Schlagwort-Archive: Einhandmesser

Deutschland wieder sicherer: Polizei entwaffnet Messerträger

Wieder ist Deutschland ein Stück weit sicherer geworden: Am Freitag um 10.45 Uhr betrat ein 47 Jahre alter Mann die Polizeidienststelle in Syke im niedersächsischen Landkreis Diepholz. Vorgeblich, um den Verlust seines Personalausweises anzeigen. Bei der Aufnahme der Verlustanzeige fiel dem diensthabenden Polizeibeamten auf, dass der Mann verbotenerweise ein Einhandmesser (Klappmesser mit Öffnungshilfe an der Klinge) in einer dafür vorgesehenen Gürteltasche mit sich führte – offenbar also ohne jedes Unrechtsbewusstsein. Der Beamte reagierte geistesgegenwärtig: Das Messer wurde sichergestellt, gegen den Messermann ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht eingeleitet. PM/red.

Beitragsbild: Einhandmesser (Archivbild). Foto: SE

IWA-Nachlese: Hochwertige Jagdmesser von Maserin

Die traditionsreiche italienische Messerschmiede Maserin stellte zur IWA 2018 eine Serie hochwertiger, schlichter Klappmesser für die Jagd vor: Die Maserin Nimrod Messer sind, je nach gewählten Griffmaterial – zur Auswahl stehen Carbon, GFK (G10) und Micarta – sehr schlank und leicht. Das Nimrod ist für ein Klappmesser aufgrund des übersichtlichen Mechanismus’ sehr gut zu reinigen. Die 9,5 Zentimeter lange Klinge besteht aus Böhler M390, einem pulvermetallurgischen Stahl der bei einer Rockwell-Härte von HRC 60 extrem hohen Verschleißwiderstand bei hoher Korrosionsbeständigkeit und sehr guter Schleifbarkeit verspricht. Leider, muss man sagen, weist das Maserin Nimrod aufgrund des Daumenlochs in der Klinge die Funktionalität eines Einhandmessers auf, weshalb die Verwendung in Deutschland aufgrund waffenrechtlicher Bestimmungen nicht gänzlich unproblematisch ist.  SE

Weitere Versionen des Maserin Nimrod. Foto: SE

Beitragsbild: Maserin Nimrod mit Micarta-Griffschalen. Foto: SE

Waffengesetz: Strafe fürs Frühstücksäpfel-Messerchen

Vielleicht ist es ja ganz gut, wenn sich zur Abwechslung mal Normalos in den Absurditäten des deutschen Waffenrechts verheddern. So wie es jetzt einem Personaldisponenten namens Uwe Scholz aus Girbirgsdorf in Sachsen widerfahren ist. Der Mann hatte, wie die Sächsische Zeitung schreibt, einen Trauerfall in der Familie erlitten und wollte sich beim Amtsgericht Görlitz über die Modalitäten der Nachlassregelung informieren. Der Wachmann im Foyer lässt Scholz vor dem Betreten seinen Arbeitsrucksack auspacken, das neben weiteren verdächtigen Gegenständen wie Brotbox, Thermosflasche und Taschentüchern ein Klappmesser mit einer 7,8 Zentimeter langen Klinge enthält. Das Verhängnis nahm seinen Lauf. Scholz’ Erklärung, er benutze das Messer zum Schneiden seiner Frühstücksäpfel, konnte ihn nicht vor Strafe bewahren.

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