Schlagwort-Archive: Drückjagd

Baden-Württemberg: Querschläger durchschlägt Fensterscheibe

“Einen ganz schönen Schrecken” habe eine Anwohnerin von Neuenbürg im Enzkreis am Donnerstag Nachmittag erlitten, meldet die Polizei: Gegen 13.45 Uhr vernahm die Frau in ihrer Wohnung in der Vogelsangstraße ein Schussgeräusch. Tatsächlich konnten die verständigten Beamten des Polizeireviers Neuenbürg ein Einschussloch in einer Fensterscheibe feststellen. Die Ermittlungen führten in den angrenzenden Wald, wo zu diesem Zeitpunkt eine genehmigte Treibjagd im Gange war. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde vermutlich das Geschoss eines Jägers abgelenkt und traf unbeabsichtigt die Scheibe. Eine Anzeige wegen einer fahrlässigen Straftat oder Verstoßes gegen das Waffengesetz wird geprüft. PM Polizei

Beitragsbild: Geschosse (Symbolbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Sau randaliert nach Drückjagd in Lauffen

Nach einer Treibjagd kam es in Lauffen (Kreis Heilbronn) am frühen Samstag Nachmittag zu mehreren Vorfällen mit Wildscheinen, wie die Polizei berichtet: Im Schlehenweg blieb ein Wildschwein mit dem Kopf in einem Gartentor aus Metallstäben stecken und kam nicht mehr heraus. Das kräftige Tier riss in seinem Kampf das gesamte Tor aus der Verankerung. Da die Gefahr bestand, dass die wild gewordene Sau sich befreit und unkontrolliert auf umstehende Anwohner losgeht, wurden diese von der Polizei aufgefordert in ihre Häuser zu gehen. Ein Erlösen des Tieres mittels Schusswaffe war aufgrund der örtlichen Lage nicht möglich. Es erforderte die Hilfe von vier ausgewachsenen Personen um die Sau unter dem Tor zu fixieren. Schließlich konnte sie nach längerem, kraftaufwändigen Kampf unter dem Eisentor festgehalten und fachmännisch durch den hinzugekommenen Jagdpächter getötet werden.

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Leise zur Drückjagd – Alter Schwede auf junger Amerikanerin

Vor fast drei Jahren kam die Browning BLR-Tracker bei uns auf den Markt. Zeit, sich mit der Waffe einmal näher zu befassen und generell eine Lanze für Brownings Unterhebelrepetierer zu brechen, findet Frank Martini. Ein Erfahrungsbericht.

Amerikanische Lever Action Repetierer sind bei uns auf Drückjagden zwar selten, aber in den letzten Jahren immer häufiger anzutreffen. Bei manchen Stand-, vor allem aber Durchgehschützen rsp. Hundeführern erfreuen sie sich als “Nahkampfinstrument” allmählich wachsender Beliebtheit. Kurz, schlank, führig und feuerstark – was will man “im Dicken” mehr? Das dachte auch ich mir vor etlichen Jahren und wollte es, zunächst leihweise, mal probieren. Dass meine Wahl seinerzeit auf eine Browning BLR 81 Lightweight fiel, war allerdings dem Zufall der Verfügbarkeit geschuldet – und von derartig überzeugenden Erfahrungen gekennzeichnet, dass ich mir im vergangenen Jahr selbst das jüngste Modell aus der Browning Lever Action Rifles (BLR) zugelegt habe: die “Tracker”.

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Luxemburg: Petition fordert Verbot von Bewegungsjagden

Innerhalb von nur zwei Tagen hat eine Petition, die ein Verbot von Bewegungsjagden in Luxemburg fordert, das erforderliche Quorum von 4500 Unterschriften nicht nur erreicht, sondern übertroffen: 5700 Petenten haben unterschrieben. Jetzt ist das Parlament verpflichtet, sich mit dem Verbot von Treib- oder Drückjagden auseinander zu setzen. Die Petition ist einem Bericht des Tageblatts zufolge von dem Luxemburger Mike Clemens gestartet worden, der Treibjagden für eine “antiquiierte” und “nicht mit dem Tierschutzgesetz in Einklang zu bringende” Jagdmethode hält. Tiere für die Bejagung durch Wälder zu treiben setze diese besonderem Stress aus und führe zu unnötigem Leid. Tiere seien keine Objekte, sondern sollten mit Respekt behandelt werden, so Bürger Mike Clemens.

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Baden-Württemberg: Bergwacht rettet Jagdhund

Bei einer vom Forstamt Rastatt am 14. Dezember im Staatswald auf der Gemarkung Gaggenau-Bad Rotenfels  (Landkreis Rastatt) veranstalteten Jagd kam es zu einer spektakulären Rettungsaktion: Ein Jagdhund, ein Parson-Russel Terrier namens „Andy vom Dachsfelsen“, war während der Jagd am Festungssteinbruch bei der Verfolgung von Wild abgerutscht und konnte sich dabei auf einen Felsvorsprung retten. Von dort gab es für den Hund jedoch kein Vor und Zurück mehr, da die Felswand unter ihm 25 Meter steil in die Tiefe abfiel und ihm auch nach oben steile Felsen den Rückweg versperrten.

