Schlagwort-Archive: Dokumentarfilm

Botswana: Leben wie im Flüchtlingscamp

Botswanas Regierung hat 2019 ein Jagdverbot aufgehoben. Grund dafür sind ausufernde Mensch-Tier-Konflikte und die Lebensraumzerstörung durch Elefanten. DJV und CIC präsentieren einen Dokumentarfilm zur Situation vor Ort.

Ein seit 2014 bestehendes generelles Jagdverbot auf Staats- und Kommunalland in Botswana ist im Mai 2019 aufgehoben worden. Grund dafür waren ausufernde Mensch-Tier-Konflikte. Insbesondere Elefanten hatten in der jagdfreien Zeit die Lebensgrundlagen von Menschen sowie die Lebensräume anderer Tierarten zerstört und damit ein aktives Management notwendig gemacht. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der Deutsche Jagdverband (DJV) zeigen in einem Dokumentarfilm, was es für Menschen bedeutet, inmitten von Elefanten und Löwen zu leben.

Weiterlesen

“Jäger haben mit Veganern über den Sinn von Jagd diskutiert”

Aktuell läuft der Dokumentarfilm “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?” in den Kinos. Im Gespräch mit dem DJV erzählt Regisseurin Alice Agneskirchner über die vielen bundesweiten Filmvorführungen, die von Jägervereinigungen mit Aktionen begleitet wurden.

DJV: Frau Agneskirchner, “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?” ist seit dem 10. Mai im Kino, mehr als 30.000 Besucher haben den Film bislang gesehen. Wie ist diese Zahl einzuschätzen?

Agneskirchner: Also erstmal muss und darf ich sagen, das ist ein absoluter Erfolg für diesen Film. Nach dem Tag der bundesweiten Previews am 9, Mai war “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?” sogar auf Platz 2 der deutschen Kino-Charts. Nach Avengers, aber vor allen anderen Hollywood-Filmen, Disney-Produktionen, Jim Knopf und Fuck U Göthe. Der Film lief in den ersten zwei Wochen in über 120 Kinos. Für einen Dokumentarfilm eine Sensation.

Weiterlesen

“Mir leuchten die üblichen Vorbehalte gegen Jäger nicht ein.”

“Wer kein Veganer oder Vegetarier ist, hat kein Recht, Jagd zu verurteilen. Das Nutztier ist unter oft elenden Bedingungen eingesperrt, das Wildtier lebt frei und stirbt schnell und fast schmerzlos. Warum sollen Schweine oder Kälbchen, die massenhaft getötet werden, weniger wert sein als Rehe?”

In der taz ist ein sehr lesenswertes Interview mit der Regisseurin Alice Agneskirchner erschienen, deren Dokumentarfilm über die Jagd „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ gerade in den Kinos angelaufen ist. Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Headline des Interviews mit Alice Agneskirchner in der taz (Screenshot).

Arktische Kindheit

Die New York Times (NYT) zeigt einen Kurzfilm des französischen Dokumentar- bzw. Dokufiktionfilmers Samuel Collardey mit dem Titel Arctic Boyhood. Der kurze Clip ist eine Auskopplung aus Collardeys Film “A Polar Year” [Ein Polarjahr], in dem er ein Jahr lang die Bewohner des 60-Seelen-Dorfs Tiniteqilaaq im Osten Grönlands begleitet. Neun Monate des Jahrs ist das Dorf durch Schnee und Eis vom Rest der Welt abgeschlossen. Die Kurz-Doku zeigt einen Tag im Leben des acht Jahre alten Tunumiit-Jungen Asser Boassen, der bei seinen Großeltern aufwächst und davon träumt, eines Tages ein großer Jäger zu werden. Schon in dem nur wenige Minuten langen Kurzfilm gelingt es Collardey, die Atmosphäre des arktischen Dorfs einzufangen. Die atemberaubenden Naturaufnahmen und die Intensität der Sequenzen, die den Jungen bei Jagdausflügen mit dem Großvater zeigen oder seine Großmutter von den Taten des mythischen Jägers Qajaarngaa erzählt – das muss man gesehen haben. SE

Beitragsbild: Arctic Boyhood von Samuel Collardey auf der Internetseite der NY Times (Screenshot).