Schlagwort-Archive: Büchsenmunition

NRW: Verwendung bleihaltiger Büchsenmunition im Kaliber 5,6 mm mangels Alternativen weiterhin geduldet

Mit heutigem Erlass hat das NRW-Umweltministerium die Kreise und kreisfreien Städte angewiesen, die Verwendung bleihaltiger Geschosse in Kleinkaliberpatronen (5,6 mm) auch nach den 1. April 2018 nicht als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen. Das Umweltministerium begründet die Weisung damit, dass entsprechende bleifreie Geschosse in Kleinkaliberpatronen bislang nur unzureichend am Markt verfügbar sind, Kleinkaliberpatronen aber dringend benötigt werden, um beispielsweise gestreifte Frischlinge und Jungfüchse mit optimaler Munition zu erlegen.

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IWA 2017 – Brenneke bringt 21 neue Patronen und Büchsengeschosse

Brenneke erweitert das Angebot um 21 neue Patronen und Büchsengeschosse.
Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Einführung von drei Kalibern im Bereich 6,5 mm, wobei dabei das neue Torpedo-Alternativ-Geschoss (TAG®) zum Einsatz kommt. Ein weiteres neues Kaliber ist .270 Win., das ebenfalls mit einem neuen TAG® und zusätzlich mit dem Gameking von Sierra als Teilmantel verladen wird. Alle neuen Kaliber werden erstmalig vorgestellt.

Im Bereich der 7 mm-Patronen findet mit acht neuen Patronen die größte Programmausweitung statt. Ganz neu ist ein leichtes Teilmantelgeschoss als Einstiegsmodell, das es in den Kalibern 7×64, 7x65R und 7mm Rem.Mag. gibt. Das leichte Original Torpedo-Ideal-Geschoss (TIG®), das für die .308 Win. und .30-06 erhältlich ist, erweitert das Angebot beim .30er Kaliber.

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Schwere Zeiten für Wiederlader

Nur noch zertifizierte Munition soll dem Entwurf des neuen Bundesjagdgesetzes (BJagdG) zufolge für die Jagdausübung zugelassen sein – was bedeutet das für Wiederlader?

“Wiederladen ade?”, fragt ein Jawina-Leser in einer Mail an die Redaktion, die der juristisch sattelfeste JAWINA-Kommentator Anko wie folgt beantwortet:

“Ja, schwere Zeiten für Wiederlader, wenn der BJagdG-Entwurf so durchgeht:

Nach vorliegender Fassung des Gesetzesentwurf ist die “Munition” durch eine Behörde zu prüfen und der “Hersteller” nur auf Grundlage einer solchen Prüfbescheingung zur Kennzeichnung der “Munition” als jagdgebrauchstauglich berechtigt. Die Jagd mit Munition ohne solche Kennzeichnung ist “verboten”, § 18d Absatz 3. Der jagdliche Wiederlader müsste dann als “Hersteller” seine Munition der o.g. Prüfprozedur unterziehen.

Fazit: Das kann es ja wohl nicht sein. Da waren offensichtlich echte Kenner am Werk.

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Bundesjagdgesetz: Bleiverbot kommt!

Wer jetzt noch größere Mengen Bleimunition bevorratet ist selber schuld: Der Bundestag hat die für vergangene Woche vorgesehene zweite und dritte Lesung der Novelle des Bundesjagdgesetzes abgesetzt, wie das Onlineportal topagrar.de berichtet. Begründung: Es sei erforderlich, “weitergehendere gesetzliche Anpassungen vorzunehmen als bislang vorgesehen.” Der Bundesrat, in dem die schwarz-rote Regierungskoalition keine Mehrheit mehr hat, hat sich topagrar zufolge in einer Stellungnahme zum Gesetzesentwurf dafür eingesetzt, das Verbot bleihaltiger Munition in die Neufassung des Bundesjagdgesetzes aufzunehmen. Ein bundesweit gültiges Verbot bleihaltiger Munition scheint somit bevor zu stehen. SE

Beitragsbild: Bleimunition, Copyright: SE

Neue Studie: Bleifreie Deformatoren sind gleichwertiger Ersatz für Bleigeschosse

Eine neue Studie zur Zielballistik bleihaltiger und bleifreier Geschosse zeigt, dass die zielballistischen Eigenschaften bleifreier Deformatoren denen bewährter bleihaltiger Deformationsgeschosse stark ähneln. Zur Auswertung kam ein neues Verfahren zum Einsatz, bei dem die beschossenen Seifenblöcke mit Computertomographen (CT) vermessen wurden.