Da das Kreisforstamt und die Teilnehmer der Jagd keine Möglichkeit hatten, den verängstigten und leidvoll bellenden Hund aus der Felswand zu befreien, wurde die Rettungsleitstelle im Landratsamt um Hilfe gebeten. Kurze Zeit später trafen Helfer der freiwilligen Feuerwehr Gaggenau / Abteilung Bad Rotenfels und Kletterer von der Bergwacht Baden-Baden am Unglücksort ein.

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Niedersachsen: Wildschwein rammt Polizeiauto und Seniorin

+++ Niedersachsen: Autobahnpolizei beschlagnahmt 100 Fasane +++ Baden-Württemberg: Nach Bissvorfällen drei Füchse gefangen und eingeschläfert +++ Berlin: Restaurant serviert Dachs-Ravioli – Peta empört +++ Luxemburg: Treiber durch Kugel verletzt +++ Sachsen-Anhalt: Wolf auf der B1 bei Genthin überfahren +++

Am Samstag (8.12.) geht um 10:52 Uhr bei der Polizei ein Notruf die Meldung über ein freilaufendes Wildschwein an der Bundesstraße 1 aus Hameln in Richtung Groß Berkel (Landkreis Hameln-Pyrmont) ein. In diesem Bereich fanden an diesem Tag mehrere Drückjagden statt. Es sei wahrscheinlich, dass der Schwarzkittel dadurch aufgescheucht wurde und vom angrenzenden Waldgebiet kommend, reißaus in Richtung Groß Berkel genommen hat, vermutet die Polizei. Auf einer Tankstelle sichtete eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Hameln das Tier, wobei das Wildschwein seitlich in den Streifenwagen lief. Schaden ist dabei nicht entstanden. Danach rannte das Tier quer über die Bundesstraße 1 und beschädigte die Schaufensterscheibe eines ortsansässigen Autohauses. Kurz darauf wurde das Tier auf einem nahegelegenen Discounterparkplatz gesichtet. Dort rannte es eine auf dem Parkplatz stehende 93-jährige Bürgerin aus Groß Berkel um.

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Brandenburg: Jäger durch Geschosssplitter verletzt

+++ Hessen: Demo gegen Drückjagd +++

Am Samstag ist auf einer Drückjagd bei Leuenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Höhenland im Landkreis Märkisch Oderland ein Jäger durch einen Geschosssplitter verletzt worden. Das meldet die Polizei. Demnach hat ein anderer Jäger ein Tier beschossen, ein Splitter traf den Geschädigten am Oberarm. Der Verletzte wurde noch am Samstag Abend im Krankenhaus operiert. Der Verletzte war nach Angaben der Polizei ein Mitglied der Jagdgesellschaft. Zum Zeitpunkt der Schussabgabe befand er sich auf einem Sitz. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen noch. red.

Beitragsbild: Deformierte Geschosse und Splitter. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser GU für den Hinweis!

Mecklenburg-Vorpommern: Pürzelprämie bis 2019 verlängert

Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse und Jagdhundeeinsätze werden fortgesetzt

Seit 1. Dezember 2017 erhalten Jäger in Mecklenburg-Vorpommern für jedes erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms der Landesregierung zur Reduzierung der Schwarzwildbestände in Mecklenburg-Vorpommern. Die im Sprachgebrauch der Jägerschaft als sog. Pürzelprämie bekannte Aufwandsentschädigung wird bis zum 31. März 2019 in gleicher Höhe gewährt.

Darüber hinaus sieht eine Änderung der diesbezüglichen Verwaltungsvorschrift vor, dass beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern rückwirkend vom 1. Oktober 2018 bis zum 31. Januar 2019 eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 35 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Hierfür soll der mit der Bestandsreduktion einhergehende Mehraufwand der Jagdhundeführer und ihrer vierbeinigen Helfer bei ihrem unermüdlichen Einsatz am wehrhaften Schwarzwild entschädigt werden. Ohne den Einsatz leistungsgeprüfter Jagdhunde lassen sich Wildschweine nicht effektiv bejagen“, sagte Minister Dr. Backhaus.

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Urteil: Stöberhundeführer sind in der Berufsgenossenschaft versichert

Stöberhundeführer sind bei Teilnahme an Drückjagden in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versichert, Unfälle bei dieser Tätigkeit werden als Arbeitsunfälle anerkannt. Das hat das Bundessozialgericht nun in letzter Instanz entschieden.

