Schlagwort-Archive: Dr. Till Backhaus (SPD)

Backhaus: “Jäger ohne ersten Wohnsitz in MV dürfen hier derzeit nicht jagen”

Trotz der allgemein bekannten Regelungen zum Schutz vor der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus halten die Diskussionen über die Reisebeschränkungen in Deutschland an. Betroffen von der Landesverordnung sind auch Jäger, die ihren ersten Wohnsitz nicht in Mecklenburg-Vorpommern haben.

Dazu stellt der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus erneut klar: „Die Corona-Krise zwingt uns alle zu Opfern. Und ich appelliere an die Einsicht der Menschen, die in unser schönes Land reisen wollen, um hier der Jagd nachzugehen: Dies ist derzeit grundsätzlich nicht möglich. Reisen in unser Land sind Menschen die hier nicht ihren ersten Wohnsitz haben nur dann erlaubt, wenn die Reisen für die berufliche Tätigkeit zwingend erforderlich sind. Dies trifft für Jäger in aller Regel nicht zu. Auch können sich Jagdausübungsberechtigte aus anderen Bundesländern hier durch ortsansässige Jäger vertreten lassen, wenn es zum Beispiel darum geht, den Verpflichtungen aus der Jagdverpachtung nachzukommen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Minister Backhaus setzt neue Jagdzeitenverordnung in Kraft

Der Minister für Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat die Verordnung zur Änderung der Jagdzeitenverordnung und weiterer Verordnungen im Jagdrecht am 31.03.2020 unterzeichnet. Die Verordnung ist im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 11 vom 2. April 2020 (GVOBl. M-V S. 126) veröffentlicht und tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.

Mit Blick auf die anhaltende Kritik an der geplanten Änderung der Jagdzeitenverordnung wirbt der Minister für eine Versachlichung der Debatte: „Die Diskussion um die Reduktion der Wildbestände im Land und um Ethik und Moral der Jagd ist nicht neu. Sie bekommt aber in Zeiten des Klimawandels eine ganz andere Dimension. Deshalb war es wichtig und überaus erfreulich, dass wir uns mit Jägern, Forstleuten, Waldbesitzern und Umweltschützern am 22. November 2019 am Runden Tisch „Wald und Wild“ gemeinsam auf ein abgestimmtes Positionspapier einigen konnten, um dem Anstieg der Wildbestände im Land wirksam zu begegnen. Damit ist es uns gelungen, einen umfassenden Kompromiss der verschiedenen Interessengruppen zu erzielen“, erklärte der Minister.

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“Ein Minister auf dem Irrweg”

Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert die Verlängerung der Jagdzeiten in Mecklenburg-Vorpommern

Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April wird Mecklenburg-Vorpommern mit die längsten Jagdzeiten in Deutschland haben (JAWINA berichtete). Ob die Verlängerung der Jagdzeiten das richtige Mittel ist, um überhöhte Wildbestände abzubauen, stellt die Deutsche Wildtier Stiftung in Frage, so der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung, Hilmar Freiherr von Münchhausen.

Mit der neuen Verordnung beginnt die Jagdzeit auf Jährlinge beim Rot-, Dam- und Rehwild bereits am 16. April und soll bis zum 31. Januar andauern. „Die Deutsche Wildtier Stiftung begrüßt einen früheren Beginn der Jagdzeit auf einjähriges Rot- und Damwild, jedoch erst ab dem 1. Mai.“ Der Rehbock ist nach der neuen Regelung 9,5 Monate zum Abschuss freigegeben. Das ist ein Negativrekord, den Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich erreicht. „Das Management von Wild in unserer Kulturlandschaft und die Reduktion hoher Wildbeständen sind anspruchsvolle Aufgaben, die weit über das Totschießen von Wildtieren hinausgehen“, so Münchhausen. „Der Fokus auf die Verlängerung der Jagdzeiten bringt nicht die notwendigen Erfolge, wenn nicht alle jagdlichen Mittel vorher ausgeschöpft werden. Verlängerte Jagdzeiten führen zu mehr Störungen der Wildtiere mit der Konsequenz von scheuem Wild, das in den Wäldern steht und dort Bäume verbeißt.“

