Schlagwort-Archive: Dr. Dirk-Henner Wellershoff

Brandenburg: Worum es beim Streit zwischen Jagdverbänden und Wellershoff geht

In der vergangenen Woche ist die umstrittene Durchführungsverordnung zum Brandenburger Landesjagdgesetz (DVO) in Kraft getreten. Die Verordnung strotzt geradezu vor sachlichen und formalen Fehlgriffen, heftige Kritik gibt es aber auch an der demokratische Spielregeln missachtenden Art und Weise, wie die Oberste Jagdbehörde des Landes (OJB) die Verordnung durchgepeitscht hat (JAWINA berichtete). Außerdem hat die DVO zu einem offenen Zerwürfnis zwischen einigen Brandenburger (Kreis)Jagdverbänden und dem LJVB-Präsidenten Dirk-Henner Wellershoff geführt. Das Misstrauensvotum des JV Brandenburg/Havel brachte eine Eskalation, heftiger Gegenwind weht Wellershoff aus mindestens drei weiteren (K)JV – Frankfurt/oder, Rathenow und Bernau – entgegen. Unstrittig ist, dass die Entscheidung des LJVB, der DVO aus politischen Erwägungen heraus zuzustimmen, einstimmig in einer Sitzung des erweiterten Präsidiums – in dem die Vorsitzenden der (Kreis)Jagdverbände vertreten sind – gefallen ist.

Weiterlesen

Brandenburg: Klärendes Gespräch zwischen LJV-Präsident Wellershoff und JV Brandenburg

+++ Schleswig-Holstein: Erstes Wolfsrudel bei Lauenburg? +++

Der JV Brandenburg/Havel hat eine Pressemeldung mit dem Titel: “Unzufriedenheit der Mitgliederbasis mit Präsidenten des Landesjagdverbandes” herausgegeben, in der die Ergebnisse eines klärenden Gesprächs zwischen Wellershoff und dem JV Brandenburg/Havel (JV Bb/H) aus Sicht des JV Bb/H dargestellt werden. Anlass für das Gespräch war ein Brief, in dem der Vorstand des JV Bb/H dem LJV-Präsidenten das Misstrauen aussprach (JAWINA berichtete). Die Pressemitteilung des JV Bb/H. geben wir im Folgenden im Wortlaut unkommentiert wieder:

“Aufgrund des schriftlichen Misstrauensvotums vom 11.06.2019 seitens des Vorstandes des Jagdverbandes Brandenburg/Havel e.V. (JV BRB) gegenüber dem Präsidenten des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB), Dirk-Henner Wellershoff, bat dieser zu einem Gespräch. Dieses Gespräch fand am 26.06.2019 beim Vorstand des JV BRB in Reckahn statt.

Weiterlesen

Brandenburg: Frontalangriff auf Wellershoff

Jagdverband spricht LJVB-Präsident das Misstrauen aus

Der Jagdverband Brandenburg/Havel hat dem Präsidenten des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff, in einem auf den 11.06. datierten Schreiben das Misstrauen ausgesprochen. Dies erfolgt dem (der Red. vorliegenden) Schreiben zufolge aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Vorstands vom 05.06., basierend auf einstimmigen Beschlüssen der Mitgliederversammlung vom 22.02, wie es heißt.

In dem Brief wirft der JV Brandenburg/Havel Wellershoff “fehlendes Demokratieverständnis” vor, welches nicht länger hingenommen werden könne. Der Präsident sei laut § 9 der Satzung des LJVB “kein Organ dieses Verbandes, welches nach eigenem Gutdünken handeln könne, sondern […] an die Beschlüsse der Organe gebunden.”

Weiterlesen

Brandenburg: DVO Jagd – Gegenwind für Wellershoff und Vogelsänger

Jagdverband fordert Delegierte auf, Wellershoff nicht zum DJV-Vize zu wählen

Die Durchführungsverordnung zum Brandenburger Jagdgesetz schlägt weiterhin hohe Wellen: In einem Offenen Brief distanziert sich der Kreisjagdverband Frankfurt/Oder unter der Überschrift “Misstrauensvotum” von der Aussage, den Entwurf zur DVO Jagd mitzutragen.

Aus dem Brief des KJV Frankfurt/Oder an LJVB-Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff (Screenshot)

Weiterlesen

Protest gegen Zustimmung zur DVO: Prof. Pfannenstiel verlässt LJVB

Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel tritt aus dem Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) aus. In einem Schreiben an den Verband begründete der renommierte Wildbiologe seinen Entschluss wie folgt: “Einem Verband, der einer solchen DVO zustimmt, möchte ich nicht  mehr angehören. Hiermit erkläre ich meinen Austritt aus dem Landesjagdverband Brandenburg e. V. zum nächst möglichen Termin.” In einem Kommentar zu einem JAWINA-Beitrag hatte Pfannenstiel das Verhalten des LJVB, der der DVO trotz schwerster inhaltlicher und formaler Bedenken und nicht erfolgter Verbändebeteiligung einstimmig (!) zustimmte, als “schizophren” bezeichnet.

