Schlagwort-Archive: Einstellung

In eigener Sache: Warum hier Schluss ist

Als ich Chance wahrnahm, eine Markhor-Jagd in Tadschikistan zu begleiten, stellte das unfreiwillige digitale Detox dort eine immense nervliche Belastung dar. Der Guide hatte uns versichert, dass es kein Problem sei, mit einer vor Ort erworbenen SIM-Karte schnelles mobiles Internet auch im Pamir zu haben. Da dies nach meiner Erfahrung in so ziemlich allen Ländern der Welt – außer in Deutschland natürlich – funktioniert, glaubte ich ihm. Aber dann – nichts. Angeblich hatte ein Schneesturm in den Bergen ein paar Funkmasten gekappt. Tagelang nicht online gehen, keine News bringen, keine Kommentare freischalten zu können nervte mich mehr, als ich gedacht hätte. Denn eigentlich gab es dafür ja keinen Grund. Der Jäger, den ich begleitete, brachte das mit an Brutalität grenzender Klarheit auf den Punkt: “Warum machst du dir denn so einen Stress wegen den Schmarotzern da draußen, die doch nur umsonst lesen wollen?”

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Tracker G400FI wird eingestellt

Mit dem G400 begann 2008 die Ära der Tracker Live Ortung ohne Reichweiten-Begrenzung, wie wir sie jetzt kennen. Die „Hintergrundortung“ – einfach starten und orten – wurde Standard. Mir begegnete das G400 auf einer Elchjagd in Finnland, die Folge war der erste Praxistest der Tracker Hundeortung in Deutschland, damals noch mit Nokia Smartphone und der Tracker Hunter 3 Software. Ich habe das G400 lange Jahre voller Zufriedenheit genutzt, bis ich es gegen ein neueres Modell eintauschte. Das G400 ist im südeuropäischen Raum heute noch das Maß der Dinge. Die erste Modernisierung kam 2013 mit dem G400i, das einen besseren GPS Empfänger erhielt. In 2014 folgte das G400FI – made in Finland und mit GPS und Glonass Positionsbestimmung. Seitdem gab es Detailverbesserungen, die sich nicht in neuen Bezeichnungen niederschlugen. 2018 soll das Tracker G400FI endgültig einen Ehrenplatz im Tracker-Museum einnehmen. Auf der Jagd & Hund in Dortmund dürfte sich so ziemlich die letzte Gelegenheit bieten, ein G400FI – vielleicht sogar zum Messe-Schnäppchenpreis – zu erwerben.

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BH schützt vor Schussverletzung – Verfahren gegen Jäger eingestellt

Das Verfahren gegen einen Jäger, der im August 2015 einen Schuss auf ein Wildschwein abgab, wobei durch einen Querschläger eine Radfahrerin im Brustbereich verletzt wurde (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wismar gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Metallbügel in dem BH, den die Radlerin trug, bewahrte sie damals vor schlimmeren Verletzungen. Der 54 Jahre alte Jäger hat die vom Gericht im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs verhängte Geldauflage in Höhe von mehreren hundert Euro bereits an die Geschädigte gezahlt. Damit seien die beschädigte Kleidung und ein Schmerzensgeld für die Radfahrerin berücksichtigt worden, erklärte eine Gerichtssprecher. Dem Jäger war vom Gericht vorgehalten worden, den Schuss ohne ausreichenden Kugelfang abgegeben zu haben. Er hätte auch die Gefahr durch Querschläger berücksichtigen müssen. SE

Beitragsbild: Bustier, Autor: Tranquil Garden, Quelle: Wikipedia, verööfentlicht nach Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“

Jagdunfall bei Heiligendorf: Verfahren eingestellt

Das Verfahren gegen einen 45 Jahre alten Jäger, der im Dezember 2015 einen befreundeten, 36 Jahre alten Mann durch einen Fehlschuss auf einer Drückjagd bei Heiligendorf (Niedersachsen) schwer verletzt hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wolfsburg gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2250 Euro eingestellt worden. Der Schütze hatte einen Frischling beschossen, der zwischen den beiden, in einem Abstand von etwa 50 Metern entfernt voneinander aufgestellten Jägern hindurch gewechselt war. Von den zwei abgegebenen Schüssen durchschlug einer die Heckscheibe eines Traktors (eines weit entfernt stehenden Traktors, wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet), das andere die Lunge des Geschädigten. Er klage noch heute über starke Schmerzen, berichtet die Zeitung. Nur eine Notoperation hat seinerzeit das Leben des Mannes gerettet. Ausgestanden ist die Sache für den Schützen damit nicht:

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