Schlagwort-Archive: Brandenburg

Brandenburg: CDU-Antrag gescheitert – keine Schutzjagden auf Wölfe

Ein Antrag der Brandenburger CDU-Fraktion, der Schutzjagden auf Wölfe und die Aufnahme des Wolfs ins Landesjagdrecht forderte, ist im Potsdamer Landtag gescheitert. CDU und AfD stimmten für, SPD, Linke und Grüne gegen den Antrag. In der Begründung des Antrags wies die CDU-Fraktion darauf hin, dass “Brandenburg im Vergleich zu anderen Bundesländern mittlerweile das Land mit dem höchsten Wolfsbestand” sei. Der Wolfsmanagementplan 2018 aber enthalte “bislang nur bekannte Informationen zur Schadensprävention, zum Schadensausgleich und zur Brandenburgischen Wolfsverordnung”. Neben reinen Informationen müsse ein praxistauglicher und für die nächsten Jahre wirkungsvoller Wolfsmanagementplan auch Hilfe und Unterstützung für Weidetierhalter und weitere Betroffene geben sowie insbesondere Ziele und Maßnahmen für ein mittelfristig zu erarbeitendes Bestands- und Konfliktmanagement beinhalten, um potenzielle Gefahren für Menschen durch Wölfe zu reduzieren, die Weidetierhaltung auch in Zukunft zu sichern und die Akzeptanz für den Artenschutz und damit den Wolf in der Kulturlandschaft zu erhalten.”

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Brandenburg: Landnutzerverbände beklagen Stillstand

Die im Forum Natur Brandenburg (FNB) zusammengeschlossenen Landnutzerverbände (z.B. Jäger, Angler, Fischer, Waldbesitzer, Bauern und Förster) mahnen eine Beendigung des “umwelt- und agrarpolitischen Stillstands” in Brandenburg an. Die “rechtlich fragwürdige und fachlich katastrophale Umsetzung des Schutzgebietsnetzes  “NATURA 2000″ durch die Umweltverwaltung” müsse angegangen, die Weidetierhaltung gestärkt und das Wolfsmanagement weiterentwickelt , das Jagdgesetz novelliert werden, lauten drei der sechs zentralen Forderungen des FNB. Heftige Kritik müssen bei einem Pressegespräch des FNB am 3. September vor allem die Verwaltungen im Umwelt-, Jagd-, Forst- und Landwirtschaftsbereich einstecken, die ein ideologisch motiviertes Eigenleben entwickelt hätten: “Wenn sich bestimmte Dinge im Landtag durchsetzen, die nicht dem Mainstream im Fachministerium entsprechen, sitzt man sehr lange in den Mühlen”, sagte der Präsident des Forum Natur, der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD) gegenüber der Lausitzer Rundschau. Das Primat des Parlamentes müsse wieder Vorrang haben, fordert Schmidt, letztlich müssten die Landnutzer und die Menschen, die auf dem Lande wohnten, wieder stärker in die Entscheidungen eingebunden werden, wenn es um Dinge gehe, die sie betreffen.”

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Brandenburg: Hundebesitzer muss Irish Setter mit Knüppel gegen Wolf verteidigen

Hündin bei Attacke durch Wolfsrudel schwer verletzt – Tollwut Antikörper bei Wölfin nach Hundeangriff in Tschechien nachgewiesen

In der Bücknitzer Heide bei Ziesar (Landkreis Potsdam Mittelmark) ist eine frei laufende Irish Setter Hündin am Rand einer Dickung von drei Wölfen attackiert worden. Der Setter war zum Zeitpunkt des Angriffs nur 10 bis zwanzig Meter von dem Besitzer entfernt. Als die Hündin auf die Wölfe stieß, griffen diese sofort an. Der Hundebesitzer ging mit einem Knüppel auf die Wölfe los und konnte sie schließlich in die Flucht schlagen. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, erlitt die Hündin tiefe Bisswunden und musste operiert werden. Sie hat die OP wohl gut überstanden. Der Amtsdirektor von Ziesar, Norbert Bartels, sprach gegenüber der MAZ von “einer neuen Qualität von Begegnungen zwischen Wolf, Mensch sowie Haus- beziehungsweise Nutztieren”. Bartels geht von einer weiteren Zunahme der Konflikte aus, wenn sich die Wolfspopulation weiter ungehemmt vermehrt. Der Brandenburger Wolfsbeauftragte Steffen Hinze empfiehlt in der MAZ, Hunde im Wald stets an der Leine zu führen. Eine interessante Frage stellte ein Schafhalter, der bereits mehrere Schafe durch Wölfe verloren hat, in der MAZ: “Was machen eigentlich Pilzsammler, wenn sie in einer Dickung auf ein Wolfsrudel stoßen?“

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“Ende der Geduld ist erreicht”: Verbände fordern Zurückziehen des Wolfsmanagementplans

