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Gipfel der Dreistigkeit

Ein Kommentar von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, ursprünglich veröffentlicht als Leserkommentar zum Beitrag “Nabu: Energiepflanzen-Anbau gefährdet Artenvielfalt“, der auf einer Pressemitteilung des Nabu beruht.

Das ist ja der Gipfel der Dreistigkeit!

Wer hat denn vor gut 25 Jahren dafür gesorgt, dass es ein Erneuerbare-Energien-Gesetz gibt? Wer hat dieses Gesetz denn vor 16 Jahren so verändert, dass als Folge die Biogasanlagen auf Maisbasis tatsächlich wie die Pilze aus dem Boden schossen? 1960 wurden in ganz Deutschland keine 60.000 Hektar Mais angebaut, heute sind es jedes Jahr so etwa 2,5 Millionen Hektar! Dazu kommen noch ca. 1,5 Millionen Hektar Raps. Im Jahr 2012 musste Deutschland Brotgetreide importieren!!!

Damals wurden alle Bedenken, auch die lautstark von Jägerseite geäußerten, hinsichtlich der dramatisch negativen Folgen dieser riesigen Monokulturen für die Biodiversität  einfach ignoriert. Selbst ein Expertengutachten von 2007, das aus guten Gründen dafür plädiert,  Mais  nicht als Gärsubstrat zu verwenden, verschwand in den Schubladen der Ministerialbürokratie. Heute ist die Bescherung da, und nun beklagen sich die Brandstifter, weil es brennt.

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Kommentar: Ökodiktatorischer Wahnsinn

Ein Kommentar von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, ursprünglich erschienen als Antwort auf diesen Beitrag in Jawina bzw. diesen in der FAZ.

Es ist verdienstvoll, den ökodiktatorischen Wahnsinn dieser Art von “Energiewende” mal in griffige Zahlen gefasst zu haben. Damit muss auch dem letzten Menschen, der nicht gerade stumpfen Sinnes ist, wie anscheinend viele unserer “Volksvertreter”, nun endlich klar werden, wie absurd und zerstörerisch diese Art von “Energiewende” ist. Zerstörerisch übrigens in doppeltem Sinne. Einmal wird dem privaten Stromverbraucher das Geld in unvorstellbarer Menge aus den Taschen gezogen, was den sozialen Frieden in unserem Lande sicher bald gefährden wird, und andererseits wird das Geld in die Taschen weniger gestopft. Als Betreiber eines Windrades kann man gar nichts dagegen tun, man wird im Verlauf von zwei Jahrzehnten automatisch zum Millionär. Und so ganz nebenbei wird die Biodiversität im ländlichen Raum, die ohnehin unter der intensivierten Landwirtschaft extrem leidet, weiter zerstört. Die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung, wonach das Artensterben bis 2020 gestoppt werden soll, wird aufgehen – wenn auch nicht in der ursprünglich beabsichtigten Weise: Sondern einfach deshalb, weil bis dahin alles ausgestorben ist, was diesen Wahnsinn nicht verträgt.

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