Schlagwort-Archive: Calanda-Rudel

Wildbiologe fordert: Wolf ins Jagdrecht

Schafherde in der Altmark zweimal innerhalb von 14 Tagen attackiert – Abschussbewilligung für Calanda-Wölfe abgelaufen

Der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Michael Stubbe hat auf topagrar.de die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert. Die ungebremste Ausbreitung des Raubtiers erfolge auf Kosten anderer Arten – und des Menschen. Der Wolf sei “ein herrliches Tier”, so Stubbe in dem lesenswerten Beitrag, müsse im dicht besiedelten Europa aber reguliert werden. Wolfsschutz und -Bewirtschaftung schlössen einander nicht aus, so Stubbe. Der Wissenschaftler warnte vor den Folgen einer ungehemmten Zunahme der Wolfspopulation für bedrohte Arten wie Wiesenvögeln oder Großtrappe. Für deren Schutz sei kaum Geld da, während Millionen in das Wolfsmanagement flössen, kritisierte Stubbe. Überdies seien “2012 weltweit mindestens 18 Menschen vom Wolf angefallen und getötet worden, 2013 acht.”

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Schweiz: Zwei Jungwölfe aus Calanda-Rudel zum Abschuss freigegeben

Offenbar ist den Schweizer Wölfen die viel beschworene “natürliche Scheu” ihrer deutschen Artgenossen abhanden gekommen. Mit den jetzt genehmigten Abschüssen soll eine Verhaltensänderung erreicht werden: Laut BAFU-Vorgaben soll der Abschuss “in Siedlungsnähe” und “während der Aktivitätszeit der Menschen” erfolgen.

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat dem Gesuch der Kantone St. Gallen und Graubünden um Abschussbewilligung von zwei Jungwölfen aus dem Calandarudel zugestimmt. Das teilt das BAFU in einer aktuellen Presseerklärung mit. In der Stellungnahme an die Kantone gibt das BAFU Empfehlungen für den Umsetzungsrahmen ab. Ende November 2015 hatten die Kantone St. Gallen und Graubünden beim BAFU Gesuche eingereicht für eine Regulierung der Wölfe des Rudels am Calanda. Begründet wurde dies damit, dass die Tiere immer mehr die Scheu verlieren und in Siedlungen auftauchen. Damit wächst das Potenzial zur Gefährdung von Menschen. Mit dem Abschuss zweier Jungwölfe wollen die Kantone eine Verhaltensänderung des Rudels bewirken.

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Schweiz: Kantone beantragen Wolfsabschüsse

Graubünden und St. Gallen beantragen Abschussbewilligung für Wölfe – weiterer toter Wolf in Baden-Württemberg gefunden

Das Wolfsrudel im Calandagebiet verhält sich zunehmend problematisch. Diese Auffassung bekundet das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden in einer Pressemitteilung. Darin heißt es weiter: “Damit die Wölfe ihre Scheu vor dem Menschen wieder zurückerlangen, sollen zwei Tiere aus dem Rudel entfernt werden. Die Kantone Graubünden und St.Gallen beantragen dafür beim BAFU (Schweizer Bundesamt für Umwelt, red.) eine Abschussbewilligung.  Seit 2012 lebt im Gebiet des Calanda-Ringelspitz-Massivs das erste Wolfsrudel der Schweiz. Die Sichtungen und das Verhalten der Wölfe im Streifgebiet wurden von Mitarbeitern der zuständigen Ämter der Kantone Graubünden und St.Gallen laufend protokolliert und bewertet.

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Schweiz: Calanda-Wölfe reißen Jagdhund

Das Wolfsrudel, das am Berg Calanda in den Schweizer Kantonen Graubünden und St. Gallen seinen Einstand hat, soll bereits Anfang Dezember den Jagdhund eines ortsansässigen Jägers gerissen haben. Das berichtet das Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten. Demnach hat sich der Hund aus dem Einwirkungsbereich seines Herrn entfernt, als dieser beim Holzhacken war. Nach zwei Tagen der Suche fand der Hundehalter die Überreste seines Hundes: Einen Knochen und Blut. An der Fundstelle entdeckte er zahlreiche Wolfsspuren. Man habe gesehen, dass ein Kampf stattgefunden habe, erklärte der Jäger gegenüber 20 Minuten.

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