Schlagwort-Archive: Dachs

DJV: Anpassungsfähige Raubsäuger breiten sich aus

Die Jagdstatistik 2016/17 zeigt sprunghafte Anstiege für die eingewanderten Arten Waschbär und Marderhund. Auch beim Dachs sind die Zuwächse hoch, wogegen die Fuchsstrecke nahezu konstant bleibt. Die Bejagung leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute die aktuelle Jagdstatistik für Waschbär, Marderhund, Dachs und Fuchs veröffentlicht. Alle vier Arten gelten als anpassungsfähig, breiten sich in Deutschland aus und haben auf ihrem Speiseplan auch Jungvögel und Eier. Im Jagdjahr 2016/17 (1. April bis 31. März) haben Deutschlands Jäger 134.098 Waschbären erlegt. Im Vergleich zum Durchschnitt der vorangegangenen 5 Jahre ist das ein Plus von 30 Prozent. Einher geht diese Steigerung mit einer zunehmenden räumlichen Ausbreitung des aus Nordamerika stammenden Kleinbären. Mit einem Plus von 44 Prozent fällt die Steigerungsrate beim Marderhund noch größer aus. Von der ursprünglich aus Nordostasien stammenden Art haben Jäger vergangene Saison 30.272 Tier erlegt. Vom heimischen Dachs erlegten Jäger 69.275 Tiere (plus 8,7 Prozent) und vom Fuchs 435.700 (minus 5,2 Prozent).

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Baujagd – Artenschutz unter Tage

Ganz hoch im Norden Deutschlands haben sich passionierte Baujäger ganz und gar der Baujagd verschrieben. Wir waren mit ihnen auf Jagd und haben uns über Anliegen und Ziele des Vereins informiert. Aus aktuellem Anlass bringen wir diesen Artikel aus dem JAWINA-Archiv über die unter heftigem Beschuss von Jagdgegnern stehende Bodenjagd.

Alles ist weiß und ein regelmäßiger Piepton das einzige Geräusch. Aber wir sind nicht bei einer spannenden Folge von Emergency Room gelandet, sondern auf einer Baujagd im tief verschneiten Ostfriesland. Claas Janssen hält den Empfänger des Hundeortungsgeräts dicht über den Erdboden: Unbeeindruckt piept das Gerät vor sich hin. Janssen stapft ein paar Schritte weiter, wiederholt die Prozedur. Wieder nichts, es piept, aber nicht richtig. Also weiter. Auf einmal schlägt die regelmäßige Tonfolge in einen aufgeregten Doppelpieps um: „Dor unnen muut ween.“, verkündet Janssen im heimatlichen Plattdeutsch: Da unten muss er sein.

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Bayern: Wegen Schäden in Erdbeerfeldern – Augsburg hebt Schonzeit für Dachse auf

Wegen gravierender Schäden auf insbesondere Erdbeerfeldern und anderen landwirtschaftlichen Kulturen hat das Landratsamt Augsburg die Jagdzeit für Dachse vorverlegt. Dazu wurde eine Allgemeinverfügung im Amtsblatt veröffentlicht, in der es heißt:

Vollzug der Jagdgesetze

Schonzeitverkürzung für Dachse im Landkreis Augsburg

Das Landratsamt Augsburg erlässt folgende Allgemeinverfügung:

1. Die Jagdzeit für Jungdachse wird vom 1. August auf den 1. Juni eines jeden Jagdjahres vorverlegt.
2. Die Jagdzeit für erwachsene Dachse wird vom 1. August auf den 1. Juli eines jeden Jagdjahres vorverlegt.
3. Diese Allgemeinverfügung gilt ab Bekanntgabe bis zum Ablauf des 31.März 2019 für den Landkreis Augsburg.

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Thüringen: Dachs greift Pferd an

Amtstierarzt stellt hochansteckende Staupe-Infektion fest

Pferde gehören üblicherweise nicht zum Beuteschema von Dachsen, die sich von pflanzlicher Kost und allerlei Kleingetier ernähren. Doch im thüringischen Ifta (Wartburgkreis) hat kürzlich ein Dachs ein Pferd attackiert (wie die Thüringer Allgemeine berichtet) – und für seine Vermessenheit mit dem Leben bezahlt. Das Pferd erwehrte sich des Angreifers und entschied den ungleichen Kampf für sich: Es trat den Dachs tot. Die Besitzerin des Pferdes fand das verendete Tier auf der Koppel und informierte einen Jäger, der den Kadaver an den Amtstierarzt weiterreichte. Dieser diagnostiszierte eine hochansteckende Staupeerkrankung, die für das ungewöhnliche Verhalten des Dachses verantwortlich gewesen sein dürfte. Da Staupe eine hochansteckende Tierseuche ist, von der vor allem Hunde befallen werden, sollten Hundebesitzer im Wartburgkreis den Impfschutz ihrer Vierbeiner überprüfen. SE

Beitragsbild: Europäischer Dachs, Autor: BadgerHero, Quelle: Wikipedia, lizensiert unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Kalter Entzug im Tierheim

Shocking: Koma-Saufen im Tierreich!

Ein versoffener Dachs erholt sich derzeit von seinem Rausch im Tierheim der polnischen Stadt Rewal, wie der Guardian berichtet. Das “party animal”, eine auf den Namen “Wandzia” getaufte Dachsfähe, war nach Angaben von Dzika Ostoja, einer Mitarbeiterin des Tierheims, sinnlos betrunken am Strand gefunden worden – umgeben von sieben (!) leeren (!) Bierflaschen. In einem nahen Gebüsch fanden sich zwei weitere Flaschen: Wahrscheinlich hat Wandzia ihre Party dort begonnen, mutmaßt Dzika Ostoja, die ein Facebook-Post zum Thema erstellt hat, wo es auch schockierende Fotos des tierischen Alkoholexzesses zu sehen gibt: Wie ein Dachs sich so gehen lassen kann…

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Brandenburg: Dachs gräbt altslawisches Fürstengrab aus

Ein Dachs hat in der Nähe von Stolpe in der Uckermark ein gut erhaltenes Fürstengrab aus dem 12. Jahrhundert ausgebuddelt. Beim Ausbau seiner geräumigen Dachsburg unterhöhlte das Tier eines der Gräber. Die auf diese Weise freigelegten menschlichen Gebeine entdeckte der ehrenamtliche Denkmalpfleger und Bildhauer Lars Wilhelm.

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Frechdachs

Wer Dachse bisher nur als Schinken- und Bettvorlegerlieferanten kannte, wird erstaunt sein: Der Dachs kann auch Kuscheltier! Das beweist dieses Handyvideo, das auf der ungarischen Jagdmesse FeHoVa in Budapest aufgenommen wurde. Wenn er gerade nicht zum Kuscheln gebraucht wurde, teilte sich der Dachs seine Box übrigens mit einem Dackel – der heißt ja nicht umsonst Dachshund (siehe Fotostrecke).

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