„Acht-Punkte-Plan“ zum Umgang mit dem Wolf vorgelegt – Wendorff: „Der Wolf ist in Brandenburg unumkehrbar angekommen, die Verwaltung offenbar nicht! Das zukünftige Wolfsmanagement muss langfristig auch auf ein aktives Bestands- und Konfliktmanagement ausgerichtet sein!“

Die Verbände im ländlichen Raum zeigen sich vom Inhalt des vom Umweltministerium in Umlauf gebrachten Wolfsmanagementplans (JAWINA berichtete) entsetzt. „Wir waren das erste deutsche Bundesland mit einem eigenen Wolfsmanagementplan. Und selbst der zweite Managementplan, trotz eines Kapitels ungelöster Probleme, war wenigstens noch ein Managementplan. Nun wird eine Loseblattsammlung bereits bestehender Verordnungen und Informationen als Grundlage für die Evaluierung zusammengeheftet: ziellos, visionslos, kraftlos“, fasst Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes und Vorstand im Forum Natur, den Eindruck der Verbände zusammen.

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Brandenburg: Umweltministerium legt Entwurf des neuen Wolfsmanagementplans vor

Fünf Handlungsansätze für den Umgang mit dem Wolf in der Kulturlandschaft

Das Brandenburger Umweltministerium hat den Entwurf des neuen Wolfsmanagementplans erarbeitet und wird diesen Anfang September mit Naturschutz- und Landnutzerverbänden erörtern. Der Plan ist als Arbeitsinstrument gedacht. Auf der Basis der derzeit geltenden Rechtslage enthält er Informationen über Angebote der Beratung/ Information/ Aufklärung, zum Monitoring zum Wolf, über die Maßnahmen der Prävention und des Schadensausgleiches für gerissene Weidetiere sowie zum Umgang mit Wölfen mit auffälligem Verhalten. Informationen über Fördermöglichkeiten in der Wolfsprävention und für Schadensausgleichregelungen sowie die Regelungen im Umgang mit Problemwölfen, umfasst. Er enthält die entsprechenden Richtlinien und Verordnungen, nennt Ansprechpartner, Telefonnummern und Adressen. Der Plan ist kompakt und auf die wesentlichen Elemente konzentriert, eben anwendungsorientiert.

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Sachsen: Zwei neue Wolfsterritorien nachgewiesen

Brandenburg: Dritter Wolf innerhalb weniger Wochen erschossen

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz konnte aktuell jeweils ein neues Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit dem Monitoringjahr (MJ) 2014/15 gab es im Bereich zwischen Löbau und Zittau (LK Görlitz) und seit dem MJ 2016/17 im Bereich der Massenei (LK Bautzen) einzelne Nachweise von Wölfen, ohne dass bisher territoriale Tiere bestätigt werden konnten.
So wurde im Raum Großhennersdorf, nördlich von Zittau, im Februar 2018 durch Fotofallenaufnahmen ein Rüde bestätigt. Im Juni 2018 konnten dann eine Wölfin mit Gesäuge und zwei Welpen (s. Foto) nachgewiesen werden.

Im Waldgebiet Massenei gab es bereits im Februar 2017 den genetischen Nachweis einer aus dem Daubaner Rudel stammenden Wölfin, die sich anschließend im Hohwald niederließ und dort im Mai 2017 Welpen bekam. Darüber hinaus wurde nordöstlich der Massenei bei Rammenau ein männlicher Wolf im April 2017 überfahren, dessen Herkunftsrudel bisher unbekannt ist. Zudem kam westlich der Massenei nahe Radeberg ein weiblicher Wolf, der aus der Laußnitzer Heide stammte, bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nun zeigten Fotofallenaufnahmen von Anfang Mai 2018 eine Fähe mit Gesäuge in diesem Gebiet.
Beide Vorkommen werden somit rückwirkend für das letzte Monitoringjahr 2017/18 als Wolfspaare geführt.

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Brandenburg: Zwei illegal geschossene Wölfe gefunden

+++ Reiter-Präsident fordert Wolfsabschüsse +++ Thüringen: Nach tödlichen Jagdunfällen Debatten um Erntejagd +++ Bayern: Versuchter Überweisungsbetrug bei Kreisgruppe Nabburg des Bayerischen Jagdverbands +++ Waren es Wölfe? Schockvideo von angefressenem Rind erregt die Gemüter +++

Im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree sind zwei illegal geschossene Wölfe innerhalb von zwei Wochen gefunden worden. Ein ca. einjähriger Wolfsrüde wurde am 9. Juli von Mitarbeitern der Landesförsterei Müllrose im Forstrevier Schwarzheide in der Nähe eines Waldwegs entdeckt, wie die Märkische Oderzeitung (MOZ) berichtet. Ein weiterer Wolf wurde am vergangenen Wochenende in der Nähe von Fürstenwalde entdeckt. In beiden Fällen ergaben Untersuchungen der Kadaver, dass die Tiere geschossen wurden. Der Landkreis hat in beiden Fällen Strafanzeige wegen illegalen Abschusses eines streng geschützten Tiers gestellt. red.