In einer zielballistischen Untersuchung haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums der Rheinisch-Westfälischen  Technischen Hochschule Aachen (RWTH), des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) das Verhalten von Projektilen beim Auftreffen, Eindringen oder Durchdringen eines Ziels analysiert. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im wissenschaftlichen Online-Fachblatt PLOS ONE publiziert. Die Studie erweitert die vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) und vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern geförderten Untersuchungen zur Wirkung  insbesondere bleifreier Jagdgeschosse. Ein detaillierter Vergleich zeigte, dass sich bleifreie Geschosse  in ihrem zielbalistischen Verhalten unterschieden. Eine der bleifreien Geschosskonstruktionen (Deformationsge­schoss) wies ein zielballistisches Verhalten auf, das dem des bleihaltigen Referenzgeschosses entsprach. Ferner beobachteten die Wissenschaftler, dass beim Beschuss mit bleihaltiger Munition sich hunderte kleinster Bleisplitter ausbreiten, während bei bleifreien Geschossen nur wenige Splitter entstehen.

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Agrarministerkonferenz: Zügige Bleifrei-Lösung gefordert

Bleifrei kommt – davon ist nach den Verlautbarungen auf der Agrarministerkonferenz, die am 3. und 4. April in Cottbus stattfand, auszugehen: “Die Länder sind sich einig, dass eine zügige Novellierung des Bundesjagdgesetzes erfolgen muss mit dem Ziel des Verbotes bleihaltiger Jagdmunition bei Gewährleistung einer zuverlässigen tierschutzgerechten Tötungswirkung, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommerns (MV). „Es ist für mich wichtig, dass Wildbret als Lebensmittel zu 100 % bleifrei sein muss. Es besteht für mich die Hoffnung, dass der Bund schnell entsprechend handeln wird“, so fasst MV-Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD), die Auffassung der Konferenzteilnehmer zusammen. Wer nach diesem Statement noch einen größeren Vorrat herkömmlicher Bleimunition anlegt, ist selber Schuld.

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Nabu fordert totales Blei-Verbot

Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz hat der NABU gemeinsam mit BUND, DNR, ÖJV und Slow Food die zuständigen Minister von Bund und Ländern erneut aufgefordert, sich für ein umfassendes, bundesweites Verbot bleihaltiger Jagdmunition einzusetzen. „Es wäre absurd, wenn Bund und Länder die umfangreichen Studien zur Tötungswirkung, Lebensmittelhygiene und dem Abprallverhalten von bleifreier und bleihaltiger Munition nicht nutzen würden, um endlich ein Verbot dieses toxischen Metalls bei der Jagd umzusetzen.”, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu. Jedes Gramm Blei sei eines zu viel, alternative Materialien stünden zur Verfügung, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.

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Petition für Zertifizierung von Jagdmunition

Der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen hat eine Petition im Internet gestartet, in der er eine Zertifizierung für Jagdmunition fordert.

Im erläuternden Text zur Petition heißt es dazu: “Auf der Jagd dürfen nach dem Tierschutzgesetz (§ 4, Abs. 1) Tiere nur getötet und erlegt werden, „wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen.“ In der Begründung der Petition heißt es: “Nun wird schon seit Jahren in Deutschland über die Einführung von bleifreier Munition bei der Jagdausübung diskutiert. In der Jagdpraxis ist inzwischen deutlich geworden, dass die geforderte, tierschutzgerechte sofortige Tötungswirkung bleifreier Jagdmunition häufig nicht vorhanden ist.”

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BfR-Tagung: DJV fordert neue Kriterien für Jagdbüchsenmunition

Unabhängig vom Material: tierschutzgerecht und unbedenklich

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert vom Gesetzgeber neue und verbindliche Kriterien für Jagdbüchsenmunition. Abgeschlossene wissenschaftliche Studien, die heute im Rahmen des Fachsymposiums „Wild – Gut Erlegt?“ des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) und des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) in Berlin präsentiert wurden, haben gezeigt, dass eine Neubewertung notwendig ist. „Für eine tierschutzgerechte Jagdausübung zur Nahrungsmittelproduktion brauchen wir das beste verfügbare Handwerkszeug“, so DJV-Vizepräsident Dr. Bethe. Wenn sich nach den jetzt vorgestellten Erkenntnissen Jagdbüchsenmunition unterschiedlicher Materialien auf dem deutschen Markt befindet, die nachweislich nicht tierschutzgerecht tötet, dann hat der Gesetzgeber neue Kriterien festzulegen. „Wir brauchen Klarheit für den Anwender und für den Markt“ sagt Dr. Bethe weiter. Die Industrie wird aufgefordert, standardisierte Empfehlungen auf der Verpackung abzudrucken, damit direkt ersichtlich ist, für welche Einsatzzwecke die Munition geeignet ist. „Tierversuche in freier Wildbahn kann keiner wollen“, so Dr. Bethe.