Die Pflichtmitgliedschaft in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ist für viele Jagdpächter ein Ärgernis: Exorbitant steigende Beiträge bei intransparenter Verwendung der Mittel, dafür darf man im Schadensfall die Leistung dann erst einmal durch alle Instanzen einklagen – so ungefähr ist Wahrnehmung. Umso erfreulicher ist es, dass die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (SVLFG) jetzt vor dem Bundessozialgericht in Kassel eine krachende Niederlage eingefahren hat. Verhandelt wurde der Fall eines bayerischen Jagdhundezüchters und Hundeführers, der im Jahr an etwa zehn Stöberjagden auf Schwarzwild mit seinen Hunden teilgenommen hat. Auf der Internetseite des Bundessozialgerichts wird der Fall wie folgt dargestellt:

“Der Kläger, ein selbständiger Versicherungskaufmann, züchtet und bildet Jagdhunde aus. Mit seinen Hunden ist er etwa zehnmal im Jahr in verschiedenen Jagdrevieren als Treiber tätig und nutzt diese Einsätze zur Werbung im Internet für die Hundeausbildung. Am Unfalltag leistete er Treibdienste für eine Schwarzwilddrückjagd der beigeladene fürstlichen Forstverwaltung. Für das Jagen in diesem Revier war ein bei der beigeladenen fest angestellter Berufsjäger verantwortlich. Der Kläger war, wie bereits zweimal zuvor, von der Jagdleitung angefordert und beauftragt worden, mit zwei Stöberhunden Schwarzwild aufzustöbern, heraus zu jagen und vor die Schützen zu bringen.

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NRW: Krankgeschossenes Wildschwein beisst Friedhofsbesucher

+++ Sachsen-Anhalt: Streit um Vorfahrt – Jäger soll Autobesatzung bedroht haben +++

Bei Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) hat am Samstag Mittag ein Wildschwein auf einem Friedhof in Dreis-Tiefenbach einen Mann ins Bein gebissen und verletzt. Danach flüchtete die Bache nach Siegen-Weidenau, von dort in den Stadtteil Bürbach und schließlich in den Stadtteil Hain, wo sie erneut Menschen attackiert haben soll. In der Nähe der Siegener Oberstadt ist die Sau dann von Polizisten erschossen worden. Das Wildschwein war auf einer Drückjagd krank geschossen worden, wie der WDR berichtet. red.

Beitragsbild: Bache (Archivbild). Foto: SE

Tracker Safety: Neue Tracker-Funktion erhöht Sicherheit bei der Jagd

Von einer “neuen Dimension von Jagdsicherheit” spricht der finnische Hundeortungsspezialist Tracker anlässlich der Vorstellung der neuen, patentierten Funktion Tracker Safety™. Diese ermöglicht es auf datenschutzkonforme Weise, auch Jagdteilnehmer auf dem Display zu sehen, die man nicht gespeichert hat und die nicht Mitglieder einer bestehenden Tracker-Gruppe sind.

Sicherheit ist das A und O bei größeren Gesellschaftsjagden, schreibt Tracker in einer aktuellen Pressemitteilung zum Start von Tracker Safety™: Bisher mussten Jagdteilnehmer, Treiber und Hundeführer auf lautes Rufen und Signalkleidung vertrauen, um ihre aktuellen Standorte zu übermitteln. Ein Verfahren, das auf weitere Entfernungen, in dichtem Gebüsch oder bei unsichtigem Wetter schnell an Grenzen stößt. Tracker Safety™ revolutioniert die Jagdsicherheit – neu und kostenlos für alle Teilnehmer. Tracker Safety™ ermöglicht es, alle aktiven Nutzer der Tracker-App im Umkreis von zwei Kilometern anonym auf der Karte darzustellen. Diese Funktion ist von Tracker Oy patentiert.

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Studie: “Tier und Kalb flüchten eher getrennt”

Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald erforschen Wissenschaftler der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt, wie eng die Bindung zwischen Tier und Kalb beim Rotwild ist. Auch wenn die Forscher betonen, dass es für jagdpraktische Konsequenzen noch zu früh, könnten die Ergebnisse massive Auswirkungen auf Jagdpraxis und Jagdgesetze haben.

Es sei kaum erforscht, “wie lang die Leine” zwischen Tier und Kalb sei, erklärte Ulf Hohmann, der Leiter der Forschungsgruppe Wildökologie am Montag anlässlich der Vorstellung erster Studienergebnisse im Rahmen einer Veranstaltung des Nationalparks. Die (Wunsch-)Vorstellung, dass Tier und Kalb grundsätzlich eng zusammenbleiben – und so zu erkennen sei, ob ein Tier führt oder nicht – ist demzufolge höchst zweifelhaft. Die im Nationalpark Hunsrück-Hochwald begonnene Forschungen deuten darauf hin, dass die Tiere gerade in Stresssituationen eher getrennte Wege gehen.

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NRW: Jagdgegner demolieren Auto

Vandalismus auch bei Peine (Niedersachsen) und Moschheim (RLP)

Jagdgegner haben am Samstag das Auto einer Treiberin demoliert, die bei Hünxe (Kreis Wesel) an einer Schwarzwild-Drückjagd zur Eindämmung der ASP-Gefahr teilgenommen hatte. Ein Unbekannter soll der NRZ zufolge dabei beobachtet worden sein, wie er mit einem Holzklotz die Frontscheibe des PKW einschlug, sowie Seitenspiegel und Motorhaube demolierte. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Die Drückjagd war Medienberichten zufolge im Vorfeld Landwirten, der Polizei und Anwohnern angekündigt worden. Daraufhin wurde der Jagdpächter, der CDU-Ratsherr Michael Helmich bedroht: Man habe angekündigt, die Fenster seines Hauses einzuschlagen, so RP online. Helmich, der auch Nabu-Mitglied und Wolfspate ist, erklärte gegenüber RP online, dass er “gerne das Gespräch mit den Jagdgegnern gesucht und dabei auch erklärt hätte, warum derzeit gejagt werden muss und warum der Abschuss von Wildschweinen so wichtig ist.” Aber das sei mit solchen Personen wohl nicht möglich.”