Beitragsbild: Munition (Symbolbild). Foto: SE

 

 

Brandenburg: Das Schlaubetal wird verspargelt

Wer die bislang noch malerische Natur und Kulturlandschaft im Schlaubetal noch halbwegs intakt erleben will, sollte sich beeilen: SPD, Linke und Grüne (!) haben im Brandenburger Landtag einen Antrag der Freien Wähler abgelehnt, den rücksichtslosen Ausbau der Windkraft in Brandenburg zu beschränken und unter Beachtung neuer wissenschaftlicher Studien zu überprüfen. Konkret ging es den Freien Wählern unter anderem um die Errichtung eines Windparks im Schlaubetal: “Wir glauben, dass gewachsene Kulturlandschaften geschützt werden müssen. Insbesondere im ländlichen Raum muss darauf geachtet werden, dass die Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt und nicht durch riesige Windkraftanlagen verdrängt wird. Hinzukommt, dass der geplante Windpark auch für die touristische Attraktivität des Schlaubetals von Nachteil ist”, erklären die Freien Wähler.

Schon heute hat Deutschland die höchsten Strompreise Europas, nicht benötigter Ökostrom wird ins Ausland nicht nur verschenkt, es werden Jahr für Jahr dreistellige Millionenbeträge für die Abnahme bezahlt, die Kosten für Netzeingriffe stiegen von 660 Millionen im Jahr 2016 auf knapp eine Milliarde in 2017, trotz Subventionierung energieintensiver Branchen auf Kosten der Verbraucher droht eine Abwanderung ganzer Industrien. Trotzdem scheint es für viele Politiker nur ein “Weiter so” beim Ökostrom-Ausbau zu geben, die Probleme werden ignoriert.

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Brandenburg: Dr. Carsten Leßner für Landesforst und OJB in Personalunion zuständig

+++ Schweiz: Abschussplan für Rotwild im Kanton Graubünden auf Rekordhöhe +++

Im Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung,Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) dreht sich das Personalkarussel: Bisher wurde die Oberste Jagdbehörde (OJB) Brandenburgs durch den Referatsleiter Ulrich Hardt verkörpert, der nach längerer Krankheit an die “Stabsstelle Digitalisierung, Betreuung parlamentarischer Angelegenheiten” versetzt wurde. Seine Nachfolge tritt Dr. Carsten Leßner an, der JAWINA-Lesern vor allem als Unterzeichner des berühmt-berüchtigten “Maulkorberlasses” bekannt sein dürfte, der von Staatssekretärin Dr. Carolin Schilde nach massiven Protesten von Forstleuten wieder zurückgenommen wurde. Leßner gilt, wie auch schon sein Vorgänger, eher als Vertreter einer “Wald-vor-Wild”-Position. Anders als sein Vorgänger Ulrich Hardt, der nur die OJB verantwortete, ist Leßner in dem neu zugeschnittenen Referat 35 am MLUL für Wald und Forstwirtschaft – also vor allem den Brandenburger Landesforst – und die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes in Personalunion verantwortlich. Es bleibt abzuwarten, ob die jagdlichen Belange Brandenburgs damit noch stärker als bisher schon an den Interessen der Landesforst ausgerichtet werden. SE

Beitragsbild: Das neu zugeschnittene Referat 35 auf einem Organigramm des MLUL. (Screenshot)

Brandenburg: Polizei verschlampt erlaubnispflichtige Waffen

Bei der Brandenburger Polizei sollen hunderte von Waffen abhanden gekommen. Das berichtet die Berliner Lokalzeitung Tagesspiegel. Demnach erhielt im Jahr 2013 der Zentraldienst der Polizei (ZDPol) von der Staatsanwaltschaft Neuruppin den Auftrag, den Verbleib von beschlagnahmten Waffen bei der Potsdamer Polizei zu überprüfen. Laut Tagesspiegel erfolgte dies, weil intern von “Bezügen zum NSU-Terrortrio” und einem mit Waffen handelnden Polizisten die Rede war. Der ZDPol kam zu dem Ergebnis, dass für 1550 Waffen, darunter 219 erlaubnispflichtige, “der Verbleib nicht vermerkt” sei. Beschlagnahmte oder im Rahmen der Amnestieregelung abgegebene WBK-pflichtige Waffen müssen vor der Zerstörung mit Fabrikat, Kaliber und Seriennummer erfasst werden. Doch diese Angaben seien “teils schon unvollständig gewesen, als die Polizei die Waffen an den Zentraldienst übergab.” Scharfe, geladene (!) Waffen seien als Spielzeug deklariert gewesen und umgekehrt. Die Untersuchung habe “zerrissene Waffenprotokolle, falsche Datensätze,  “massive Probleme” und “erhebliche Defizite” in der Dokumentation” zutage gefördert. Es sei versucht worden, die Nachweise nachträglich zu erbringen.

