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Bundesagrarminister fordert Abschussquote für Wölfe

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat eine Abschussquote für Wölfe gefordert. In einem Interview mit der Samstagausgabe der Bild-Zeitung erklärte Schmidt, es gehe nicht darum, jeden einzelnen Wolf zu bekämpfen. Er gehöre zu unserem Ökosystem und habe ein Existenzrecht. “Aber wir können nicht warten, bis der Wolf zur Gefahr für  Menschen wird. Wir müssen jetzt handeln”, sagte Schmidt. Erforderlich sei ein Wolfsmanagement, um den Bestand so zu regulieren, dass der Wolf auch langfristig seinen Platz in Deutschland behalten könne.

Schmidt erklärte, “Wir kommen an den Punkt, wo wir im Rahmen der Bestandskontrolle über eine begrenzte Abschussfreigabe für Wölfe reden müssen.” In anderen Ländern gäbe es bereits Abschussquoten für Wölfe. So etwas brauche Deutschland auch. SE

Beitragsbild: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Quelle: Christian Schmidt

Mehrere Wolfssichtungen bei Hannover

Sachsen: Wolfsriss in Dorfnähe – Bundeslandwirtschaftsminister will reden: über begrenzte Abschussfreigabe

In der Region zwischen Hannover und Deister sind am Osterwochenende mehrere Wolfssichtungen gemeldet worden, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet. Mehrere Augenzeugen sahen demnach einen Wolf, als er am Sonntag die B217 bei Steinkrug überquerte, am Ostermontag wurde ein Wolf in der Gegend östlich von Laatzen beobachtet.

In Großdöbschütz (Sachsen, Landkreis Bautzen) hat vermutlich ein Wolf in der Nacht auf Ostermontag zwei Schwarznasenschafe gerissen. Das Mutterschaf war angefressen, das Lamm wies den typischen Kehlbiss auf, meldet die Sächsische Zeitung. Das Dorf ist dem Bericht zufolge nur 50 Meter von der Weide entfernt. Diese war offenbar ungenügend gesichert: Der Zaun soll niedrig gewesen sein, damit “Spaziergänger die Tiere streicheln konnten.”

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