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Österreich: Jagdstörer von Polizei des Waldes verwiesen

Bei Gattendorf im österreichischen Bundesland Burgenland haben Tierrechts-Aktivisten eine Treibjagd gestört. Die drei “Tierschutz-Apostel”, wie die Kronen-Zeitung schreibt, drangen in den abgesperrten Bereich ein, “tobten sich an den Absperrungen der Jägerschaft aus” und rissen Warnhinweise ab. Auch sollen an der Jagd beteiligte Treiber von den Aktivisten gestört worden sein. Um die potenziell gefährliche Situation zu bereinigen, wurde die Polizei verständigt. Nach einer intensiven Suche entdeckten die Beamten den Hauptverdächtigen und seine Komplizen. Sie wurden aus dem Jagdgebiet eskortiert und erhielten einen Platzverweis. Die Jagd konnte danach erfolgreich fortgesetzt werden. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung (Screenshot).

Bayern: Rothirsch angeblich von zwei Hunden gehetzt – Tierschutzverein erstattet Anzeige

Bei einer Drückjagd der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Schliersee (Landkreis Miesbach) sollen zwei Hunde eine Rothirsch über die Reviergrenze hinaus bis in besiedeltes Gebiet gejagt haben. Der Hirsch kam bei dem Vorfall jedoch weder zur Strecke, noch zu Schaden, wie der Merkur berichtet. Dennoch nahm die Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal den Vorfall zum Anlass, Anzeige gegen die Verantwortlichen der Jagd zu erstatten. Der Polizei lag die Anzeige dem Merkur zufolge noch nicht vor. Forstbetriebsleiter Jörg Meyer erklärte gegenüber der Zeitung, dass es sich nicht um eine “böswillige Hetzjagd” gehandelt habe. Es sei nicht im Interesse des Forsts, dass Hunde überjagten und Wild in besiedelte Gebiete trieben. Ein Berufsjäger habe den Bereich abgesucht, um sicherzustellen, dass der gehetzte Hirsch sich nicht im Wald niedergetan habe. red.

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch. Foto: SE

Rehe zu Tode gehetzt? Reviernachbar zeigt Münchner Forstverwaltung an

Bei einer von der Münchner Forstverwaltung Anfang November veranstalteten Drückjagd sollen in der Meute jagende Hunde wiederholt Rehe gegriffen und niedergezogen haben. Dies behauptet der tz zufolge ein Fürstenfeldbrucker Reviernachbar, der Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Der Jäger äußerte der Zeitung gegenüber auch seinen Unmut darüber, dass die im Forst eingesetzten Hunde mehrfach die Reviergrenze überjagt hätten. Er habe mit ansehen müssen, wie die Hunde in seinem Revier die Rehe rissen und haben diese dann erlösen müssen. Das 160 Hektar große Forstrevier bei Jesenwang sei für Drückjagden zu klein.

Der Pressesprecher der Städtischen Forstverwaltung München verteidigte sich gegenüber der tz auf aufschlussreiche Weise: “Bei uns gilt Wald vor Wild”, sagte Pressesprecher Bernd Plank, es gehe “um den Erhalt des Waldes.” Daher müssten aus Zeitgründen neben der Ansitzjagd auch Drückjagden stattfinden. Die Hälfte der Rehe würde auf dem Ansitz erlegt, die Hälfte auf Drückjagden. Die zum Einsatz kommenden Hunde seien dafür ausgebildet. Die Abschussquoten müssten erfüllt werden, dies sei nur durch eine Kombination beider Jagdarten zu gewährleisten. red.

Beitragsbild: Erlegte Forstschädlinge. Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt- 60 Jagdwaffen sichergestellt

Bereits am Samstag gegen 15 Uhr ist ein 81 Jahre alter Jäger aus Niedersachsen tot in einem Waldstück bei Ballenstedt (Landkreis Harz) aufgefunden worden. Er hatte dort an einer Drückjagd in einem Privatwald teilgenommen. Die Todesumstände sind bislang ungeklärt, das Opfer wies eine tödliche Schussverletzung am Kopf auf. Die Polizei schließt einen Selbstmord bislang aus. Es sei unklar, ob es sich um einen Jagdunfall oder möglicherweise gar um ein Verbrechen handle. Die Jagdwaffen der ca. 60 Jagdteilnehmer wurden sichergestellt. Mit Hilfe ballistischer Gutachten soll nun geklärt werden, ob der tödliche Schuss aus der Waffe eines anderen Jagdgasts abgegeben wurde, und wenn ja, von welcher. Unklar sei bisher auch, ob der Schuss aus der Jagdwaffe des Opfers abgegeben worden sei. red.