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Wölfe in Sachsen: “Nachsuche mit Hund völlig unmöglich”

Es mehren sich Berichte, denen zufolge die Nachsuchenarbeit in den Wolfsgebieten Sachsens und Brandenburgs durch die flächendeckende Anwesenheit von Wölfen schwierig bis unmöglich wird. In der Sächsischen Zeitung (SZ) berichtet ein Nachsuchenführer, dass die Wölfe zunehmend “zu einer echten Konkurrenz” werden. Demnach hätten die Wölfe gelernt, den Schuss mit dem Vorhandensein von Beute in Verbindung zu bringen – ein Phänomen, das unter dem Begriff “Schusshitzigkeit” in ähnlicher Weise bei Jagdhunden bekannt ist. Man müsse sich beeilen, so der Jäger in der SZ, nach dem Schuss vom Hochsitz zu kommen und den Hund aus dem Auto zu holen, sonst habe der Wolf das Stück bereits in Besitz genommen. In Gebieten mit besonders hoher Wolfsdichte seien Nachsuchen mit dem Hund “völlig unmöglich” geworden. Das Kontaktbüro “Wölfe in Sachsen” bestätigte gegenüber der Zeitung, dass entsprechende Berichte von Hundeführern vorliegen.

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Forum Natur Brandenburg: “UMK muss beim Wolf die Handlungsunfähigkeit überwinden”

Anlässlich der am heutigen Mittwoch beginnenden Umweltministerkonferenz (UMK) weisen die Mitgliedsverbände im Forum Natur Brandenburg (FNB) auf den dringenden Handlungsbedarf für eine Neuordnung des Wolfsmanagements im Bund wie auch im Land hin. Der Bund ist aufgerufen, schnellstmöglich eine Reihe von rechtlichen Fehljustierungen zu korrigieren, die sich aus der Umsetzung der FFH-Richtlinie in nationales Recht ergeben, fordert das FNB: „Wenn der Bund die Länder weiterhin alleine lässt und ihnen nicht den notwendigen Handlungsspielraum für ein aktives Wolfsmanagement gibt, wird die Rückkehr der Wölfe in einem Desaster für den Wolf und die Weidetierhaltung enden“, stellt Gernot Schmidt, Vorsitzender im Forum, mit Verweis auf die dramatisch ansteigende Zahl von Nutztierrissen klar. Dass die Politik dabei dieselben Fehler wiederhole, die sie schon bei Kormoran und Biber gemacht habe, sei besonders unverständlich.

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Brandenburg: Bauern fordern Schutzjagden auf Wölfe

Landwirt verliert 40 Kälber im Jahr durch Wolfsangriffe

Anlässlich eines Ortstermins, bei dem sich CDU-Bundestagsabgeordnete bei Brandenburger Landwirten über die Situation von Weidetierhaltern informierten, haben Bauern Schutzjagden auf Wölfe nach schwedischem Vorbild gefordert. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Die Landwirte beklagten den hohen Aufwand, der für die Absicherung der Weiden und die Instandhaltung der Einzäunung anfällt. Allein das regelmäßig Abmähen des Grases, das erforderlich ist, um den Stromzaun funktionstüchtig zu halten, kostet einen Weideviehbetrieb nach eigenen Angaben 19.500 Euro im Jahr. Diese kosten werden auch nicht ersetzt. Ein betroffener Landwirt berichtete, dass er im Jahr 2017 40 Kälber durch Wolfsrisse verloren habe, nur für 16 sei eine Entschädigung gezahlt worden. Von 21 Kälbern seien keine Überreste gefunden worden, das Dobbrikower Wolfsrudel habe sich zudem auf neugeborene Kälber spezialisiert, die noch keine Ohrmarken hätten.

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Brandenburg: Landesjägertag mit Jägerfest und Landeshegeschau

Am 26. und 27. Mai 2018 findet auf Schloss Diedersdorf der Brandenburger Landesjägertag statt, der als „Jägerfest“ fester Bestandteil im Veranstaltungskalender Brandenburgs ist.
Jagdhornbläsergruppen sorgen für eine besondere Stimmung. Die Jagdhundeschau, angeleitet von der Hundeführerin Alexandra Weibrecht, sowie Greifvogelvorführungen vom Waldhaus Potsdam, begeistern nicht nur die Jägerschaft, sondern lassen auch das Herz des Nicht-Jägers höherschlagen. Bis zu dreißig Kleine Münstlerländer betreten am Sonntag das Festareal, präsentiert von Michael Schmiedel vom Verband für Kleine Münsterländer Vorstehhunde, Landesgruppe Berlin-Brandenburg.

