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Verbändegespräch zum Wolf

Jäger, Landwirte und Schafzüchter lehnen illegale Abschüsse strikt ab und suchen den konstruktiven Dialog mit dem NABU zum Umgang mit dem Wolf. Die Verbände legen einen Fragenkatalog vor: Zielkonflikte dürfen kein Tabu sein und müssen offen diskutiert werden.

Wie kann ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Mensch, Wolf und Nutztier in Deutschland funktionieren? Die Geschäftsführer des Deutschen Bauernverbandes (DBV), des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) treffen sich am 5. Dezember 2016 mit dem NABU-Geschäftsführer, um darüber zu diskutieren. Bereits im Vorfeld haben die drei Verbände illegale Abschüsse strikt abgelehnt.

Die drei Nutzerverbände unterstrichen ihre Bereitschaft zum konstruktiven Dialog. Im ersten Schritt müsse der NABU jedoch bestehende und sich anbahnende Zielkonflikte anerkennen, sonst könne es keine praxisrelevanten Lösungen geben.

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Bauernverband kritisiert ungebremsten Flächenverbrauch

DBV: Überbauung land- und fostwirtschaftlicher Flächen reduzieren

Der vom Bundeskabinett heute verabschiedete Bundesverkehrswegeplan 2030 berücksichtigt aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die Belange der Land- und Forstwirtschaft zu wenig. Diese müssen bei den notwendigen Planungs- und Verfahrensschritten für den Neu- und Ausbau der Bundesverkehrswege (Straßen, Schienen und Wasserwege) hinreichend zum Tragen kommen. Der Bundesverkehrswegeplan legt fest, in welche Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen der Bund bis 2030 investiert.

Insbesondere ist der wesentlichen Reduzierung der Überbauung land- und forstwirtschaftlicher Flächen für Infrastrukturprojekte eine stärkere Bedeutung beizumessen, erklärte der DBV. Im Sinne der Erreichung des Ziels der Bundesregierung ist es erforderlich, nur solche Infrastrukturmaßnahmen zu fördern, die sich noch im Rahmen des 30-Hektar-Ziels halten und diesen nicht überschreiten. Der vom Bundeskabinett verabschiedete Bundesverkehrswegeplan nimmt hingegen so viele Maßnahmen in dem vordringlichen Bedarf auf, dass das 30-Hektar-Ziel nicht zu erreichen ist. Hier muss dem Grundsatz „Ausbau vor Neubau“ noch konsequenter Vorrang eingeräumt werden. Außerdem ist die zusätzliche Inanspruchnahme von land- und forstwirtschaftlichen Flächen bei naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen zu minimieren, forderte der DBV. Zu diesem Zweck müssen die unterschiedlichen Kompensationsregelungen der Länder vereinheitlicht und auf die Flächenschonung nach dem Bundesnaturschutzgesetz ausgerichtet werden.

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