Beitragsbild: Wald (Symbolbild). Foto: SE

SachsenForst wegen Absperrung bei Jagd angezeigt

Der Vorsitzende der Hegegemeinschaft Erzgebirge, Karsten Bergner, hat wegen einer am 11. Oktober im Revier Grumbach (Forstbezirk Neudorf, Revierteil Schindelbach)  veranstalteten Bewegungsjagd eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Verantwortlichen für diese Jagd eingelegt. Zur Begründung führt Bergner an, dass bereits am Vortag “die Reviergrenze des SBS- Reviers zum Bundesforst entlang der kompletten Eisenstraße von Mittelschmiedeberg bis fast an die B 174 auf einer Länge von 6 km durchgehend mit Warnband abgelappt” worden sei. Das Warnband habe sich z.T. direkt am Straßenrand, z.T. auch ca. 100 Meter im Bestand befunden. Die Absperrung sei bis zum Ende der  Jagd aufrecht erhalten worden. Damit liege, so Bergner, “klar ein Verstoß gegen § 19 Abs.1 Nr.3 BJG […] und gegen die gleichlautende Regelung des Sächsischen Jagdgesetzes vor.” Sogar Gewässer seien mit Warnband abgelappt worden , während “alle anderen Reviergrenzen,  z.B. zur Feldflur Großrückerswalde nicht mit Warnband gesperrt waren.” Bergner: Da gerade hier mit Besucherverkehr zu rechnen sei, “werde auch klar, dass die Absperrung mit Warnband nicht dem Schutz der Bevölkerung diente.”

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Bayern: CSU-Bundestagsabgeordneter wirft Staatsforsten “Ausrottungsstrategie” vor

Der bayerische CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein hat den Bayerischen Staatsforsten eine “Ausrottungsstrategie” und einen “überzogenen Abschuss von Gams- und Rehwild” vorgeworfen. Die Vorwürfe stehen in Zusammenhang mit einer Drückjagd im Staatsforstbetrieb Forchheim im Januar, bei der sechs Sauen und 61 Rehe erlegt worden waren, obwohl der Abschussplan für dieses Jahr nur 22 Rehe vorsah, von denen 19 bereits zum Zeitpunkt der Jagd bereits gestreckt waren. Der Jägerausschuss Oberfranken hat mittlerweile beantragt, dem Leiter des Forstbetriebs, Stephan Keilholz, sowie dem Jagdleiter wegen “schwerer Verstöße gegen die Grundsätze der deutschen Weidgerechtigkeit” den Jagdschein zu entziehen. Der Bayerische Jagdverband (BJV) und ein Tierschutzverband haben in seltener Einmütigkeit Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz erstattet, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Der Forstbetriebsleiter nimmt dem Bericht zufolge für sich in Anspruch, “dass er den dreijährigen Abschussplan bereits im ersten Jahr erfüllen könne.” Dieser Auffassung habe sich das bayerische Landwirtschaftsministerium in einem Schreiben an die zuständige untere Jagdbehörde angeschlossen: Diese Variante sei rechtlich grundsätzlich zulässig, in der Praxis aber eher selten.”

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DJV gibt Hinweise zur Sicherheit bei der Erntejagd

Wenn Landwirte auf den Feldern die Ernte einholen, bietet sich Jägern die Chance, vor allem Wildschweine zu bejagen. In der sonst dicht bewachsenen Feldflur ist die Erntejagd eine effektive Methode. Dabei steht die Sicherheit ganz vorn, Hinweise gibt der DJV.

Die Getreide- und Rapsernte bietet Jägern die Möglichkeit zur sogenannten Erntejagd. Nachdem die dicht bewachsenen Felder bisher wenig Chancen auf Jagderfolg boten, besteht von Juli bis Oktober die Gelegenheit, vor allem Wildschweine zu bejagen. Das ist wichtig, da die Schwarzwild-Population dank idealer Lebensbedingungen in der Feldflur stark wächst. Das Eingreifen in die Bestände ist auch aufgrund des Risikos der Afrikanischen Schweinepest notwendig, eine Seuche, die sich von Ost- nach Mitteleuropa ausbreitet und auch Hausschweine bedroht.

Sicherheit geht jedoch vor Jagderfolg: Jäger und Landwirte sollten Erntejagden eng abstimmen und sorgsam vorbereiten. Alle beteiligten Personen sollten aus Sicherheitsgründen gut und weithin sichtbar sein – idealerweise durch das Tragen von Warnwesten. Zur Planung gehört auch, Warnschilder an Straßen aufzustellen und an das Jagdgebiet angrenzende Pferde- oder Viehhalter zu informieren.

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Wieder einmal: Peta zeigt Drückjagd-Teilnehmer an

Die militante Tierrechtsorganisation Peta hat Anzeige gegen die Teilnehmer einer revierübergreifenden Drückjagd im Ennepe-Ruhr-Kreis (NRW) erstattet. Weil die Polizei die Teilnehmer nicht gleich ermitteln konnte, wurde Anzeige gegen die Vorsitzende des Hegerings Ennepetal als Organisatorin der Jagd eingeleitet, berichtet die Westfalenpost. Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt. Auf der Drückjagd waren 70 Wildschweine erlegt worden. SE

