Schlagwort-Archive: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

ASP – wie gut vorbereitet sind wir wirklich?

Teil 1: Wie man einen Jagdhund desinfiziert

Seit dem ASP-Ausbruch in Belgien ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) nur noch den sprichwörtlichen Steinwurf von der deutschen Grenze entfernt. In Pressemitteilungen weisen Bund (siehe Beitragsbild) und Länder:

PM zur ASP aus Brandenburg (Screenshot)

auf den Ernst der Lage hin, betonen jedoch zugleich, wie gut man doch auf die Situation vorbereitet sei: Prävention stehe an erster Stelle, heißt es. Fernfahrer und Reisende werden über die Risiken aufgeklärt, Schweinehalter zu strengen Biosicherheitsmaßnahmen verpflichtet. Selbst auf einen möglichen, ja, mittlerweile doch ziemlich wahrscheinlichen Ausbruch der Tierseuche hierzulande sei man durch effiziente Maßnahmen zur Früherkennung und sorgsam einstudierte Prozeduren der Seuchenbekämpfung bestens präpariert. Ach wirklich?

Weiterlesen

BMEL befürwortet Abschuss “auffälliger” Wölfe

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) Michael Stübgen (CDU) hat sich gegenüber RPonline  dafür ausgesprochen, “auffällige Wölfe und auch Rudel, die regelmäßig Weidetiere reißen oder sich Siedlungen nähern”, zu entnehmen. Man sei “unzufrieden” mit dem Bundesumweltministerium (BMU), das hier bremse. In Ost- und Norddeutschland gebe es “regional eine Wolfspopulation, die größer sei, als es eine Kulturlandschaft verträgt.” Weidetierhaltung werden “zum Teil unmöglich.” Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer beschwere sich zu Recht über die zu hohe Wolfspopulation, bescheinigte Stübgen seinem Parteikollegen. Wölfe dürften geschossen werden, wenn ein günstiger Erhaltungszustand erreicht sei – dass 1000 ausgewachsene Wölfe in Deutschland leben müssten, um diese Vorgabe zu erfüllen, wie das BMU behauptet, hält das BMEL für falsch. Nötig sei ein Wolfsmanagement, wie es in anderen Ländern auch betrieben werde. Dadurch werde der Wolf nicht ausgerottet. Ansonsten laufe man Gefahr, die Akzeptanz der Bevölkerung für den Wolf zu verlieren. Stübgen erklärte, das BMEL wolle “kurzfristig eine bundesweite Auslegung der bestehenden Gesetze erreichen”, die den Bundesländern Rechtssicherheit bei der Entnahme von Wölfen biete. Dabei sei das Umweltministerium federführend und müsse jetzt liefern. red.

Beitragsbild: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Quelle: CDU

Bundeslandwirtschaftsministerin: “Wir brauchen ein effektives Wolfsmanagement”

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will mit Länderkollegen beim Thema Wolf enger zusammenarbeiten

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat sich am heutigen Mittwoch mit ihren beiden Länderkollegen Thomas Schmidt (Sachsen) und Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) getroffen. Bei dem Gespräch ging es vor allem darum, eine gemeinsame Linie bei den Herausforderungen im Umgang mit dem Wolf zu finden.
Die Minister sind sich einig, dass der Interessenkonflikt zwischen Artenschutz auf der einen und Landwirtschaft, Jagd und Sicherheit der Bürger auf der anderen Seite eine Lösung erfordert.

Weiterlesen