Schlagwort-Archive: Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW)

Bundesrat fordert jährlichen Bericht über Wolfsbestand

+++ Sachsen: Porsche gegen Reh – 50.000 Euro Schaden +++ Schweiz: Kormoranjagd auf dem Neuenburgersee eröffnet +++

Massiver Einbruch bei der Zahl der Wanderschäfereien – 220.000 Euro pro Jahr für die DBBW

Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, zukünftig einen jährlichen Bericht über den gesamten Wolfsbestand zu erstellen, der die Verbreitung der Wölfe in den Ländern und biogeographischen Regionen darstellt. Auch soll der Bericht eine Beurteilung des Erhaltungszustands beinhalten. Das hat die Länderkammer in einer Stellungnahme zum von der Bundesregierung geplanten “Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes” formuliert.

Mit dem Gesetzesentwurf will die Bundesregierung den Abschuss von Wölfen in bestimmten Fällen erleichtern. Der Entwurf sieht vor, im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) einen neuen Paragrafen 45a aufzunehmen. Darin will die Bundesregierung unter anderem regeln, unter welchen Bedingungen Wölfe nach Rissen von Nutztieren abgeschossen werden dürfen. So soll in Fällen, in denen Nutztierrisse nicht einem Einzeltier zugeordnet werden können, der Abschuss von einzelnen Mitgliedern eines Rudels “bis zum Ausbleiben von Schäden” fortgesetzt werden dürfen.

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DBBW: Wolfsschäden nehmen innerhalb eines Jahres um 66 Prozent zu

DBBW-Bericht zu wolfsverursachten Schäden 2017 veröffentlicht

Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat den “Bericht zu wolfsverursachten Schäden, Präventions- und Ausgleichszahlungen in Deutschland 2017” veröffentlicht. Demnach ist eine massive Zunahme der durch Wölfe verursachten Schäden zu verzeichnen: Die Anzahl der Nutztierrisse stieg um 66 Prozent auf 472 dokumentierte Fälle, die Anzahl der getöteten, verletzten oder unauffindbaren Tiere erhöhte sich um knapp 55 Prozent bzw. auf 1667 Tiere. Viele Tierhalter melden Wolfsrisse jedoch nicht (mehr), entweder weil sie erwarten, keine Entschädigung zu erhalten und/oder weil das Antragsverfahren langwierig, aufwändig und bürokratisch ist. Für Präventionszahlungen wurden im Jahr 2017 1.324.956 Euro  aufgewendet, für Ausgleichszahlungen 187.894 Euro.

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DJV kritisiert Dokumentationsportal des Bundes zum Wolf

Ein unter Federführung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) eingerichtetes Internetportal gibt jetzt Auskunft über die aktuelle Entwicklung der Wölfe in Deutschland (JAWINA berichtete). Allerdings fehlen weiterhin konkrete Maßnahmen bei konfliktträchtigen Themen, kritisiert der DJV.

15 Monate nach Einrichtung einer sogenannten „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ (DBBW) ist nun das Online-Portal veröffentlicht worden. Das Portal hat zum Ziel den aktuellen Kenntnisstand über die Verbreitung des Wolfes in Deutschland mit den entsprechenden Wolfsterritorien zeitnah darzustellen. Fachlich betreut wird das Portal vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert, dass es zu konfliktträchtigen Themen wie etwa dem Umgang mit „verhaltensauffälligen“ Wölfen, der Entwicklung praktikabler Vergrämungsmaßnahmen oder der Entnahme von Individuen weiterhin keine Handlungsempfehlungen gibt. „Konkrete transparente und praktikable Leitlinien für Konfliktfälle sind für die gesellschaftliche Akzeptanz des Wolfes von enormer Bedeutung“, sagt Helmut Dammann-Tamke, DJV-Präsidiumsmitglied. Auch stehe die Definition aus, was ein sogenannter „Problemwolf“ sei. Es würden beispielsweise immer wieder Fälle dokumentiert, in denen Wölfe die Nähe des Menschen suchten und sich kaum vertreiben ließen.

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Internetportal des Bundes zum Wolf in Deutschland geht online

Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) geht ein neues Internetportal zum Wolf online, wie das BfN mitteilt. Das Portal wird durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bereitgestellt. Verbände, Behörden, Wissenschaft und alle weiteren Interessierten sollen auf der Website www.dbb-wolf.de wissenschaftliche Fakten und exakte Daten zum Wolfsvorkommen in Deutschland finden.

“Die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte für den Naturschutz. Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass es eines gezielten Managements mit flächendeckenden Herdenschutzmaßnahmen bedarf, um ein konfliktarmes Nebeneinander von Wolf und Mensch zu erreichen. Dazu zählt auch eine bessere Vernetzung und aktuelle Information der Behörden und Verbände. Genau hier setzt die DBBW und insbesondere auch die neue Website an”, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

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