Schlagwort-Archive: Damwild

NRW: Wölfe reißen zehn Damhirsche im Gatter

Zwei Meter hohen Metallzaun überwunden

Bei Dinslaken (Kreis Wesel) sind elf Stück Damwild mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen. Der Besitzer fand zunächst zehn tote Damhirsche in dem Gatter, ein weiterer erlag bald darauf seinen schweren Verletzungen. Wie der oder die Wölfe den zwei Meter hohen massiven Metallzaun überwinden konnten, ist Medienberichten zufolge unklar. Der Zaun soll jetzt zusätzlich mit Elektrolitze gesichert werden. Mitarbeiter des Landesamts für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) haben zwecks DNA-Analysen Proben der getöteten Stücke entnommen. Endgültige Ergebnisse werden in etwa vier Wochen vorliegen. Der nordrhein-westfälische Kreis Wesel ist seit Anfang Oktober offiziell als “Wolfsgebiet” ausgewiesen. red.

Beitragsbild: Damhirsch (Archivbild). Foto: SE

Brandenburg: Wölfe reissen Gatter-Damwild und Kälber

“Ich höre definitiv auf”, erklärt Gerhard Kernchen, Betreiber eines Damwild-Gatters in Locktow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ). Über die Wiederbesiedlung des Landes mit Wölfen erklärt er: “Das ist eine Invasion, die kann man nicht mehr aushalten.” Der Gatterbetreiber hat bei einem erneuten Angriff über zehn Tiere und damit mehr als die Hälfte seines Bestandes,  an die Wölfe verloren. Bei der Mehrzahl der getöteten Stücke handelte es sich um hochträchtige Tiere. Nach einem ersten Angriff auf das Gatter im Februar 2016, bei dem sich die Wölfe unter dem Zaun durchgegraben hatten, wurde der Zaun mit Stromlitze nachgerüstet. Es ist dem Bericht der MAZ zufolge noch unklar, wie die Wölfe diesmal ins Gatter gelangt seien.

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NRW: Damwild darf im Brachter Wald bleiben

Der Kreis Viersen hat sich erfolgreich der Forderung des ehemaligen NRW-Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) widersetzt, den Zaun um das ehemalige Munitionsdepot im Brachter Wald bis 2013 zu entfernen. Dabei hätte alles so schon werden können, wenn es nach Remmel gegangen wäre: Der Zaun wäre abgebaut worden. Vorher hätte man wahrscheinlich, um Wildschäden in der Umgebung zu vermeiden, das dort heimische Damwild abgeschossen. Um zu verhindern, dass infolgedessen die wertvollen Offenlandflächen zuwuchern, hätte man das Areal dann einer Spendensammel- und Naturschutzorganisation übertragen, von dieser wären dann im Rahmen von Beweidungsprojekten Heckrinder oder Przewalski-Pferde dort angesiedelt worden, anstelle des Damwilds, das da nicht hingehört…

Doch es kam anders:

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Sachsen: Damtier im Gatter gewildert

In Wiesa, einem Ortsteil von Kamenz (Landkreis Bautzen) haben unbekannte Täter ein tragendes Stück Damwild in einem Gatter an der Bischofswerdaer Straße getötet. Anschließend trennten die Täter Teile des Tiers fachmännisch ab und entwendeten diese, wie die Polizei mitteilt. Ein hinzugezogener Sachverständiger konnte einen Tier-Riss ausschließen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. PM

Beitragsbild: Damtier. Foto: SE

Wölfe reißen weiteres Stück Damwild im Wildpark Johannismühle

Nachdem bereits am vergangenen Samstag (JAWINA berichtete) ein Stück Damwild im Wildpark Johannismühle bei Baruth (Brandenburg, Landkreis Teltow-Flämin,) gerissen wurde, haben die Wölfe erneut zugeschlagen: Am gestrigen Donnerstag wurden Haupt und Knochen eines gerissenen Damtiers im Gehege gefunden. Wurde für den Riss vom Samstag eine einzelne läufige Wölfin verantwortlich gemacht, so waren diesmal drei Wölfe an dem Angriff beteiligt. Sie drangen auch an einer anderen Stelle in das Gelände des Wildparks ein, als die läufige Wölfin. Die Einfriedung des Wildparks soll jetzt verstärkt und mit einem Stromzaun versehen werden. Der Geschäftsführer des Wildparks erklärte Medien gegenüber, dass man dafür auf die Hilfe des Landes angewiesen sei. SE

Beitragsbild: Das am Samstag gerissene Stück Damwild. Quelle: Wildpark Johannismühle

