbeiniger Jagdkonkurrenten, im dichtesten und dornigsten Gestrüpp.

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Kalter Hund

Was beim Hundeeinsatz bei eisigen Temperaturen zu beachten ist, damit die Gesundheit des Vierläufers keinen Schaden nimmt.

Text und Fotos: Stephan Elison

Schon beim Zuschauen sprießt die Gänsehaut: Immer wieder stürzt sich die passionierte Hündin in den eisigen Tümpel, an dessen Ufer schon eine dünne Eisschicht glitzert und apportiert unermüdlich Ente um Ente. Danach noch einige Nachsuchen an Land, Raureif färbt das durchnässte Fell des Hundes weiß.

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