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Der Wolf und die Diskussionskultur

Ein Beitrag von Frank Martini

 Es scheint sich etwas zu bewegen in der Medienberichterstattung zum Thema Wolf. In den allgemeinen Publikumsmedien – sofern nicht von aktuellen Wolfsrissen getrieben – war das Tier bislang eher von einem positiven Tenor begleitet.

Das scheint sich allmählich zu drehen. Jüngstes Beispiel:  Mit einer Reportage von Reinhold Beckmann hat sich die ARD am Montag, den 07. September um 21.45 Uhr eine dreiviertel Stunde kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt, was sich bereits im Sendungstitel “Die Angst vor den Wölfen – wieviel Wildnis vertragen wir?” niederschlug.

In dem sehenswerten Stück, dass derzeit noch in der Mediathek verfügbar ist, werden alle erdenklichen Aspekte beleuchtet. Neben betroffenen Schäfern und Landwirten kommen u. a. auch Jäger, darunter auch ein für einen Wolfsabschuss vorbestrafter, Angehörige eines wegen eines Wolfsbesuchs verunsicherten Waldkindergartens, einfache Bürger, Wolfsberater, selbst Minister und viele andere sowie selbstredend gleich zu Beginn des Beitrags die Tierpathologen des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung IZW zu Wort. Ihnen wird gleich zu Beginn schon im Beitragsvorspann ein Wolfskadaver zur Obduktion angeliefert, hautnah ist Beckmann mit seinem Kamerateam dabei.

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