Schlagwort-Archive: Deutscher Schützenbund (DSB)

Lesenswert: Stellungnahme des DSB zu geplanten Waffenrechtsverschärfungen

+++ Bayern: BJV-Präsident Vocke zurückgetreten +++

Der Deutsche Schützenbund (DSB) hat eine Stellungnahme zu den geplanten Änderungen des Deutschen Waffenrechts veröffentlicht. Anlass sind die Änderungswünsche des Bundesrats zum Kabinettsentwurf (JAWINA berichtete), durch den zahlreiche Verschärfungen in das Gesetzgebungsverfahren einfließen, die weit über die EU-Vorgaben hinausgehen. So kritisiert der DSB die im Gesetzesentwurf geschaffene Verpflichtung, das waffenrechtliche Bedürfnis regelmäßig zu überprüfen. Dies stelle “eine massive Verschärfung der bestehenden waffenrechtlichen Regelung zu Lasten der Schießsporttreibenden” dar und verursache erheblichen bürokratischen Mehraufwand.

Höchst problematisch ist aus Sicht des DSB das im Gesetzesentwurf vorgesehene zwingend vorgeschriebene persönliche Erscheinen von Legalwaffenbesitzern bei der Waffenbehörde: Dabei handele es sich “um eine Momentaufnahme, in der eine medizinische bzw. psychologische Beurteilung durch den Verwaltungsmitarbeiter durchgeführt werden soll. Dabei fehlt dem Behördenmitarbeiter in der Regel faktisch die nötige Expertise.” Auch sei “nicht erkennbar, von welchen objektiven Parametern eine persönliche Eignung abhängig gemacht werden soll”, so der DSB. red.

Beitragsbild: Titelbild der DSB-Stellungnahme zu den geplanten Waffenrechtsverschärfungen (Screenshot, Auschnitt)

 

Schützenbund und Bogensportverband protestieren gegen Bogenjagd

Der Deutsche Bogensport-Verband (DBSV) und der Deutsche Schützenbund (DSB) protestieren in einem gemeinsamen Brief an das Landwirtschaftsministerium Brandenburg (MLUL) gegen die geplante Ausnahmegenehmigung für die Bogenjagd. In den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow soll nach dem Willen der im MLUL angesiedelten Obersten Jagdbehörde (OJB) die Bogenjagd zur Bekämpfung von Wildschweinen im Siedlungsgebiet versuchsweise erlaubt werden (JAWINA berichtete). Die geplante Ausnahmegenehmigung würden die Verbände mit Sorge zur Kenntnis nehmen, schreiben DSB und DBSV, auch wenn diese “zeitlich befristet und personell beschränkt” sei. “Über die hinsichtlich Tierschutz und Hygienevorschriften vorgebrachten Bedenken des Bundeslandwirtschaftsministerium hinaus, das keinen Änderungsbedarf an den bestehenden Regelungen des Bundesjagdgesetzes erkennen kann, sehen der Deutsche Schützenbund und der Deutsche Bogensport-Verband eine große Gefahr darin, das Sportgerät Bogen als Jagdwaffe zuzulassen”, heißt es in dem Brief ans MLUL.

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DSB und DJV wollen Zusammenarbeit intensivieren

Am 7. Mai kam es in Berlin zu einem (überfälligen) Treffen zwischen Vertretern des Deutschen Schützenbundes (DSB) und des Deutschen Jagdverbands (DJV). An dem Treffen nahmen DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und DJV-Präsident Hartwig Fischer teil, sowie die Geschäftsführer der beiden Verbände, Jörg Brokamp und Andreas Leppmann. Im Vordergrund standen “das gegenseitige Kennenlernen sowie der Austausch und die Abstimmung aktueller Themen”, so der DSB auf seiner Homepage. Die “traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Schützen und Jägern” solle weiter intensiviert werden, heißt es beim DSB weiter. Es gebe einige Gemeinsamkeiten, erwähnt wurden die Nutzung der Wurfscheiben- und Schießstand-Anlagen oder das Waffenrecht. Auch die Umsetzung der europäischen Feuerwaffenrichtlinie in das deutsche Waffengesetz sei ein Schwerpunkt bei dem Treffen gewesen.

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