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Auf Markhor in Tadschikistan: Vom Segen der Trophäenjagd

Oder: Warum es eine gute und nutzbringende Sache sein kann, sogar exotische Rote-Liste-Arten wegen ihrer Trophäe zu erlegen.

Um halb vier Uhr früh sind die knorrigen Äste und Holzstücke in dem aus ein paar Blechen und Winkeln zusammengeschweißten Ofen längst heruntergebrannt. Es ist ziemlich frisch in dem Zimmer der Schutzhütte, fröstelnd ziehe ich Jacke und Schuhe an. Draußen zeichnen sich die Gipfel des Pamirgebirges, karg, schroff, eher einschüchternd und bedrohlich als einfach nur schön, gegen den Sternenhimmel ab. Im Tal, nur einen Steinwurf entfernt, rauscht der Pjandsch, der Grenzfluss zu Afghanistan. Jürgen wartet schon, der lange Lauf der 8x68S ragt über seinem Rücken hervor. Reifen knirschen, Lichtkegel tanzen, das Fahrzeug, das uns ins Jagdgebiet bringen wird, quält sich den steilen Schotterweg empor. Nach einer etwa halbstündigen Fahrt auf dem Pamir Highway sind wir da. Am Vorabend haben die tadschikischen Guides bei unserer abendlichen Pirschfahrt hier einen guten Markhor ausgemacht.

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