Schlagwort-Archive: Bürgermeister

Nürnberg: Morddrohungen gegen Bürgermeister nach Gänseabschuss

+++ Baden-Württemberg: Schluchsee-Wolf-Ermittlungsverfahren eingestellt +++ China: Zweiter ASP-Fall in Großschlachthof – infizierte Schweine über 2300 km transportiert +++ Bayern: Ansprechpartnerin für Wolfsmanagement im Oberallgäu vorgestellt +++ Niederösterreich: Mehr Jäger als je zuvor +++

Am 18. August sind in einer Nürnberger Grünanlage sechs (in Ziffern: -6-) Gänse als Vergrämungsmaßnahme abgeschossen worden (JAWINA berichtete). Wegen der Bejagung und weil eine krank geschossene Gans angeblich nicht nachgesucht wurde, hatten das Tierheim Nürnberg und weitere Organisationen und Privatpersonen schwere Anschuldigungen gegen den Nürnberger Bürgermeister Christian Vogel und die beteiligten Jäger erhoben. In den sozialen Netzen wurde der übliche Empörungssturm entfacht und der stets lynchbereite Mob angestachelt. Mit Erfolg: Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, hat Bürgermeister Vogel über 1000 Briefe, Mails und Anrufe erhalten, die ihm “teilweise auch nach dem Leben trachteten”, wie es auf BR24 heißt. Auch im Briefkasten seines Privathauses fand er Drohbriefe vor, was seine Familie belaste. Man wisse, wo er wohne, wann er aus dem Haus gehe und habe “den richtigen auf ihn angesetzt”, dräuen die anonymen Verfasser.

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Veganes Glockenspiel: Brief an den Bürgermeister

Ein erster – prominenter – JAWINA-Leser hat unsere Anregung umgesetzt, an den Bürgermeister von Limburg wegen des von ihm auf Wunsch einer Veganerin zensierten Glockenspiels eine freundliche Anfrage zu richten. Im folgenden geben wir den Brief von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel an Dr. Marius Hahn im Wortlaut wieder (und warten gespannt auf die Antwort von Bürgermeister Dr. Hahn…):

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

auf der Internetseite www.jawina.de habe ich einen Beitrag mit Datum 9. Februar 2017 gelesen. Dort heißt es, Sie hätten auf die Bitte einer Veganerin das alte Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ aus dem Glockenspiel des Rathausturms (zumindest zeitweise) verbannt. Wäre die Notiz am 1. April erschienen, hätte ich sie für einen gelungenen Aprilscherz gehalten. Obwohl Jawina bisher stets nur Wahrheiten verbreitet hat, möchte ich Sie dennoch zunächst fragen, ob die Sache sich tatsächlich so zugetragen hat. Den nachfolgenden Kommentar gebe ich nur für den Fall ab, dass Jawina die Wahrheit berichtet hat.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wäre es nicht unhöflich, würde ich Sie fragen, ob Sie noch bei Trost sind und ob Sie sich mit aller Gewalt lächerlich machen wollen. Zunächst drei Feststellungen:

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Braunschweig: Kanzelsäger als Bürgermeister?

Von unserem Gastautor Frank Martini, www.wildhygiene.de

Einen üblen Spaß haben Unbekannte mit dem CDU-Kandidaten für Wahl des Braunschweiger Oberbürgermeisters getrieben. Unter dem Namen Hennig Brandes erschien im Februar in einem linken Internetportal das vermeintliche Selbstbekenntnis des Politikers, er habe im örtlichen Querumer Forst “sechs Hochsitze auf den Boden gelegt”, damit seine “ehemaligen Jagdkollegen ihre rückwärtsegwandte Praxis so nicht weiter fortsetzen” könnten. Die “Jagd in unserer schönen Stadt” sei nicht weiter tragbar. Außerdem habe er “auch Lücken in einem Gehegezaun geschaffen”, damit “die Tiere sich freier bewegen können und bessere Chancen haben, bei Bedarf zu flüchten”.

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