Beitragsbild: Streckelegen bei einer Drückjagd. Foto: SE

Hessen: Jagdhund erschossen – Verfahren eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen einen Schützen, der auf einer Drückjagd bei Blessenbach (Landkreis Limburg-Weilburg) einen Jagdhund erschossen hatte, ist von der Staatsanwaltschaft Limburg eingestellt worden. Das berichtet mittelhessen.de. Der Hund blieb nach der Jagd verschwunden, zu seinem Verbleib konnte bzw. wollte keiner der Jagdteilnehmer etwas sagen. Am nächsten Tag fand der Hundebesitzer den Leichnam des Hundes: Mit Ästen verblendet, die GPS-Halsung abgenommen, ausgeschaltet und fortgeworfen. Vier Tage nach der Jagd meldete sich der Unglücksschütze – es war der Jagdkönig, er hatte die meisten Sauen auf der Jagd geschossen. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber mittelhessen.de erklärte, sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden, weil die Schussabgabe fahrlässig, nicht vorsätzlich erfolgt sei. Zudem sei das Entfernen des GPS-Halsbands nicht als Diebstahl zu werten, weil der Täter es sich nicht angeeignet, sondern nur fortgeworfen habe. Ob sich aus dem Vorfall jagdrechtliche Konsequenzen ergeben steht noch nicht fest, es erscheint aber zweifelhaft. SE

Beitragsbild: Flinke Finger aufgepasst – hier bricht ein Jagdhund aus dem Mais, keine Sau. Foto: SE

Wegen Drückjagd: Jäger zeigen Münchner Forstverwaltung an

Wegen einer Drückjagd, die die Münchner Forstverwaltung am 12. Januar in einem Wald bei Jesenwang (Landkreis Fürstenfeldbruck) veranstaltete, haben zwei benachbarte Jagdpächter Anzeige wegen angeblicher Verstöße gegen das Jagdrecht erstattet. Das berichtet die Lokalzeitung Merkur. Die Reviernachbarn hatten berobachtet, wie Hunde ein Kitz von der Ricke trennten, niederzogen und schwer verletzten. Sie gaben an, dass sie das Stück hätten erlösen müssen, nachdem sie die Hunde verscheucht hätten. Der Pressesprecher der Münchner Statdtverwaltung, Bernd Plank, erklärte gegenüber dem Merkur, dass das Stück bereits durch einen Schuss verletzt worden sei, was auch bei sorgfältigster Schussabgabe passieren könne. Die Hunde hätten das Stück verfolgt, um es zu erlösen und eigentlich “einen guten Job” gemacht. Die Pächter halten dem entgegen, dass das fragliche Waldstück mit 160 Hektar viel zu klein sei, um Drückjagden durchzuführen. Es ließe sich praktisch nicht vermeiden, dass Hunde überjagen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Landkreis hebt Drückjagdverbot auf

Treib- und Drückjagden sind im Landkreis Vorpommern-Greifswald jetzt bis 2019 durchgehend erlaubt – Die Jagdverbote zwischen 11. Januar und 31. Juli wurden wegen Schweinepestgefahr ausgesetzt.

In einer Pressemitteilung des Landkreises heißt es dazu: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist als Untere Jagdbehörde auf die Ausnahme vom Verbot der Treib- oder Drückjagd bis zum 31.03.2019 im eigenen Zuständigkeitsbereich hin. Aufgrund der anhaltend hohen Gefährdung des Schwarzwildbestandes in Mecklenburg-Vorpommern durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz eine Allgemeinverfügung für das Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald erlassen.

»Grundsätzlich gilt normalerweise in der Zeit vom 11. Januar bis 31. Juli eines jeden Jahres ein Verbot der Jagdausübung in Form der Treib- oder Drückjagd. Mit der nunmehr geschaffenen Ausnahmeregelung werden die Jagdbezirke im Gebiet des Landkreises Vorpommern-Greifswald für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis zum 31. März 2019 komplett vom vorgenannten Treib- oder Drückjagdverbot freigestellt«, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim.

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Brandenburg: Pferd bei Drückjagd getötet

Bei einer Drückjagd in der Umgebung von Sieversdorf im Landkreis Oder-Spree ist ein Pferd bei einer Drückjagd getötet worden. Nach ersten Ermittlungen hatte der Schütze ein Stück Rotwild beschossen. Das Projektil sei beim Durchschlagen des Wildkörpers vermutlich abgelenkt worden, sagte der Jagdleiter der Märkischen OnlineZeitung. Das Pferd wurde an der Stirn getroffen und ist sofort verendet. Ein Tierarzt konnte nur noch den Tod des Pferds feststellen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, der Kadaver wurde zur weiteren Untersuchung ins Landeslabor Berlin-Brandenburg gebracht. SE

Beitragsbild: Pferd (beim Sandbad). Foto: SE

Baden-Württemberg: Drückjagd-Teilnehmer findet menschlichen Schädel in Dachsbau

Ein Jäger hat bei einer Drückjagd bei Hüfingen-Behla (Schwarzwald-Baar-Kreis) einen menschlichen Schädel in der Nähe eines Dachsbaus gefunden. Der Schädel dürfte schon längere Zeit an dem Fundort gelegen haben, er war stark mit Moos überwachsen und teilweise mit Erde überdeckt. Einem Bericht des Schwarzwälder Boten zufolge fehlt der Unterkiefer, ansonsten weise der Schädel jedoch keine Anzeichen von Gewalteinwirkung auf. Die Polizei sperrte den Fundort ab und stellte die menschlichen Überreste sicher. Weitere Teile des Skeletts wurden nicht gefunden. Die Polizei hofft, unter anderem mit Hilfe von DNA-Analysen die Identität des Toten aufklären zu können. Der Abgleich mit der Vermisstenkartei ergab bislang keine brauchbaren Hinweise. SE

