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Niedersachsen: Erlösen verboten – durch Wolfsriss verletztes Schaf muss sich stundenlang quälen

Wenn es stimmt, was der NDR hier berichtet, ist es eine Riesensauerei: In Vechta sollen Wölfe im Lauf der letzten vier Wochen nicht nur zwanzig Rinder und Schafe getötet haben, in einem Fall muss ein Wolf einen zwei Meter hohen (!) Zaun überwunden haben, um eine Schafherde zu attackieren. Ein Lamm wurde gerissen, ein Mutterschaf schwer verletzt. Der Züchter berichtet gegenüber dem NDR, dass das Tier stundenlang “mit heraushängenden Gedärmen” auf der Weide liegen bleiben musste. Er habe das Tier nicht von seinen Leiden erlösen dürfen, erst der Wolfsberater habe das Tier dann eingeschläfert.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf – Tierschutz gilt auch für Nutztiere (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Entwurf der WolfsVO liegt vor

Verordnung soll Vergrämung von Wölfen sowie Tötung von Problemwölfen, Wolfshybriden und verletzten Wölfen regeln

Der Entwurf zur Brandenburger Wolfs-Verordnung (WolfsVO) ist vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) an die Gremien zur Abstimmung übersandt worden. In dem Verordnungsentwurf (der der Red. vorliegt) wird die Vertreibung von Wölfen sowie der Umgang mit Problemwölfen, Wolfshybriden – also Mischlingen von Wölfen und Hunden – und schwerst verletzten Wölfen geregelt. Die beteiligten Verbände und Interessengruppen sind aufgefordert, “Anregungen und Bedenken zu dem vorgelegten Entwurf einer Wolfsverordnung bis zum 30. Juni 2017” zu übermitteln, wie es im Begleitschreiben heißt.

§ 1 der WolfsVO befasst sich mit dem Vertreiben von Wölfen: Demnach sollen Wölfe, “die sich Weidetierbeständen, die nach den Vorgaben der „Mindeststandards beim Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen“ des brandenburgischen Wolfsmanagements geschützt sind, bis auf weniger als 30 Meter annähern, mit dazu geeigneten Methoden und Geräten nach Maßgabe der §§ 3, 4 Absatz 1 und 5 vertrieben werden, sofern die Wölfe hierdurch nicht ernsthaft verletzt werden.”

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