Hintergrund: Pfannenstiels Austrittserklärung – und der oben erwähnte Kommentar – dürften als Reaktion auf den Brief vom 28.05. des LJVB-Präsidenten Dirk-Henner Wellershoff an den Brandenburger Landwirtschaftsminister Vogelsänger aufzufassen sein. Darin heißt es:

Weiterlesen

Wellershoff: “Wölfe ins Saarland umsiedeln”

+++ Thüringen: Weiterer Wolfshybrid erlegt +++

Mit einem praxisgerechten Vorschlag meldet sich der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) , Dirk-Henner Wellershoff, in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zu Wort: In einem Interview mit dem Blatt schlägt Wellershoff vor, überzählige Wölfe aus Brandenburger Landen in Gegenden zu bringen, wo es noch keine gibt, “zum Beispiel ins Saarland oder nach Hessen”. Man müsse “die nicht umbringen.” An ihrem neuen Zielort angekommen sollten die Wölfe dann nach dem Willen Wellershoff “ausgebürgert” werden, was vermutlich heißen soll, dass sie nicht in ihre Brandenburger Heimat zurückkehren dürfen, falls sie in Hessen oder dem Saarland Probleme machen. Reaktionen Brandenburger Weidetierhalter bzw. von deren Kollegen aus dem Saarland oder Hessen liegen bislang nicht vor. Desweiteren spricht Wellershoff in dem Interview über den Schwenk von “Wald mit Wild” zu “Wald vor Wild” der Brandenburger Landesforst, die Zusammenführung von Forst- und Jagdbehörde und die Konsequenzen daraus, sowie die Bogenjagd und die Probleme bei der Wildschweinbejagung. SE

Beitragsbild: Headline des Interviews mit Wellershoff in der MAZ (Screenshot).

Brandenburg: “Schwere Zeiten für das Wild”

+++ Brandenburg: Wolf reißt Mutterschaf Lämmer aus dem Bauch +++ Thüringen: Radfahrer bei Kollision mit Alttier schwer verletzt +++

Nach dem Zusammenschluss von Oberster Jagd- und Forstbehörde in Brandenburg unter der Ägide schalenwildfeindlicher Forstleute verschärft sich, wie zu erwarten, der Konflikt um die Jagd. Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) richtet sich jetzt mit einem Offenen Brief an seine Mitglieder und appelliert an die Landesregierung, bei bevorstehenden Jagdrechtsänderungen die Belange der Wildtiere und Jäger zu berücksichtigen.

Wir dokumentieren den Offenen Brief im Wortlaut:

Liebe Jäger im Landesjagdverband Brandenburg e.V.,

seit wenigen Monaten ist die Oberste Jagdbehörde der Obersten Forstbehörde im Referat 34 zugeordnet.

Der jagdliche Schwerpunkt im Land liegt nunmehr ausschließlich auf der Reduzierung von Schalenwild, Wald vor Wild soll im ganzen Land konsequent umgesetzt werden. Unserem Rot-, Dam-, Reh- und Muffelwild stehen schwere Zeiten bevor. Hegegemeinschaften sollen zu Abschussgemeinschaften verkümmern oder werden durch Gruppenabschüsse mit Mindestabschuss in möglichst allen Altersklassen ersetzt.

Weiterlesen

Forum Natur Brandenburg: “UMK muss beim Wolf die Handlungsunfähigkeit überwinden”

Anlässlich der am heutigen Mittwoch beginnenden Umweltministerkonferenz (UMK) weisen die Mitgliedsverbände im Forum Natur Brandenburg (FNB) auf den dringenden Handlungsbedarf für eine Neuordnung des Wolfsmanagements im Bund wie auch im Land hin. Der Bund ist aufgerufen, schnellstmöglich eine Reihe von rechtlichen Fehljustierungen zu korrigieren, die sich aus der Umsetzung der FFH-Richtlinie in nationales Recht ergeben, fordert das FNB: „Wenn der Bund die Länder weiterhin alleine lässt und ihnen nicht den notwendigen Handlungsspielraum für ein aktives Wolfsmanagement gibt, wird die Rückkehr der Wölfe in einem Desaster für den Wolf und die Weidetierhaltung enden“, stellt Gernot Schmidt, Vorsitzender im Forum, mit Verweis auf die dramatisch ansteigende Zahl von Nutztierrissen klar. Dass die Politik dabei dieselben Fehler wiederhole, die sie schon bei Kormoran und Biber gemacht habe, sei besonders unverständlich.

