Schlagwort-Archive: Deichschutz

Brandenburg: Wie das MLUL sich die künftige Bejagung von Bisam und Nutria vorstellt

Das Brandenburger Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft hat per E-Mail ein  Schreiben (das der Red. vorliegt) an die Unteren Jagdbehörden (UJB) des Landes versandt, in dem erläutert wird, die die Bejagung von Nutria und Bisam ablaufen soll. Mit der Aufnahme von Nutria und Bisam und Jagdrecht durch die umstrittene Durchführungsverordnung (DVO) zum Landesjagdgesetz hat sich das MLUL ein so unnötiges wie vorhersehbares (da andere Bundesländer in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht haben) Riesenproblem eingehandelt (JAWINA berichtete). Die Schadnager unterliegen jetzt dem Elterntierschutz, und die erfahrenen und bewährten Bisamjäger und Nutriafänger des Landes sind arbeitslos, da sie nun einen Jagdschein und eine Jagderlaubnis des Revierinhabers benötigen, um die Deiche schützen zu dürfen. “Im MLUL geht ÖJV-Nähe vor Fachkompetenz”, ätzt ein Insider, “Das rächt sich jetzt.”

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Brandenburg: Ganzjährige Bejagung von Bisam und Nutria

Ausnahmeregelungen für die Deichsicherung

Auf der Grundlage einer Allgemeinverfügung der Obersten Jagdbehörde im Brandenburger Agrar- und Umweltministerium dürfen Elterntiere von Bisam und Nutria nun landesweit ganzjährig bejagt werden. Damit sollen insbesondere Schäden an Hochwasserschutzanlagen und Gewässerufern durch Bisam und Nutria minimiert werden. Durch die Novellierung der Durchführungsverordnung zum Jagdgesetz Brandenburg (BbgJagdDV) wurden die Tierarten Bisam und Nutria in das Jagdrecht aufgenommen. Ziel der Neuregelung im Jagdrecht und der mit heutigem Datum in Kraft getretenen Ausnahmeregelung ist die Bejagung und Bestandsregulierung der Bisam und Nutria sowohl von den Jägern als auch von den Bisamjägern ganzjährig zu ermöglichen.

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EU-Kommission bestätigt Erleichterungen beim Herdenschutz an Deichen

+++ Hunde erschossen (JAWINA berichtete) – Jäger zu 4500 Euro Geldstrafe verurteilt +++

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat mit Umweltminister Olaf Lies aus Niedersachsen gestern (1. Oktober) in Brüssel Gespräche über den Umgang mit dem Wolf in Deichgebieten mit der EU-Kommission geführt. Für alle Beteiligten ist klar, dass die Deiche für den Herdenschutz eine besondere Situation darstellen. „Das Gespräch mit der EU-Kommission gibt Rückenwind in unserem Umgang mit Herdenschutz an den Deichen“, sagte Albrecht nach dem Termin: „An den Deichen kann nicht der gleiche Herdenschutz wie im Binnenland geleistet werden. Das ist ein gutes Signal für die Halterinnen und Halter, die im Falle eines Wolfsrisses weiterhin ihre Ausgleichszahlungen erhalten können und weniger Zäunen müssen.“

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Brandenburg: DVO Jagd wird zum Debakel für den Deichschutz

Die unsägliche Durchführungsverordnung (DVO) zum Brandenburger Landesjagdgesetz wächst sich zum Desaster für den Deichschutz aus. Weil Bisam und Nutria ins Jagdrecht aufgenommen wurden, dürfen die bisherigen Bisam- und Nutriafänger den Tieren nicht mehr nachstellen (JAWINA berichtete), die Schäden an den Deichen nehmen explosionsartig zu. Die MOZ schreibt von einem “Existenzproblem für den Oderbruch”. Über 400 Bisamschäden sind am Oderbruch aktenkundig. Bei einer vom Forum Natur Brandenburg (FNB) organisierten Veranstaltung berichteten Experten aus anderen (Bundes-)Ländern von ihren Erfahrungen mit dem Deichschutz. Die von der MOZ zitierten Deischschutz-Fachleute wiesen darauf hin, dass man im Oderbruch ebenso wie in Norddeutschland oder den Niederlanden “existentiell von der Sicherheit des Deiches” abhänge. Der Deichschutz, die Bekämpfung von Nutria und Bisam, die die Deiche unterwühlen und durchbohren, gehört deshalb in die Hände von Profis: Sonst “würden wir einfach absaufen”.

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