Beitragsbild: Dachs in Dachsbau. Foto: SE

Unheimlich nah dran

Die folgende kleine Geschichte zunächst einmal aus meiner Perspektive: Rahmenhandlung: Eine Drückjagd in Brandenburg. Ich gehe mit dem Revierförster durch. Das Telefon des Försters klingelt. Ein Jagdgast ruft an: “Ja? Was? Nicht schlecht… Soll ich Ihnen jemand vorbeischicken? Nein. Gut. Na dann, alles Gute!” Telefonat beendet. “Der sitzt auf der 249”, sagt der Förster, “Das ist ein Erdsitz. Und an dem sind gerade in 20 Meter Entfernung sechs Wölfe vorbeigezogen. Fühlt sich wohl gerade ein bisschen unbehaglich.”

Auf der 249 saß an diesem Tag Eckhard G., ein allseits geschätzter Jagdgast, der seit vielen Jahren bei den Drückjagden hier dabei ist. Ich habe ihn gebeten, diese Nahbegegnung aus seiner Sicht zu schildern – hier ist seine Geschichte: “Erst kamen sie den Hang hoch. Sie zogen auf die Schneise, wo vor einer halben Stunde noch drei Rehe anwechselten. Auf der Schneise schoss ich ein Kitz. Genau fünf Meter hinter dem toten Stück überquerten die Wölfe die Schneise. Da machte ich mir schon Gedanken: Wenn sie mir mein Kitz wegnehmen, was dann? Soll ich es verteidigen? In die Luft ballern?” In Eckhards Nachricht steht hinter den Fragezeichen jeweils ein Smiley… “Nein, sie zogen alle sechs brav am toten Stück vorbei, dann um mich herum. Ich stand auf und machte noch Fotos im hohen Gras.

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Drückjagd nimmt böses Ende für zwei Jagdhunde

Eine Drückjagd am Samstag im Lebacher Wald im Saarland nahm einen schlimmen Ausgang für zwei beteiligte Jagdhunde: Ein vierläufiger Jagdhelfer wurde von einem Jäger durch einen Schuss versehentlich tödlich getroffen, während der Hund einem Wildschwein nachjagte. Gezielt hatte der Jäger auf das Wildschwein. Ein anderer Jagdhund verursachte auf der B 268 zwischen Lebach und Schmelz einen Verkehrsunfall. Der Hund wurde leicht verletzt. PM Polizei

Beitragsbild: Jagdhund (Symbolbild). Foto: SE

Schon wieder: Peta erstattet Anzeigen gegen Drückjagd-Teilnehmer

Erst vor wenigen Wochen hatte die radikale Tierschutzorganisation Peta Anzeige gegen die Teilnehmer einer Drückjagd in Mecklenburg-Vorpommern erstattet, was Verbände von Bauern und Jagdgenossenschaften dazu brachte, eine Überprüfung des Status der Gemeinnützigkeit der Organisation zu fordern. Jetzt spannen die Tierfreunde erneut die Justiz für ihre Zwecke ein: So ist gegen die Teilnehmer einer Drückjagd bei Wolfsburg Anzeige erstattet worden, wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, sowie gegen die Jäger, die sich an einer Drückjagd zwischen Viernheim und Hüttenfeld in Hessen beteiligt hatten, wie die Bürstädter Zeitung schreibt. SE

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Bauern und Jäger wehren sich gegen PETA

Überprüfung des Status der Gemeinnützigkeit gefordert

Nachdem die militante Tierschutzorganisation PETA ein weiteres Mal Anzeige gegen die Teilnehmer einer Drückjagd in Mecklenburg-Vorpommern erstattet hat, ohne konkrete Verfehlungen benennen zu können, schlagen Jäger und Bauern nun zurück: Wie der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern berichtet, fordern der Verband und der Arbeitskreis der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden “eine dringende Überprüfung des Gemeinnützigkeitsstatus der Vereinigung PETA.”

In der Pressemeldung des Bauernverbands heißt es weiter: “Mit ihrer haltlosen und pauschalen Kriminalisierung von Landwirten, Anglern und nun aktuell von Jägern zeigt PETA wiederholt, für welche Werte sie wahrhaftig steht. Es hat derzeit System, Jäger öffentlich anzuprangern. Die konkreten Umstände der jeweiligen Jagd spielen für PETA dabei keine Rolle. Stattdessen missbraucht die Organisation ihren Gemeinnützigkeitsstatus, beschäftigt mittlerweile in guter Regelmäßigkeit die Strafverfolgungsbehörden auf Kosten des Steuerzahlers und vergisst dabei nicht, kräftig für Spendengelder zu werben.