Ein Bühnenprogramm und über dreißig Aussteller bereichern das Jägerfest. Da gibt es erstmals einen Hirschrufer-Wettbewerb und die Kochshow – Wild aus Brandenburg, präsentiert von Daniel Reuner, Flairhotel Reuner. Jagdmaler, Messerschmied, Pfeifendoktor, Holzschnitzer und Präparator zeigen ihr handwerkliches Geschick. Und laden zum Mitmachen ein. Am Sonntag ab 15:30 Uhr heißt es „Vom Hirschfell zum Wildleder – Gerben wie die Indianer“, präsentiert von Elke Eisermann, Wildnisschule Wildpfade.

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Brandenburg: Landkreis oder-Spree fördert Schwarzwild-Vermarktung

Ankauf von Schwarzwild durch Wildhändler wird unter bestimmten Voraussetzungen subventioniert

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Oder-Spree arbeitet intensiv daran, mit umfangreichen vorbeugenden Maßnahmen, die Risiken für ein Übergrei-fen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus dem Osten Europas zu minimieren. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich.

Eine Schlüsselrolle bei der Minimierung der Infektionsgefahr nimmt die Reduzierung der hohen Wildschweinbestände ein. „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr konstruktive Gespräche mit den Jägern des Landkreises geführt, die letztlich in zwei ganz konkrete Maßnahmen münden, mit denen wir die Jäger motivieren wollen, die Abschusszahlen von Schwarzwild spürbar zu erhöhen“, erläutert Petra Senger, Amtstierärztin des Landkreises Oder-Spree. Der Landkreis werde es nicht bei Appellen belassen, sondern hat selbst zwei Programme aufgelegt, die im Kreishaushalt finanziell untersetzt sind.

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Showdown in Buckow

Zu einem denkwürdigen Zusammentreffen kam es am vergangenen Samstag im malerischen Buckow in der Märkischen Schweiz: Der Vorstand des Ökologischen Jagdvereins Brandenburg (ÖJVB) hatte den Verf. zu einem “lebhaften Kamingespräch zum Großthema Jagd und Gesellschaft” geladen, einer “engagierten Diskussion nicht nur zum Thema Wolf.” Auch um “Image und gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd” sollte es bei der Klausurtagung des ÖJVB-Vorstands gehen, wie der Journalist und stellvertretende Vorsitzende des ÖJVB, Eckhard Fuhr in seiner Einladung schrieb: Da tue sich einiges zur Zeit, meinte Fuhr im Hinblick auf die “beiden Jagdbücher von Frauen, die in diesem Frühjahr erschienen sind”, Pauline de Boks “Beute” und Antje Joel “Jagd. Unsere Versöhnung mit der Natur” sowie den Dokumentarfilm über die Jagd von Alice Agneskirchner, “der ein überaus positives Bild von Jagd und Jägern zeichnet.” Es solle ein “Aufschlag” geliefert werden, “ein kurzes Impulsreferat von außen”: Wir “könnten uns Sie als Referenten sehr gut vorstellen, gerade weil Sie ÖJV-Positionen eher kritisch bis ablehnend gegenüberstehen”, schrieb Fuhr. Einem anständigen “Sechs gegen einen” sollte man nicht aus dem Weg gehen, also nahm ich die Einladung an.

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Brandenburg: Wolf reisst Kalb in Mutterkuhstall

In Lindenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) ist ein Wolf in einen Mutterkuhstall mit 250 Mutterkühen und 100 Kälbern eingedrungen und hat ein Kalb gerissen. Das berichtet die Lausitzer Rundschau (LR)). Als der Tierpfleger um 5.30 Uhr morgens den Stall aufschloss, traf er den Wolf noch auf einem Futtertisch stehend an. Der Wolf ergriff dann die Flucht. Der Chef der Agrargenossenschaft sprach angesichts des Wolfsrisses in einem Stall von einer neuen Qualität und warnte vor den Folgen für die Tierhaltung: Die Ställe zu verrammeln, um die Kühe vor Wölfen zu schützen, widerspreche artgerechter Tierhaltung. Kühe bräuchten Luft, Licht und Auslauf. In Lindenau mache sich Angst breit, so die MAZ, schließlich liege der Kuhstall nicht abseits, sondern “gleich neben den ersten Häusern am Dorfrand”.