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Brandenburg: ASP-Schutzzaun auf dem Oderdeich

Brandenburg plant einem Bericht des Focus zufolge die Errichtung eines Schutzzauns gegen das Vordringen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) von Polen nach Deutschland. Bereits in den nächsten Tagen solle mit dem Bau begonnen werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Äußerung, die der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) auf der Jahresabschlusspressekonferenz getan haben soll. Demnach hat auch MV 50 Kilometer Elektrozaun angeschafft, um im Fall eines Kadaverfundorts den Fundort weiträumig absperren zu können. „Nach Einschätzung von Experten des Friedrich-Loeffler-Institutes befindet sich die Seuche in Westpolen in einer Phase des maximalen Wachstums. In den nächsten Wochen müssen wir daher mit stetig steigenden Fallzahlen sowie mit einer weiteren und vor allem schwer abzuschätzenden Ausbreitung des Geschehens rechnen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Jahresabschlusspressekonferenz.  red./PM

Beitragsbild: Oderdeich. Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Berufsjäger kritisieren Backhaus’ Öko-Jagdgesetz

Der Landesverband der Berufsjäger in Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat eine Stellungnahme  zum Positionspapier „Wald und Wild“ (JAWINA berichtete) veröffentlicht. Die Abschussvorgaben in dem Positionspapier halten die Berufsjäger für “einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und gegen das Jagdgesetz sowie gegen unsere Verantwortung zum Erhalt der Wildtiere als Mitgeschöpfe in unserer Kulturlandschaft.”

In der Stellungnahme der Berufsjäger heißt es: “Der Landesverband der Berufsjäger e. V. ist der einzige jagdliche Berufsverband in Mecklenburg-Vorpommern. Als solcher lehnen wir die Forderungen des Positionspapieres „Wald und Wild“ und auch die ausnahmslose Reduzierung der Schalenwildbestände ab.
Die Vitalität unseres Waldes definiert sich nicht aus der Quantität vorhandener
Schalenwildbestände. Sie ist vielmehr abhängig von klimatischen Bedingungen, einer
standortangepassten Baumartenwahl und einer fachgerechten Umsetzung naturgemäßer
Forstwirtschaft.

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LJV MV: Von wegen überrumpelt…

Der Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern hat seine Zustimmung zum Backhausschen Ökojagdgesetz zurückgezogen (JAWINA berichtete) und dies damit begründet, der LJV sei bei dem Runden-Tisch-Gespräch am 22.11. “überrumpelt” worden (JAWINA berichtete). Ein internes Papier lässt massive Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.

Denn einer internen Gesprächsnotiz aus den Kreisen des LJV MV (die der Red. vorliegt) zufolge, kamen bereits am 30.10. in der Geschäftsstelle des LJV MV einige Akteure zu einer Beratung zusammen, bei der genau die Themen erörtert wurden, um die es auch am 22.11. am von Minister Backhaus einberufenen Runden Tisch gehen sollte. Mit von der Partie waren “vom LJV die Herren Dr. Böhning, Röpert, Hube, Frau Ebel und Herr Voigt von der Landesforstanstalt die Herren Martens und Lange (zugleich Vorsitzender des obersten Jagdbeirats) von den privaten Waldbesitzern: Herr Dr. von Trotha und Herr Dr. Ahrendt.” LJV, Forst und Waldbesitzer kungelten hier also bereits eine gemeinsame Linie aus.

Grundlage der Beratung war “der Bericht des Landesforstbeirats an Minister Dr. Backhaus vom 29.06.16 zum Thema „Jagd und Wald – Wie sind waldverträgliche Wildbestände zu gewähr-leisten, welchen Einfluss können Waldbesitzer nehmen?“”, heißt es in der Gesprächsnotiz weiter. Im Fortgang des Dokuments wird festgehalten, welche Themen angesprochen wurden und auf welche Regelungen bezüglich neuer jagdgesetzlicher Regelung man sich “geeinigt” habe. Von einer Überrumpelung des Landesjagdverbands kann mithin überhaupt keine Rede sein – und von deutlicher Kritik der jagdlichen Interessenvertreter an den geplanten schalenwildfeindlichen Neuregelungen oder gar entschlossenem Widerstand dagegen schon mal gar nicht.

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LJV Mecklenburg-Vorpommern rudert zurück

Der LJV MV hat seinen Standpunkt “zum Runde Tischgespräch am 22.11.19 bei Minister Dr. Backhaus” in einer Pressemitteilung dargestellt. Demnach will der Verband die von Landwirtschaftsminister Backhaus (SPD) angeblich einvernehmlich erzielte Übereinkunft zur Ökologisierung des Landesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) nicht mittragen: “Wir halten an den gewachsenen und bewährten Jagd- und Schonzeiten des Wildes fest”, heißt es in der Erklärung.

Und weiter: “Mit der Wildbewirtschaftungsrichtlinie, den Hegegemeinschaften und Hegeringen haben wir fachliche Gremien und Regularien, um unsere Wildbestände nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu gehört auch, dass in wildreichen Gebieten über den Reduktionsabschuss eine Verringerung der Wilddichte erreicht wird.”

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Mecklenburg-Vorpommern: LJV will Öko-Jagdgesetz jetzt doch nicht zustimmen

Nachdem der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns verkündete, “im Einvernehmen mit den Interessenverbänden” die Ökologisierung des Landesjagdgesetzes erreicht zu haben, rudert der LJV MV zurück: Der Jagdverband fühle sich überrumpelt und habe seine gerade erst erteilte Zustimmung widerrufen, berichtet der NDR. Offenbar musste die Basis des Verbands dem Präsidium erst verklickern, welche und wessen Interessen ein Landesjagdverband zu vertreten hat. Jedenfalls will die Verbandsführung nun am Donnerstag bei Parchim zu einer Krisensitzung zusammenkommen. SE

Beitragsbild: Alter Hut. Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus reagiert auf Kritik zu Problemwolf GW924m

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus weist Vorwürfe, wonach er Informationen zu Wolfsrissen im Land zurückhalte oder verschleiere, aufs Schärfste zurück.

„Mein Haus informiert zu allen Themen unseres Zuständigkeitsbereiches umfassend und transparent. Auch über die Entwicklung der Wolfspopulation setzen wir die Bürgerinnen und Bürger in Kenntnis. Zuletzt geschehen Mitte Oktober dieses Jahres“, so der Minister.

Zum aus Schleswig-Holstein nach M-V gewanderten „Problemwolf“ GW924m nahm er wie folgt Stellung: „Am vergangenen Freitag haben wir im Zuge einer abgeschlossenen DNA-Untersuchung die Information erhalten, dass GW924m für einen Rissvorfall bei Grambow verantwortlich ist. Daraufhin haben wir uns unverzüglich mit der unteren Naturschutzbehörde, dem Landkreis Nordwestmecklenburg, in Verbindung gesetzt. Derzeit prüfen wir, inwieweit wir auch hierzulande eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilen werden.“

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Erleichterte Wolfsabschüsse: Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes passiert Bundesrat

Zusätzliche finanzielle Förderung für Weidetierhalter beschlossen

Der von der Bundesregierung formulierte Gesetzesentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hat heute den Bundesrat passiert. Die Änderung soll das Töten von Wölfen, die gut geschützte Nutztiere wiederholt reißen, erleichtern und rechtssicher machen. Dieser Vorstoß ist bei den Bundesländern mehrheitlich auf Zustimmung gestoßen. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus, der die Anpassung des betroffenen Paragraphen 45 des Bundesnaturschutzgesetzes maßgeblich vorangetrieben hatte, sprach in seiner Rede von einem „wichtigen Tag“ für die Weidetierhalter in Mecklenburg-Vorpommern und in anderen „Wolfsländern“.

„Beim Wolf gibt es für mich drei Grundsätze. Erstens: der Schutz des Menschen steht an erster Stelle. Zweitens: der Wolf ist eine geschützte Art und ein beeindruckendes Lebewesen. Und drittens – und da sind heute weitergekommen: die Weidetierhaltung darf nicht unter der Rückkehr des Wolfes leiden. Nur ein Miteinander erlaubt nachhaltigen Artenschutz“, fasste Minister Backhaus seinen Standpunkt zusammen.

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