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Am Montag: Bleifrei-Tagung im Livestream

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellt Projektergebnisse vor

Am Montag, 10. März, wird es noch einmal spannend um die Diskussion „Blei oder bleifrei?“: Das Bundesinstitut für Risikobewertung überträgt die Fachtagung „Wild – Gut erlegt?“ mit einem Videostream live im Internet unter www.erlesenfilm.de/bfr/deutsch.html. Eine englische Version finden Sie auf www.erlesenfilm.de/bfr/english.html. Der DJV ist vor Ort und berichtet mit einem Live-Ticker von der Veranstaltung auf www.jagdverband.de. Dort können Internetnutzer den Tagungsverlauf und wichtige Ergebnisse mit- und nachlesen und Fachfragen an den DJV stellen, die dieser dann beantworten wird.

PM DJV Bild: Bildschirmfoto der BfR-Internetseite vom Livestream

„Verbot von bleihaltiger Munition nur durch Bundesgesetz“

Bund oder Länder: Wer entscheidet über Verbot von bleihaltiger Munition? / Antworten aus dem BMELV

Für einige Verwirrung in der Jägerschaft hat kürzlich ein Brief des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) an die 16 Bundesländer gesorgt. Hintergrund war die Bemühung einiger Länder, die Jagd mit bleihaltiger Büchsenmunition zu verbieten. Der Bund ist überzeugt, dass die Länder durch ein solches Vorgehen ihre Kompetenz überschreiten. Denn eine entsprechende Regelung falle unter das Waffen- und Sprengstoffgesetz – und das ist Bundessache. Wie aber steht es dann um die Staatsforsten? Dürfen die – wie beispielsweise schon in Brandenburg die Regel – die bleifreie Jagd auf ihren Flächen vorschreiben? Muss der Begehungsscheininhaber Folge leisten? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Niederwildjagd an Gewässern mit bleifreien Schroten? Der DJV hat dazu Dr. Axel Heider vom BMELV befragt.

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Geplantes Verbot von Blei-Munition in NRW: Offene Fragen

Der CDU-Landtagsabgeordnete im Rheinisch-Bergischen Kreis, Rainer Deppe, hat eine Kleine Anfrage zum geplanten Verbot bleihaltiger Munition in NRW im Landesparlament gestellt.Der grüne NRW-Umweltminister Johannnes Remmel hatte angekündigt, bleihaltige Munition “so schnell wie möglich” verbieten zu wollen.

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Niedersachsen: Landesforst jagt bleifrei

Ab dem 1. April 2014 verwenden die Niedersächsischen Landesforsten nur noch bleifreie Munition auf der Jagd. Das teilen die Landesforsten in einer Presseerklärung mit. Ab sofort werden die Försterinnen und Förster, aber auch alle im Landeswald jagenden privaten Jägerinnen und Jäger aufgefordert, nur noch bleifreie Munition zu verwenden. Die Übergangsfrist bis zum kommenden Jahr soll den vollständigen Umstieg auf bleifreie Munition ermöglichen.

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Gut, günstig, gebonded: Geco Plus

Die Firma RUAG Ammotec hat großzügig einige hundert Schuss Munition zu Testzwecken gesponsort, die wir an fleißig jagende Jawina-Leser weitergegeben haben. Zur Verfügung stand mit dem neuen gebondeten Geco-Plus-Geschoss geladene Munition in den Kalibern 8×57 IS und .30.06. Jetzt sind die ersten Abschussberichte eingetroffen.

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Neue Welten 1: Besuch bei Hornady

Hornady ist ein Familienunternehmen. Der derzeitige Firmenchef Steve Hornady ist der Sohn des Firmengründers Joyce, der 1981 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Steves Sohn Jason ist heute Vizepräsident der Firma. Joyce Hornady hatte es während des Zweiten Weltkriegs nach Grand Island verschlagen, wo er einen Job als Ausbilder in einer Fabrik annahm, die Armeemunition herstellte.

 Nach dem Krieg nutzten viele Jäger die überschüssige Militärmunition für die Jagd, auch Joyce Hornady. Er stellte aber fest, dass die Präzision nicht seinen Anforderungen entsprach und machte sich daran, bessere Geschosse zu entwickeln. „Zehn Schuss durch ein Einschussloch“, lautete seine Devise. Es war der Beginn der Erfolgsgeschichte von Hornady.

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Gut, günstig, bleifrei: Hornady GMX

Abgecheckt: Das bleifreie GMX-Geschoss im Jagdbetrieb.

Für alle, die demnächst bleifrei schießen müssen oder wollen ist das Hornady GMX zunächst aus zwei Gründen interessant: Erstens ist es relativ günstig – eine 20er Schachtel Patronen in Standardkalibern kostet zirka 40 Euro und ist damit um fast die Hälfte günstiger als eine ganze Reihe bleifreier “Premiumprodukte”. Zweitens ist es als Deformator ausgelegt – das bedeutet in der Regel keine Splitter, was das Geschoss auch für Hunde- und Nachsuchenführer geeignet erscheinen lässt.

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