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Von wegen klimastabil: Massensterben bei Buchen

Brandenburg: Waldsterben auf 2500 Hektar durch Nabu-Klage?

Mehr als 400.000 Festmeter Buche werden in Folge der Hitze und Trockenheit in diesem und dem vorigen Sommer allein in Thüringen absterben, befürchten Forstleute des landeseigenen Forstbetriebs Thüringenforst. Es sei davon auszugehen, dass es zum Absterben alter Buchen auf großer Fläche kommt, orakelt Thüringenforst-Vorstand Volker Gebhardt in der otz. Betroffen seien “hauptsächlich die rund 120 Jahre alten Bäume, die noch gut 80 bis 100 Lebensjahre vor sich hätten”, heißt es weiter. Andernorts sieht die Lage nicht besser aus: Auch im Ruhrgebiet und Ostwestfalen sterben die Buchen, ebenso in Niedersachsen, sogar  Birken sollen mancherorts “großflächig absterben“.

Dabei wird von waldbaulichen Experten u.a. gerade die Buche als Zukunftsbaum eingeschätzt: Für Bayern wird eine hundertprozentige Übereinstimmung mit der zukünftigen Klimahülle prognostiziert, die Autoren der vom Bundesumweltministerium beauftragten Studie “Waldbau und Baumartenwahl  in Zeiten des Klimawandels  aus Sicht des Naturschutzes” stellen fest, dass “Buche und Eichen als die „Gewinner“ des Klimawandels eingeschätzt” werden (S. 31). Mit einer Zunahme der Buche rechnen demnach “vor allem die Naturschutzexperten (n = 11)”.

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Stärkste Buchenmast in Thüringens Wäldern seit zehn Jahren

In Thüringens Misch- und Buchenwäldern bietet sich den Besuchern derzeit ein seltenes Bild: Die Buchen, häufigste Laubbaumart im Freistaat, tragen so reichlich Bucheckern, dass diese aus der Ferne -trotz grüner Blätter- braun erscheinen und die Äste schwer beladen hängen lassen. Die Ursache dieses Phänomens: Seit Jahren haben die Buchen im Freistaat nicht mehr so stark geblüht und in Folge so zahlreiche Früchte getragen wie diesen Spätsommer. „Der überdurchschnittlich warme Sommer 2015 beschert uns womöglich eine Rekordernte bei der Buche in diesem Jahr“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Denn schon im Vorjahr entscheidet sich bei der Buche, ob im nächsten Jahr aus einer Knospe ein Zweig oder eine Blüte und damit eine Buchecker werden. So liefert eine vollbehangene Buche in diesem Jahr bis zu 50 kg reife Bucheckern. Rechnet man den Fruchtbecher, die stachelige Hülle, mit ein, so muss der Baum bis zu 300 kg zusätzliche Last schultern. Bis Oktober reifen nun die Samen und fallen dann auf den Waldboden, wo entweder aus den Sämlingen eine neue Buchengeneration entsteht, oder zumindest den Waldtieren wie Maus, Eichhörnchen, Wildschwein oder Hirsch eine gleichermaßen eiweißreiche wie delikate Nahrung geboten wird.

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