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Niedersachsen: Schiessstand Waakhausen macht dicht

Der Schießstand Waakhausen bei Worpswede (Landkreis Osterholt) stellt den Betrieb zum 30.06. “auf Grund des öffentlichen Drucks” ein, wie der Betreiber auf der Internetseite des Schießstands mitteilt. Das “Gesamtkonzept für den nachhaltigen und umweltgerechten Betrieb der Schießanlage in Waakhausen” sei gescheitert. Durch die Schließung verlieren “nicht nur hunderte von Jägern ihre Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit und Schützen ihre Sportstätte, sondern auch zehn Mitarbeiter auf dem Stand und in der Gastronomie ihren Arbeitsplatz”, heißt es in der Bekanntmachung der Betreiber weiter. Mit dem Aus für den Schießstand Waakhausen steht auch die Jungjägerausbildung der Jägerschaften in Bremen und Osterholz auf der Kippe. Gegen den Schießstand hatte sich eine Bürgerinitiative gebildet, die vehement die Schließung des Schießstands forderte, wie die Wümme-Zeitung schreibt. Das Sanierungskonzept, das die Entsorgung der Altlasten und den Bau eines 20 Meter hohen Lärmschutzwalls vorsah, sei auf “erbitterte Gegenwehr” gestoßen.

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Bayern: Angeblich Auto mit Schrot getroffen – Ermittlungen gegen Teilnehmer der Treibjagd eingestellt

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die Teilnehmer einer Treibjagd sind von der Staatsanwaltschaft Landshut eingestellt worden. Am 17.11.2018 brachte eine 51-jährige Autofahrerin einen Vorfall zur Anzeige, wonach ihr Renault auf der A 92, auf Höhe der Anschlussstelle Landau/Isar, beim Vorbeifahren von Schrot getroffen worden sei. Zu dem Zeitpunkt, als die 51-Jährige gerade mit ihrem Fahrzeug an der Anschlussstelle Landau/Isar vorbeifuhr, fand auch eine angemeldete Treibjagd mit 26 Teilnehmern in der Nähe der Autobahn statt. Aufgrund der Beschädigungen am Fahrzeug sowie der Schilderung der Fahrerin nach ergab sich zunächst der Verdacht, dass diese von Schrot stammen könnten.

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BH schützt vor Schussverletzung – Verfahren gegen Jäger eingestellt

Das Verfahren gegen einen Jäger, der im August 2015 einen Schuss auf ein Wildschwein abgab, wobei durch einen Querschläger eine Radfahrerin im Brustbereich verletzt wurde (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wismar gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Metallbügel in dem BH, den die Radlerin trug, bewahrte sie damals vor schlimmeren Verletzungen. Der 54 Jahre alte Jäger hat die vom Gericht im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs verhängte Geldauflage in Höhe von mehreren hundert Euro bereits an die Geschädigte gezahlt. Damit seien die beschädigte Kleidung und ein Schmerzensgeld für die Radfahrerin berücksichtigt worden, erklärte eine Gerichtssprecher. Dem Jäger war vom Gericht vorgehalten worden, den Schuss ohne ausreichenden Kugelfang abgegeben zu haben. Er hätte auch die Gefahr durch Querschläger berücksichtigen müssen. SE

Beitragsbild: Bustier, Autor: Tranquil Garden, Quelle: Wikipedia, verööfentlicht nach Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“

Jagdunfall bei Heiligendorf: Verfahren eingestellt

Das Verfahren gegen einen 45 Jahre alten Jäger, der im Dezember 2015 einen befreundeten, 36 Jahre alten Mann durch einen Fehlschuss auf einer Drückjagd bei Heiligendorf (Niedersachsen) schwer verletzt hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wolfsburg gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2250 Euro eingestellt worden. Der Schütze hatte einen Frischling beschossen, der zwischen den beiden, in einem Abstand von etwa 50 Metern entfernt voneinander aufgestellten Jägern hindurch gewechselt war. Von den zwei abgegebenen Schüssen durchschlug einer die Heckscheibe eines Traktors (eines weit entfernt stehenden Traktors, wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet), das andere die Lunge des Geschädigten. Er klage noch heute über starke Schmerzen, berichtet die Zeitung. Nur eine Notoperation hat seinerzeit das Leben des Mannes gerettet. Ausgestanden ist die Sache für den Schützen damit nicht:

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Hessen: Jagdhund erschossen – Verfahren eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen einen Schützen, der auf einer Drückjagd bei Blessenbach (Landkreis Limburg-Weilburg) einen Jagdhund erschossen hatte, ist von der Staatsanwaltschaft Limburg eingestellt worden. Das berichtet mittelhessen.de. Der Hund blieb nach der Jagd verschwunden, zu seinem Verbleib konnte bzw. wollte keiner der Jagdteilnehmer etwas sagen. Am nächsten Tag fand der Hundebesitzer den Leichnam des Hundes: Mit Ästen verblendet, die GPS-Halsung abgenommen, ausgeschaltet und fortgeworfen. Vier Tage nach der Jagd meldete sich der Unglücksschütze – es war der Jagdkönig, er hatte die meisten Sauen auf der Jagd geschossen. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber mittelhessen.de erklärte, sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, weil die Schussabgabe fahrlässig, nicht vorsätzlich erfolgt sei. Zudem sei das Entfernen des GPS-Halsbands nicht als Diebstahl zu werten, weil der Täter es sich nicht angeeignet, sondern nur fortgeworfen habe. Ob sich aus dem Vorfall jagdrechtliche Konsequenzen ergeben steht noch nicht fest, es erscheint aber zweifelhaft. SE

Beitragsbild: Flinke Finger aufgepasst – hier bricht ein Jagdhund aus dem Mais, keine Sau. Foto: SE

Geköpfter Wolf: Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat das wegen einem geköpft aufgefundenen Wolf eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Der illegal getötete und dekapitierte Wolf war im Sommer 2014 an einer Landstraße bei Lieberose – unter einem Naturschutzschild – im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald entdeckt worden. Auf Anfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) erklärte die Staatsanwaltschaft, es hätten sich keine Zeugen gemeldet, die zur Aufklärung der Tat hätten beitragen können. Die Ermittlungen zu einem ähnlichen Fall, bei dem im Elbe-Elster-Kreis ebenfalls ein erschossener und geköpfter Wolf aufgefunden worden war, wurden wegen der schwierigen Spurenlage bereits vor einiger Zeit eingestellt. SE

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Bayern: Führende Alttiere geschossen, Verfahren eingestellt

Bei einer Drückjagd am Schliersee im oberbayerischen Landkreis Miesbach wurden im November 2014 drei Alttiere erlegt. Soweit die Fakten, die die Tegernseer Stimme berichtet. Es besteht der Verdacht, dass es sich um führende Alttiere gehandelt hat. Der Abschuss von Alttieren, die Kälber führen, ist eine Straftat – zu Recht, da die verwaisten Kälber in der Regel elend verkümmern. Nach der Drückjagd schrieb der zuständige Forstamtsleiter einen Brief, in dem er sich von einer Duldung der Vorkommnisse auf der Drückjagd distanzierte, es kam zu Strafanzeigen. Während ein Jäger die Anschuldigung dem etwas wirren Artikel in der Tegernseer Stimme zufolge einräumte, wurden die Verfahren gegen zwei weitere Schützen – nach Informationen der Zeitung beides hochrangige Beamte – eingestellt, und die Aufregung und Empörung unter den Jägern im Landkreis ist groß.

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