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Vegane Jagdbeute

Beim Durchgehen kommt man ja eher selten selbst zu Schuss, aber der mittels waffenloser Selbstversorgung erbeutete Beifang tröstet darüber hinweg – spätestens wenn die Spaghetti mit köstlicher Steinpilz-Rahmsauce begleitet von einigen Gläsern trockenem italienischen Weißwein (unser Sommelier empfiehlt: Orvieto Classico für 2,29 Euro die Bouteille) vertilgt werden.

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Sachsen-Anhalt: Jagdhund angefahren, Kennzeichen abmontiert, weitergefahren

Während einer Drückjagd am vergangenen Samstag bei Colbitz (Landkreis Börde) ist ein Kopov auf der B189 von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden, wie az-online berichtet. Zeugenberichten zufolge stieg der Fahrer des silbernen Golfs aus, montierte die Kennzeichen ab und setzte seine Fahrt fort. Ob der Wagen nun geklaut war, als Dienstwagen eines Drogenkuriers diente oder der Fahrer einfach nur besoffen war: Bislang konnte er leider nicht ermittelt werden. Ein Bekannter der der Hundebesitzerin, Sarah Elisa Olitzsch, hat glücklicherweise den Unfall beobachtet. Er eilte zur Unfallstelle, konnte den Unfallflüchtigen aber nicht aufhalten. Kopov Nick verdankt sein Leben vermutlich diesem Augenzeugen, er wurde schnell gefunden und in tierärztliche Behandlung gebracht. Er trug mehrere Hautwunden und ein offenes Kniegelenk davon. Sarah Elisa Olitzsch ist verständlicherweise stinksauer. Sie hat viele Fotos von Nick auf ihrer Facebook-Seite eingestellt. Sie schreibt:

BITTE TEILEN!

An den Mann, der gestern Mittag den Jagdhund auf der B189 zwischen Dolle und Colbitz angefahren, liegen gelassen und somit Fahrerflucht begangen hat… hoffentlich wirst du vom Karma bestraft!

Unfälle passieren. Aber du hättest wenigstens die Polizei oder den Besitzer anrufen können, anstatt deine scheiß Kennzeichen abzubauen und sich zu verpissen!

Jeder Hund wäre sofort tot gewesen, aber da wir ihn so schnell wie möglich finden und versorgen konnten, ist er wieder stabil.

Beitragsbild: Bilder vom angefahrenen Kopov Nick auf Sarah Elisa Olitzschs Facebook-Seite. Copyright: privat/facebook

Beginn der Drückjagdsaison

Herbstzeit ist Erntezeit: Nicht nur Pilzsammler sind in dieser Zeit im Wald unterwegs, sondern auch Jäger. Die Hauptjagdsaison hat begonnen. Der Deutsche Jagdverband bittet Waldbesucher, auf Warnschilder zu achten.

In der Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar erlegen Jäger einen Großteil der Rehe, Hirsche und Wildschweine. Damit sollen Schäden in Wald und Feld reduziert werden. “Die Bewegungsjagden im Herbst ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich zur Erfüllung des Abschussplanes bei. Doch Sicherheit geht vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden”, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die großräumigen Drückjagden können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reiter, Jogger und Spaziergänger sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Warnschilder und Absperrbänder unbedingt beachten und das Jagdgebiet meiden.

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DJV: Sicherheit vor Jagderfolg

Wenn im Herbst ein lautes „ Hop hop“ in den Wäldern ertönt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Hauptjagdsaison begonnen hat. Es gelten strenge Sicherheitsregeln.

Bei den alljährlich stattfindenden Drückjagden handelt es sich um Gesellschaftsjagden, für die strenge Sicherheitsregeln gelten. Grundlage sind die Unfallverhütungsvorschriften (VSG 4.4 „Jagd“) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. “Die Sicherheit von Jagdhunden und Jägern hat oberste Priorität. Sie steht vor Strecke machen”, so Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV).

Bevor der Jäger anwechselndes Wild ins Fadenkreuz nimmt, muss er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen. Das bedeutet beispielsweise, markierte Gefahrenbereiche zu beachten. Ein Schuss in Richtung von Personen, Autos und Siedlungen ist strengstens untersagt. Die Schützen sollten nach Bezug des Standes Kontakt zu Nachbarschützen herstellen. Die Waffe darf erst auf dem Stand geladen werden und muss nach Beendigung des Treibens sofort entladen werden.

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Wolfsburg: Jäger bei Treibjagd lebensgefährlich verletzt

Am Samstagvormittag wurde ein 34 Jahre alter Jäger bei einer Treibjagd in einem Jagdbezirk nördlich des Wolfsburger Ortsteils Heiligendorf lebensgefährlich verletzt. Während Rettungssanitäter den Wolfsburger ins Klinikum brachten, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Den bisherigen Ermittlungen nach schoss ein 44-jähriger Wolfsburger mit seinem Jagdgewehr während der Schwarzwildjagd um 10.55 Uhr auf einen aus einem Gehölz kommenden Frischling. Danach sei der in der Nähe stehende 34-Jährige von einem Geschoss im Oberkörper getroffen umgefallen, so ein Ermittler. Außerdem durchschlug ein Geschoss in die Heckscheibe eines ebenfalls in der Nähe befindlichen Ackerschleppers ein.

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