Im benachbarten Landkreis Dahme-Spreewald nehmen die Schäden durch Wolfsrisse zu, Nutztierhalter fürchten um ihre Existenz, berichtet ebenfalls die Lausitzer Rundschau. Allein in Südbrandenburg “von der Neiße bis zur Elbe” leben nach Auffassung eines in der LR zitierten “Wolfsexperten” ca. 100 Wölfe. Ein Eingriff in die Population sei nicht notwendig, die maximale Populationsdichte sei erreicht – was indes fraglich erscheint, da die Dichte der Beutegreifer von der Dichte der Beutetiere bestimmt wird. Solange die Wölfe genug Wild- und Nutztiere finden, werden sich wohl auch neue Rudel in entsprechend kleineren Streifgebieten ansiedeln können.

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Brandenburg: Erneuter Wolfsangriff auf Hund

+++ Brandenburg: Wolf aus Tierpark entlaufen +++

Wenige Wochen nach der Tötung einer Bracke durch einen Wolf auf einem Truppenübungsplatz an der Grenze von Sachsen zu Brandenburg, soll es in Brandenburg zu einer neuen Wolfsattacke auf einen Hund gekommen sein. Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) unternahm der pensionierte Förster Peter Keibel am Karfreitag in Begleitung der sieben Jahre alten Jack-Russel-Hündin seiner Enkelin einen Spaziergang im Zehdenicker Stadtwald (Landkreis Oberhavel), den der Forstmann weiterhin betreut und bejagt. Gegen 9.30 Uhr kontrollierte er eine Wildkamera, als er die Hündin aufschreien hörte. Im nächsten Moment habe er die Hündin, gefolgt vom Wolf, weglaufen sehen. Auf seinen Pfiff kam die verletzte Hündin zurück. Die Fangzähne des Wolfs hatten tiefe Bisswunden in Hinterlauf und Rumpf gerissen, aber keine inneren Organe verletzt, so die MAZ. Neun Minuten vor dem Angriff hatte Keibels Wildkamera einen Wolf aufgenommen. Für ihn besteht kein Zweifel, dass dieser Wolf diesen Angriff verursacht hat.

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ÖJV attackiert Pfannenstiel

Der Ökologische Jagdverband Brandenburg (ÖJVB) hat eine Erwiderung auf die von Prof. Pfannenstiel verfasste Denkschrift “Der Wolf in unserer Kulturlandschaft – geht das konfliktfrei?” veröffentlicht. Darin fordert der ÖJVB die Rückkehr zu einer “sachlichen Auseinandersetzung”. Wie das gelingen soll, wenn man selbst anstelle von Sachargumenten polemische und persönliche Angriffe auf Andersdenkende vorbringt, erschließt sich nicht. Auf den Menschen, statt auf die Sache zu zielen, war schon immer ein untrügliches Anzeichen für den Mangel an Argumenten. Im folgenden dokumentieren wir den Wortlaut der Pressemitteilung des ÖJVB.

Es wird Zeit, die Stimmungsmache gegen den Wolf und das staatliche Wolfsmanagement zu beenden. Der Ökologische Jagdverein Brandenburg fordert die im Forum Natur zusammengeschlossenen Verbände auf, zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückzukehren

Mit der am 26. Januar dieses Jahres in Kraft getretenen Wolfsverordnung beschreibt das Land Brandenburg nach intensiven Beratungen mit allen betroffenen Interessengruppen, wie mit Wölfen umzugehen ist, die für die Weidewirtschaft oder für die Sicherheit der Menschen zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden sind. Die konsequente Vergrämung und gegebenenfalls die Entnahme solcher Tiere sind unabdingbar, um das mit dem Managementplan des Landes verfolgte Ziel einer möglichst konfliktarmen Nachbarschaft von Mensch und Wolf in der Kulturlandschaft zu erreichen. Das Land hat sich aus guten Gründen dazu entschieden, notwendig werdende Abschüsse einzelner Wölfe oder bestimmter Rudel außerhalb des Jagdrechts zu regeln. Grundlage für eine solche Maßnahme ist immer eine Behördenentscheidung des Landesamtes für Umwelt. Auf dieser und nur auf dieser Grundlage handeln die mit der Wolfsjagd Beauftragten, in erster Linie die Jagdausübungsberechtigten in den entsprechenden JagdbezirkenJäger, die noch nicht ganz den Kontakt zur gesellschaftlichen Realität verloren haben, sind angesichts der brutalen Polarisierung, die jeder Wolfsabschuss mit sich bringt, dankbar dafür, dass der Staat in dieser Angelegenheit die Verantwortung übernimmt.

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Brandenburg: Wölfe reissen Gatter-Damwild und Kälber

“Ich höre definitiv auf”, erklärt Gerhard Kernchen, Betreiber eines Damwild-Gatters in Locktow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ). Über die Wiederbesiedlung des Landes mit Wölfen erklärt er: “Das ist eine Invasion, die kann man nicht mehr aushalten.” Der Gatterbetreiber hat bei einem erneuten Angriff über zehn Tiere und damit mehr als die Hälfte seines Bestandes,  an die Wölfe verloren. Bei der Mehrzahl der getöteten Stücke handelte es sich um hochträchtige Tiere. Nach einem ersten Angriff auf das Gatter im Februar 2016, bei dem sich die Wölfe unter dem Zaun durchgegraben hatten, wurde der Zaun mit Stromlitze nachgerüstet. Es ist dem Bericht der MAZ zufolge noch unklar, wie die Wölfe diesmal ins Gatter gelangt seien.