Weiterlesen

Brandenburg: LJV-Präsident nimmt Geschäftsführer in Schutz

Nach dem Rücktritt von LJVB-Präsidiumsmitglied Udo Appenzeller (JAWINA berichtete) und dem daraufhin verfassten Brandbrief der AG Junge Jäger im Landesjagdverband Brandenburg (LJVB), hat LJVB-Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff in einem Schreiben an das erweiterte Präsidium des Verbandes scharfe Kritik an der nicht nur verbandsintern geführten Diskussion geübt. Er sei “tief erschüttert über die gewählte Form der Diskussion, Probleme in öffentlichen E-Mails und über Online-Foren zu führen.” Dies sei  verbandsschädigendes Verhalten und “keineswegs die von den Beteiligten so vehement geforderte offene Kommunikation in einem konstruktiven Dialog.” Der Inhalt der E-Mails sei persönlich beleidigend und diffamierend. Die AG Junge Jäger habe in den letzten Monaten keinen Versuch unternommen, mit dem Präsidenten oder dem Geschäftsführer zu sprechen, auch habe diese sich nicht “zum Antrittsbesuch bei dem Geschäftsführer einmal persönlich vorgestellt.” hätte. Da sei “ein offener Brandbrief sicher nicht der richtige Weg, Gehör zu finden.”

Weiterlesen

Brandenburg: LJV-Vorstandsmitglied tritt zurück

Udo Appenzeller, seit fünf Jahren im Vorstand des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandsposten zurückgetreten. In seiner Abschiedsmail erhebt Appenzeller schwere Vorwürfe gegen den LJVB-Präsidenten Dirk-Henner Wellershoff und den erst seit kurzem amtierenden LJVB-Geschäftsführer Matthias Schannwell. Früher habe es “im Präsidium einen stets vorwärts gerichteten Teamgeist” gegeben, schreibt Appenzeller, alle Mitglieder hätten gleichberechtigt und erfolgsorientiert an einem Strang gezogen: “Der Präsident war einer von uns und für uns da.” Die Arbeit habe allen Spaß gemacht. “Nunmehr”, so Appenzeller weiter “stehen  wir vor einem Scherbenhaufen, das Präsidium ist gespalten, einige Mitglieder des Präsidiums hatten
schon vor Monaten mit dem Gedanken gespielt, “hinzuschmeißen”.

Weiterlesen

Tagespresse berichtet über Wolfsfake

Wellershoff bedauert Weitergabe der Falschnachricht

Die Tageszeitung Lausitzer Rundschau berichtet über die Falschnachricht über ein angebliches Wolfsopfer in Polen. (JAWINA berichtete). LJVB-Pressereferent Tino Erstlin räumt in dem Beitrag ein, dass LJVB-Präsident Wellershoff einer Fake-News aufgesessen sei und diese weiterverbreitetet habe. Der Landesjagdverband plane nun, eine Richtigstellung an seine Mitglieder zu versenden, heißt es in der Lausitzer Rundschau. Der LJV-Präsident bedaure die Weitergabe der Falschmeldung, die er aus einer Quelle erhielt, die er für vertrauenswürdig gehalten habe.

Auch die Internetseite Finanzen.net griff das Thema in einem Kommentar auf. Darin heißt es: Fakt und nicht Fake ist: Fake-News stinken. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten und zitierten Beitrags in der Lausitzer Rundschau. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

“Generelles Verbot halbautomatischer Waffen verhindert keine Straftaten”

Der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff hat einen offenen Brief an Axel Vogel, Vorsitzender der Fraktion von Bündnis90/ Grüne im Brandenburgischen Landtag geschrieben. Wellershoff setzt sich darin mit der Forderung nach einem generellen Verbot von halbautomatischen Jagdwaffen auseinander. Im Folgenden der offene Brief im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Vogel,

in Ihrer Pressemeldung vom 25. Juli fordern Sie im Namen Ihrer Fraktion das generelle Verbot halbautomatischer Waffen. Als Begründung verweisen Sie auf die tragischen

Ereignisse in Paris, Orlando und München. Auch mich als Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, der rund 9.600 Jägerinnen und Jäger und somit legale Waffenbesitzer vertritt, treibt die Sorge um die Sicherheit und den Schutz vor Straftaten mit terroristischem Hintergrund um. Die von Ihnen geforderten Maßnahmen gehen jedoch klar am Ziel vorbei. Ein generelles Verbot halbautomatischer Waffen oder die zentrale Lagerung von Waffen sorgt nicht für zusätzliche Sicherheit. Das eigentliche Ziel, die Terrorismusbekämpfung, wird damit nicht erreicht. Lassen Sie mich dies im Einzelnen näher ausführen.

Weiterlesen