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EGMR-Urteil: Erste Anträge auf Befriedung erfolgreich

Das EGMR-Urteil vom 26.06.2012 (Beschwerdenummer 9300/07) ermöglicht es Privatpersonen, ihre einem gemeinschaftlichen Jagbezirk angehörenden Grundstücke aus ethischen Gründen befrieden zu lassen. Zur Umsetzung des Urteils wurde der neue Paragraph 6a ins Bundesjagdgesetz eingefügt. Unmittelbar nach dieser Gesetzesnovellierung gingen erste Anträge auf Befriedung bei den Jagdbehörden ein – die ersten wurden jetzt erfolgreich beschieden.

Die WAZ etwa berichtet vom Fall des vegan lebenden Kabarettisten André Hölscher, der seine zehn Hektar Wald und Wiesen im Münsterland erfolgreich „jagdfrei stellen“ ließ. Der LJV NRW äußert „große Sorge“ und verweist auf die Bedeutung flächendeckender Bejagung für Forst- und Landwirtschaft.

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Änerung des Bundesjagdgesetzes verkündet

Die nach dem EGMR-Urteil zur Zwangsmiktgliedschaft in Jagdgenossenschaften notwendig gewordene und am 28. Februar vom Bundestag beschlossene Änderung des Bundesjagdgesetzes ist heute im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Die Gesetzesänderung tritt damit am 6. Dezember in Kraft. Das Gesetz zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften ist hier nachzulesen. SE