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Brandenburg: Seeadler von Windrad erschlagen

In der Nähe von Wernikow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ist am Samstag ein Seeadler von einem Windrad erschlagen worden. Mitarbeiter einer Wildtierauffangstation fanden das tote Tier, als sie nach einem geeigneten Ort für die Auswilderung von Schwänen suchten, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Es sei unklar, ob der Seeadler eine Brut zu versorgen hatte, heißt es in dem Beitrag. Es ist bereits der 48. Seeadler, der der offiziellen Statistik der Vogelschutzwarte Brandenburg zufolge von einem Windrad getötet wurde – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Öko-Strom vom feinsten… SE

Beitragsbild: Seeadler in Schottland. Autor: Jacob Spinks, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution 2.0 Generic Lizenz.

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Elch-Beobachtungen bitte online melden

Aus gegebenem Anlass und auf Bitte der Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft am Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) weisen wir darauf hin, dass Elch-Beobachtungen online an das LFE gemeldet werden können und sollen. Dort werden alle Sichtungen für den Elch-Management-Plan des Landes gesammelt. Immer wieder ziehen Elche aus Polen Richtung Westen und verbleiben auch in Brandenburg bevor sie weiter ziehen oder auch wieder über die Oder zurückkehren. Elche können, wie bereits geschehen, auch schwere Unfälle auf Straßen verursachen und auch dafür sind Kenntnisse über ihre Wege im Land notwendig. Das LFE bittet darum, dass alle Elch-Beobachtungen gemeldet werden.

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Brandenburg: Verbände rufen zur Teilnahme an Wolfswachen auf

Vor knapp einem Jahr fand in Brandenburg erstmals eine landesweite Nacht der Wolfswachen mit seinerzeit neun Standorten statt. Nun rufen die Verbände im ländlichen Raum erneut zur Teilnahme an landesweiten Wolfswachen auf. Am kommenden Freitag (9.3.) werden an insgesamt 21 Standorten im Land Wolfswachen stattfinden. “Daran lässt sich bereits der unhaltbare Zustand erkennen, den die Landesregierung durch ihre Untätigkeit trotz „Brandenburgischer Wolfsverordnung“ provoziert”, heißt es in einer Pressemitteilung des Forum Natur Brandenburg (FNB), in dem verschiedene Naturschutz- und nutzerverbände zusammengeschlossen sind: “Die Verbände haben kein Interesse daran, dass die Akzeptanz für unsere Wölfe immer weiter schwindet”, heißt es weiter, “gleichzeitig die betroffenen Weitetierhalter vor schier unlösbare Probleme gestellt werden. Es wird daher Zeit für eine neue Wolfspolitik und einen anderen Umgang mit dem Thema durch die Landesverwaltung!”

Weitere Informationen und Downloads:

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Brandenburg: Jagdbericht 2016/17 erschienen

Massiver Anstieg der Strecken bei invasiven Arten Marderhund und Waschbär

Der aktuelle Jagdbericht Brandenburg für das Jagdjahr 2017 / 2017 ist erschienen und steht auf der Internetseite des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) zum Herunterladen bereit. Das zurückliegende Jagdjahr, so steht es im Vorwort des Jagdberichts zu lesen, wurde durch die Steigerung der Streckenergebnisse bei Rot-, Reh- und Schwarzwild sowie den invasiven Arten Marderhund und Waschbär geprägt. Dies zeuge einerseits vom ungebrochenen Engagement der Brandenburger Jägerinnen und Jäger, lasse andererseits jedoch auch auf anhaltend hohe bzw. steigende Bestände schließen. PM

Beitragsbild: Titelseite des Brandenburger Jagdberichts 2016/17

Brandenburg: Elch schliesst sich Mutterkuhherde an

Ein Elch hat sich am Dienstag (gestern) bei Schlalach in der Nähe von Treuenbrietzen (Landkreis Mittelmark) einer Mutterkuhherde angeschlossen. In den Tagen zuvor war der Elch bereits an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und in anderen Teilen des Landkreises gesehen worden. Der nordische Besucher lockte Scharen von Schaulustigen und eine Vielzahl von Medienleuten an, die mit Kameras und Mikrofonen über die Weide liefen und jede Menge Unruhe in die Rinderherde brachten. Da der Landwirt fürchtete, dass der Elch ausbrechen und dabei den Zaun beschädigen könnte, verständigte er das Veterinäramt und die Jagdbehörde.

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ASP: Prof. Pfannenstiel fordert Biosicherheit statt Vernichtungskrieg

In einem Offenen Brief an den Linken-Kreistagsabgeordneten Thomas Singer kritisiert der Biologe Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel Forderungen nach der “Pille für die Sau” und schlägt wirksamere Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest vor. Im folgenden veröffentlichen wir den Offenen Brief im Wortlaut:

Pille für Wildschweine ?

Sehr geehrter Herr Singer,

alle Experten, auch die damit befassten Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts, sind sich über den Weg einig, den die Afrikanische Schweinepest (ASP) mit größter Wahrscheinlichkeit nach Deutschland nehmen wird. Der Mensch wird Vektor sein und nicht das Wildschwein. Allerdings wird die lokale Verbreitung der Seuche in Wildschweinbeständen durch hohe Individuendichten begünstigt. Insofern kommt dem Absenken von Wildschweinbeständen durchaus Bedeutung zu. Für Risiko und Wahrscheinlichkeit des Eintrags der Seuche nach Deutschland sind unsere Wildscheinbestände jedoch ohne Belang. Leider ist dieser Umstand in der Gesellschaft kaum bekannt. Auch Sie scheinen sich dieser Tatsache nicht bewusst zu sein.

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Brandenburg: Wolf erschossen

Am Freitag hat der zuständige Revierförster bei Reinigungsarbeiten im Bereich des Ruhlander Schwarzwassers (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) an der Landesgrenze Brandenburg/Sachsen einen toten Wolf gefunden. Wie die Brandenburger Polizei meldet, wies das zweijährige weibliche Tier zwei Schussverletzungen auf. Durch den Wolfsbeauftragten wurde der Wolf zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz gegen Unbekannt aufgenommen. PM

Beitragsbild: Polizeimeldung zum toten Wolf (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Terrier nach Wolfsangriff eingeschläfert

+++ Südafrika: Löwen töten Wilderer +++

In Steinberg, einem Ortsteil der Gemeinde Buckautal im Landkreis Potsdam-Mittelmark musste eine Terrierhündin namens Angie nach einem mutmaßlichen Wolfsangriff eingeschläfert werden. Der Vorfall soll sich einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zufolge auf einem mit einem Stabgitterzaun und im Boden eingelassenen Betonborten gesicherten Privatgrundstück zugetragen haben. Demnach kam die Parson-Russell-Terrier-Hündin ihrer Besitzerin morgens entgegengehumpelt: Die linke Vorderpfote war abgerissen worden. Die Besitzerin des Hundes ist sich sicher, dass ein Wolf die Hündin durch den Zaun gefasst haben soll. Dafür sprächen aufgefundene Fellreste sowie die Bilder einer am Zaun montierten Wildkamera, auf der, so die MAZ, ein Wolfsfoto auf das nächste folge. In der Tierklinik sah man nur die Möglichkeit, den Vorderlauf zu amputieren, doch das Dasein als Krüppel habe man der 13 Jahre alten Hündin ersparen wollen. Der tragische Vorfall habe ihr die Augen geöffnet, bekannte die Hundebesitzerin, und der Amtsdirektor des zuständigen Amts Ziesar erklärte gegenüber der MAZ: “Die Kinder trauen sich im Dunkeln nicht mehr vor die Tür. Der Wolf schränkt unser Leben ein. Wir brauchen Entscheidungen, die den Wolf kurz halten. Sonst wird alles nur noch schlimmer.” SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der MAZ (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Brandenburg: Leitfaden und Antrag zum Betrieb von Saufängen online

+++ Leverkusen: Spaziergängerin von Keiler attackiert +++

“Landesweit sehr hohe Schwarzwilddichten vor dem Hintergrund der immer näher rückenden Seuchenfront der Afrikanischen Schweinepest machen es dringend erforderlich, die Schwarzwildbestände unter Anwendung aller verfügbaren Möglichkeiten zu reduzieren”, schreibt das Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) in einer Pressemitteilung anlässlich der Veröffentlichung eines Leitfadens (JAWINA berichtete) zum Betrieb von Saufängen sowie des erforderlichen Antragsformulars. Zur Reduzierung der “Schwarzwildbestände unter Anwendung aller verfügbaren Möglichkeiten” gehört nach Auffassung des MLUL “als ein ergänzendes und wirksames Instrument der Fallenfang.”

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Brandenburg: Landesförster nutzen DJV-Tierfund-App

Hotspots für Wildunfälle identifizieren: Brandenburgs Förster unterstützen die Tierfund-App des Deutschen Jagdverbands

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und der Deutsche Jagdverband e. V. (DJV) kooperieren in bei der Datenerfassung für ein Tierfundkataster. Über die App des Tierfund-Katasters können Unfälle vor Ort eingegeben werden. