Schlagwort-Archive: Brandenburg

Brandenburg: ASP-Schutzzaun auf dem Oderdeich

Brandenburg plant einem Bericht des Focus zufolge die Errichtung eines Schutzzauns gegen das Vordringen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) von Polen nach Deutschland. Bereits in den nächsten Tagen solle mit dem Bau begonnen werden, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Äußerung, die der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) auf der Jahresabschlusspressekonferenz getan haben soll. Demnach hat auch MV 50 Kilometer Elektrozaun angeschafft, um im Fall eines Kadaverfundorts den Fundort weiträumig absperren zu können. „Nach Einschätzung von Experten des Friedrich-Loeffler-Institutes befindet sich die Seuche in Westpolen in einer Phase des maximalen Wachstums. In den nächsten Wochen müssen wir daher mit stetig steigenden Fallzahlen sowie mit einer weiteren und vor allem schwer abzuschätzenden Ausbreitung des Geschehens rechnen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Jahresabschlusspressekonferenz.  red./PM

Beitragsbild: Oderdeich. Foto: SE

Brandenburg: ASP – “flächendeckende verstärkte Bejagung” von Schwarzwild soll angeordnet werden

+++ Polen: Polizei und Militär sollen wegen ASP Wildschweine schießen dürfen +++

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher hat das Kabinett über den aktuellen Stand der Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung und zur frühzeitigen Erkennung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land Brandenburg informiert und zusätzliche Anordnungen angekündigt. Die Tierseuche breitet sich seit Mitte November in Westpolen immer weiter aus. Die auf polnischer Seite eingerichteten Restriktionszonen reichen bis an die deutsche Grenze und berühren die brandenburgischen Landkreise Spree-Neiße und Oder-Spree.

Ministerin Nonnemacher: „Noch gibt es in Brandenburg keinen ASP-Fall. Wir sind aber für den Ernstfall gerüstet. Alle zuständigen Behörden des Landes und der Landkreise stimmen sich ab und setzen Maßnahmen nach dem Tierseuchenalarm- und bekämpfungsplan konsequent Schritt für Schritt um. Aktuell kann niemand sagen, in welche Richtungen sich die Tierseuche weiter ausbreiten wird. Die letzten bekannten Nachweise lagen von Brandenburg etwas weiter entfernt in der Woiwodschaft Großpolen. Das kann sich aber jederzeit ändern. Die Abwehr der ASP ist das Ziel. Dafür sind weitere Maßnahmen wie eine intensive Fallwildsuche, verstärkte Bejagung und umfassendere Untersuchungen von Tierkörpern erforderlich, die wir jetzt vorbereiten.“

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Brandenburg: Wie das MLUL sich die künftige Bejagung von Bisam und Nutria vorstellt

Das Brandenburger Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft hat per E-Mail ein  Schreiben (das der Red. vorliegt) an die Unteren Jagdbehörden (UJB) des Landes versandt, in dem erläutert wird, die die Bejagung von Nutria und Bisam ablaufen soll. Mit der Aufnahme von Nutria und Bisam und Jagdrecht durch die umstrittene Durchführungsverordnung (DVO) zum Landesjagdgesetz hat sich das MLUL ein so unnötiges wie vorhersehbares (da andere Bundesländer in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht haben) Riesenproblem eingehandelt (JAWINA berichtete). Die Schadnager unterliegen jetzt dem Elterntierschutz, und die erfahrenen und bewährten Bisamjäger und Nutriafänger des Landes sind arbeitslos, da sie nun einen Jagdschein und eine Jagderlaubnis des Revierinhabers benötigen, um die Deiche schützen zu dürfen. “Im MLUL geht ÖJV-Nähe vor Fachkompetenz”, ätzt ein Insider, “Das rächt sich jetzt.”

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Brandenburg: Kenia-Koalition will Jagdgesetz novellieren

“Flächendeckendes Schadensmonitoring” als “Grundlage für Festsetzung der Abschusspläne” – “vordringliches Ziel:” “Minimierung der Wildschäden”

In Brandenburg haben sich CDU, SPD und Grüne auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, der jetzt als Entwurf vorliegt. Die Kenia-Koalition setzt sich darin zum Ziel, das Brandenburger Landesjagdgesetz zu novellieren. Unter dem Punkt “Jagd” heißt es ab Zeile 3825 des der Red. vorliegenden Dokuments: “Jägerinnen und Jäger sind wichtige Partner beim Waldumbau im Klimawandel. Ein funktionierendes und wertgeschätztes Jagdwesen ist eine Voraussetzung für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Kulturlandschaft in Wald und Flur. Die Koalition will das Brandenburger Jagdgesetz novellieren, um die Biodiversität, den Tier- und Artenschutz sowie die Lebensräume des Wildes angemessen zu berücksichtigen und zu verbessern.

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Brandenburg: Wolfsmanagementplan überarbeitet

Bauernbund: “Neuer Wolfsmanagementplan bereits veraltet”

Das Umweltministerium hat heute den überarbeiteten Wolfsmanagementplan vorgelegt. Dieser umfasst drei Teile. Neben aktualisierten Angaben zum laufenden Wolfsmanagement gibt es einen umfassenden Serviceteil mit allen wichtigen Kontaktdaten, Förderrichtlinien und Vorschriften zum Wolf. Als bundesweite Besonderheit sind im Mittelabschnitt des Plans insgesamt 29 Thesen über die künftige Weiterentwicklung des Wolfsmanagements in Brandenburg enthalten. Die Thesen sind von den Landnutzer- und Naturschutzverbänden und dem Ministerium gemeinsam entwickelt worden und werden von allen Beteiligten mitgetragen.

Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger betont: „Der neue Wolfsmanagementplan hat insbesondere durch die gemeinsam mit Landnutzer und Naturschutzverbänden erarbeiteten Thesen an Qualität gewonnen. Es ist beachtlich, dass es trotz der scheinbar häufig weit auseinanderliegenden Positionen zum Wolf gelungen ist, ein gemeinsam getragenes Thesenpapier zu entwickeln.“

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Brandenburg: Erneut Rückgang bei der Schalenwildstrecke

+++ NRW: LANUV bestätigt neue Wolfsrisse und mahnt Herdenschutz an +++ Niedersachsen: Berufsjäger testet Saufänge +++ Grüne: Habeck redet nicht mit jedem +++ Thüringen: Jäger soll in befriedetem Bezirk Erfurts Wildschweine geschossen haben +++ Sachsen: Erneut Wolfssichtung am Dresdner Stadtrand +++

Für das Jagdjahr 2018/2019 hat das Brandenburger Agrarministerium die Streckendaten landesweit ausgewertet. Bei den wichtigen jagdbaren Tierarten weist die aktuelle Statistik das zweite Jahr in Folge Rückgänge auf.

Im zurückliegenden Jagdjahr betrug die Schalenwildstrecke des Landes Brandenburg insgesamt 151.961 Stück (Rot-, Dam-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild). Laut Jagdstatistik für das Land Brandenburg lag die Gesamtstrecke davor – im Jagdjahr 2017/2018 – bei 176.418 Stück Schalenwild. Dabei werden neben den Erlegungen auch die Anzahl des Fall- und Unfallwilds erfasst.

Jäger als wichtige Partner für Forst- und Landwirte

Jägerinnen und Jäger sind wichtige Partner für die Forstwirtschaft und Nutztierhalter. Rot-, Dam- und Rehwild haben als verbeißendes Schalenwild einen sichtbaren Einfluss auf die natürliche Verjüngung der Wälder. Wildtiere fressen bevorzugt die Blätter junger Laubbäume – ohne Wildschutzmaßnahmen kann meist kein Waldumbau stattfinden.

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Wisente an der deutsch-polnischen Grenze gesichtet

+++ Mord, Vergewaltigung, Folter: Massive Vorwürfe gegen den WWF +++

WWF: Ein zweites „Lebus“ darf es nicht geben

350 Meter vor der deutschen Grenze, wenige Kilometer von Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch Oderland) entfernt, wurden im polnischen Cedynia zwei Wisentbullen gesichtet, die auch nach Deutschland kommen könnten. Vor zwei Jahren hatte schon einmal ein freilaufender Wisent die Grenze überquert und wurde dann bei Lebus in Brandenburg auf Anordnung des Ordnungsamt-Leiters von einem Jäger erschossen. Ein zweites Lebus dürfe es nun nicht geben, so die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland. „Wenn Wisente von sich aus in ihre ehemalige Heimat zurückkehren, sollten wir sie willkommen heißen und nicht abschießen. Abgesehen davon ist die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungspotential eine Straftat“, sagt WWF-Wisent-Expertin Nina Gandl. Gegen den Leiter des Ordnungsamtes hatte der WWF damals Strafanzeige gestellt, das Verfahren wurde allerdings wieder eingestellt. Warum die Aussicht, im dicht besiedelten Deutschland von einem Auto überfahren zu werden, unter Berücksichtigung der Gefährdung für die Fahrzeuginsassen so viel besser ist, dazu äußerte sich der WWF nicht.

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Brandenburg: DVO Jagd wird zum Debakel für den Deichschutz

Die unsägliche Durchführungsverordnung (DVO) zum Brandenburger Landesjagdgesetz wächst sich zum Desaster für den Deichschutz aus. Weil Bisam und Nutria ins Jagdrecht aufgenommen wurden, dürfen die bisherigen Bisam- und Nutriafänger den Tieren nicht mehr nachstellen (JAWINA berichtete), die Schäden an den Deichen nehmen explosionsartig zu. Die MOZ schreibt von einem “Existenzproblem für den Oderbruch”. Über 400 Bisamschäden sind am Oderbruch aktenkundig. Bei einer vom Forum Natur Brandenburg (FNB) organisierten Veranstaltung berichteten Experten aus anderen (Bundes-)Ländern von ihren Erfahrungen mit dem Deichschutz. Die von der MOZ zitierten Deischschutz-Fachleute wiesen darauf hin, dass man im Oderbruch ebenso wie in Norddeutschland oder den Niederlanden “existentiell von der Sicherheit des Deiches” abhänge. Der Deichschutz, die Bekämpfung von Nutria und Bisam, die die Deiche unterwühlen und durchbohren, gehört deshalb in die Hände von Profis: Sonst “würden wir einfach absaufen”.

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Brandenburg: Bauernbund kritisiert anhaltende Naturzerstörung durch den Biber

Der Bauernbund Brandenburg, Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe, hat den heute vorgelegten Entwurf der Landesregierung zur Novelle der Biberverordnung als komplett untauglich zurückgewiesen. “Bei über 5000 Bibern im ganzen Land ist der strenge Schutz nicht mehr gerechtfertigt – wir brauchen keine schadensbezogene Entnahme, sondern eine vorbeugende Bejagung, um der Plage noch Herr zu werden”, sagte der Biberbeauftragte des Bauernbundes Bernhard Kalies, Ackerbauer aus Ortwig im Oderbruch.

Auch innerhalb der Entnahmelogik bleibe der Entwurf bei den Widersprüchlichkeiten der alten Biberverordnung, kritisiert Kalies: “Was bringt es, wenn die Behörden aufgrund massiver Schäden Ausnahmegenehmigungen erteilen, diese durch die Verordnung aber zeitlich und räumlich so eingeschränkt werden, dass die Schäden nicht aufhören? Wo sollen die Vögel denn nisten, wenn der Biber im Vogelschutzgebiet einen Baum nach dem anderen zu Fall bringt?” Auch dass der Pelz und das Fleisch von getöteten Bibern nicht vermarktet werden dürfen, ist nach Auffassung des Bauernbundes Ausdruck eines falschen, von Wegwerfmentalität geprägten Naturverständnisses.

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Brandenburg: Weiterer Wolf illegal geschossen

Bei Ratzdorf im Landkreis Oder-Spree ist ein illegal geschossener Wolf gefunden worden, wie das Landesumweltamt am Dienstag bestätigte. Der Fundort des Kadavers ist nicht weit entfernt von der Stelle, wo vor etwa zwei Jahren bereits ein Wolf illegal erlegt worden war. Es ist der dritte bekannt gewordene illegale Wolfsabschuss in diesem Jahr in Brandenburg. Sieben Wölfe sind in Brandenburg in diesem Jahr bereits im Rahmen der Wolfsverordnung “letal entnommen” worden. red.

Beitragsbild: Wölfe. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel