Schlagwort-Archive: Elfenbein

Bundestag: Grüne scheitern mit Antrag auf Importverbot für Jagdtrophäen

+++ Sachsen: Kurzhaar auf Giftköder-Suche +++ Schleswig-Holstein: Nächster Schießstand auf der Kippe? +++ Sachsen: Zaun überwunden – Wolf reißt Mutterschaf +++ Brandenburg: Jungrind fällt mutmaßlichem Wolfsangriff zum Opfer +++

Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit haben am Mittwochmorgen einen Antrag von CDU/CSU und SPD zum Artenschutz (19/10148) mehrheitlich angenommen. Eine Vorlage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/10186), die unter anderem ein Importverbot für Jagdtrophäen vorsah, fand keine Mehrheit. Die abschließende Beratung der Anträge im Plenum ist für Donnerstag ohne Debatte vorgesehen.

Beide Anträge enthalten unter anderem Forderungen zur anstehenden Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES). Die Konferenz hätte eigentlich vom 23. Mai bis 3. Juni 2019 in Sri Lanka stattfinden sollen. Das Treffen wurde aber in Folgen der Terroranschläge am Ostersonntag in dem Land verschoben. Die Konferenz soll nun vom 17. bis 28. August 2019 in Genf stattfinden.

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Konferenz gegen illegalen Wildtierhandel verabschiedet Massnahmenpaket

BMU sieht Fortschritte beim Kampf gegen den illegalen Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen

Auf einer internationalen Konferenz “Illegal Wildlife Trade Conference: London 2018” haben sich die Teilnehmer auf gemeinsame Maßnahmen gegen den illegalen Wildtierhandel geeinigt. Das teilt das Bundesumweltministerium (BMU) mit. Die Konferenz war die vierte ihrer Art und fand vom 11. bis 12. Oktober 2018 auf Einladung der britischen Regierung und des Königshauses statt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Ich freue mich, dass in London weitere konkrete Verabredungen getroffen wurden, die dem illegalen Wildtierhandel den Kampf ansagen. Dass sich jetzt auch Banken, Tourismus- und Transportunternehmen engagieren zeigt: Der illegale Artenhandel ist klein Blümchenthema, hier geht es um organisierte Kriminalität, die ganze Länder destabilisiert. Die Bundesregierung wird ihr hohes Engagement beibehalten. Wir zählen international zu den größten Geldgebern und unterstützen entsprechende Projekte mit etwa 200 Millionen Euro.“

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Wilderer töten 87 Elefanten in Botswana

Die Naturschutzorganisatione Elephants Without Borders (EWB) hat bei Zählflügen über Botswana die Kadaver von 87 frisch gewilderten Elefanten entdeckt. Außerdem fielen fünf weiße Nashörner den Wilderern zum Opfer, die die Tiere wegen ihres Elfenbeins verfolgen. Da erst die Hälfte der Zählflüge für 2018 abgeschlossen ist, erwarten die Experten von EWB, dass die endgültige Auswertung noch weitaus höhere Zahlen ergibt. In der letzten Dekade ist schätzungsweise ein Drittel der afrikanischen Elefantenpopulation von Wilderern abgeschlachtet worden, allein in den letzten fünf Jahren haben schwer bewaffnete Wilderertrupps 60 Prozent der Elefanten Tansanias getötet. Botswana galt bisher als vergleichsweise sicherer Ort für Elefanten, weil das Land eine kopfstarke und gut ausgerüstete Anti-Wilderer-Einheiten unterhielt. Doch der im Mai ins Amt gekommene neue Präsident Botswanas, Mokgweetsi Masisi, hat nur einen Monat nach seiner Wahl damit begonnen, die Behörde für Wildtiere und Nationalparks zurückzubauen. Die Anti-Wilderer-Einheiten werden stark verkleinert und müssen militärische Waffen und Ausrüstungsteile abgeben.

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Jagd auf das weiße Gold Sibiriens

In einer wirklich atemberaubenden Foto-Dokumentation hat der Fotograf Amos Chapple die Jagd nach dem Elfenbein der vor Jahrtausenden ausgestorbenen Wollhaarmammuts in Sibirien dokumentiert. Zu sehen ist die Foto-Story auf der Internetseite von Radio Free Europe. Wilderer ziehen los, um die Stoßzähne der Mammuts aus dem langsam auftauenden Permafrostboden zu bergen. Nur wenige sind erfolgreich, oft haben sie alles auf eine Karte gesetzt und Bankkredite für die Ausrüstung aufgenommen. Mit leistungsstarken Pumpen spülen sie das Erdreich mit Wasser aus, um an die Fossilien zu gelangen. Es locken gigantische Gewinne: Chapple hat eine Gruppe von Tuskern fotografiert, die für einen 65-Kilo-Stoßzahn 34.000 Dollar kassierten. Innerhalb einer Woche fanden sie drei weitere Stoßzähne, einer davon 72 Kilogramm schwer, so dass sich der Brutto-Verdienst in dieser Woche auf über 100.000 Dollar summierte – in einer Gegend, in der da Durchschnittseinkommen bei unter 500 Dollar pro Woche liegt. Zurück bleiben verwüstete und ausgeplünderte Landschaft in der unermesslichen Weite Jakutiens. SE

Beitragsbild: Der verlinkte und empfohlene Beitrag auf RFE. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Tansania: Wilderer schießen Wildhüter-Hubschrauber ab

In Tansania haben Wilderer am vergangenen Freitag einen Hubschrauberpiloten erschossen, der die Behörden des Landes bei der Verfolgung von Elefantenwilderern unterstützte. Der englische Pilot Roger Gower (37) arbeitete für den Friedkin Conservation Fund des amerikanischen Großwildjägers und Milliardärs Thomas H. Friedkin. Der Friedkin Conservation Fund unterstützt die Wildtier- und Jagdbehörden Tansanias im Kampf gegen Wilderer und führt kommunale Entwicklungsprojekte in ländlichen Gegenden des afrikanischen Landes durch. Der Friedkin Conservation Fund veröffentlichte auf seiner Internetseite einen Nachruf auf den Piloten. Er habe in Zusammenarbeit mit den Landesbehörden aktive Elefantenwilderer per Hubschrauber verfolgt. Er hatte die Kadaver dreier Elefanten entdeckt und umkreiste das vermutliche Versteck des Elfenbeins, als die Wilderer aus dem Busch sprangen und das Feuer eröffneten. Ein Projektil aus einer AK47 durchschlug den Pilotensitz. Ein zweite Person an Bord konnte den Helikopter noch landen, Gower starb jedoch, bevor Rettungskräfte eintrafen. Der Hubschrauber wurde schwer beschädigt zurück gelassen. Der überlebende Passagier wurde wegen kleinerer Verletzungen und eines Schocks infolge des Angriffs im Krankenhaus behandelt.

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