Brandenburg: Wolfsriss im Wildpark

Im Wildpark Johannismühle bei Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) ist am Samstag Morgen ein Stück Damwild von einem Wolf gerissen worden. Am Tag danach hielt sich der Wolf nach Aussage des Geschäftsführers des Wildparks, Julian Dorsch, noch zwischen dem inneren und äußeren Zaun des Parks auf. Obwohl für Menschen keine Gefahr bestehe, sei der Bereich für Besucher gesperrt worden, außerhalb sei im Außenzaun eine Öffnung angelegt worden, die dem Wolf das Entweichen erleichtern soll. Es soll sich bei dem Wolf um ein weibliches, läufiges Tier handeln: Darauf deuten Blutstropfen in der Fährte der Wölfin hin. Die Läufigkeit ist nach Ansicht von Dorsch auch der Grund dafür, dass sich die Wölfin in den Wildpark gewagt hat, der ja das Revier der dort gehaltenen Wölfe sei. Gegenüber JAWINA betonte Dorsch, dass “es nicht die Wölfe seien, die Probleme verursachen, sondern das Land Brandenburg, welches durch ein unzureichendes und nicht transparentes Wolfsmanagement fährt.” SE

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Niedersachsen: Wölfe töten 23 Stück Damwild in Gatter

Landesbauernverband Brandenburg: Wolf “Existenzbedrohung für Weidehalter”

In Brockhimbergen (Landkreis Uelzen) sind Wölfe in ein Damwildgatter “gleich neben den Wohnhäusern” eingedrungen und haben 20 Tiere getötet. Drei weitere wurden so schwer verletzt, dass sie später erschossen werden mussten. “Bestürzt” zeigten sich Nachbarn, Jäger und andere Weidetierhalter, schreibt die az-online (siehe Link). Ein Alptraum sei wahr geworden, sagte der Leiter des Hegerings Himbergen der Zeitung. Anscheinend haben die Wölfe sich unter dem “mannshohen Zaun” durchgegraben. Der NDR hat derweil den wahren Schuldigen ermittelt: Die Haltungsbedingungen hätten “die blutige Attacke ermöglicht”, das Damwild habe “verzweifelt zu fliehen versucht, konnte aber wegen der Umzäunung nicht entkommen.” Der zuständige Wolfsberater hat den Schaden aufgenommen und DNA-Proben entnommen, die zur Zeit untersucht werden. Er geht dem NDR zufolge aufgrund des Schadensbilds von einem Wolfsangriff aus.

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Potsdam-Mittelmark: Damwildstrecke eingebrochen

Seit der Rückkehr der Wölfe ist die Damwildstrecke in Potsdam Mittelmark “dramatisch eingebrochen”, wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet. Wurden im Jagdjahr 2012/13 noch 4333 Stück gestreckt, so waren es 2015/16 nur noch 2742 Stück. Die Rückkehr der Wölfe bringe das Damwild in Bedrängnis, folgert die MAZ. Torsten Fritz von der Unteren Jagdbehörde Potsdam-Mittelmark beschwichtigt in dem Bericht: Man sei von überhöhten auf normale Bestände zurückgekehrt, zudem gebe es keine wissenschaftlichen Beweise für einen Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Wolfs und den Streckenrückgängen beim Damwild. Auch der Rehwildabschuss sank in dem Zeitraum von 5861 auf 4907 Stück. Abschusspläne werden “vorsorglich nach unten korrigiert”, so die MAZ. Die Streckenergebnisse von Rot- und Schwarzwild sind bislang unauffällig und unterliegen den normalen Schwankungen. SE

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Irland: Damhirsch rammt Triathleten

Ein Rudel Damwild hat beim Radrennen eines Triathlons in Dublin das Teilnehmerfeld durchquert. Einige Hirsche versuchten, über die Radfahrer hinüber zu springen. Dabei kollidierte ein Hirsch mit dem Teilnehmer Shane O’Reilly und brachte ihn zu Fall. Der Sportler zog sich bei dem Sturz einen Sprung im Helm, eine lädierte Schulter und Kopfschmerzen zu. Aber Triathleten sind tough: O’Reilly rappelte sich auf, stieg wieder aufs Rad und beendete den Triathlon in einer Zeit von zwei Stunden und 25 Minuten, wie die BBC berichtet, auf deren Internetseite es auch ein Foto des Vorfalls zu sehen gibt. “Der Helm hat mich gerettet”, sagte O’Reilly der BBC.

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Mecklenburg-Vorpommern: Was vom Damwild übrig blieb…

Jäger wirken an Forschungsprojekt über “Wechselwirkungen von Wolf und Damwild” mit.

Mit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ergeben sich für die Jäger eine Reihe von zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen. Die Jagd wird teilweise schwieriger und der Anteil der Wolfsbeute muss bei einigen Wildarten im Jagdbetrieb und Wildtiermanagement berücksichtigt werden. In einem Gemeinschaftsprojekt von Jagd und Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern werden nun die Wechselwirkungen von Wolf und Damwild untersucht, um die Entwicklung der Damwildbestände und deren effiziente Bejagung langfristig einschätzen zu können, wie das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung verkündet.

“Ich freue mich sehr, dass Jäger, Forstleute und Naturschützer in unserem Land die Rückkehr des Wolfes und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Tier intensiv erforschen”, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Bereits seit 2011 wird eine aus Mitteln der obersten Jagdbehörde des Landes finanzierte Pilotstudie zur Telemetrie von Wölfen mittels GPS-GSM-Halsbandsendern durchgeführt. Das Projekt soll wichtige Daten zu Aktionsraumgrößen, Habitatnutzung, Schlafplätzen und Nahrungsspektrum von freilebenden Wölfen liefern.

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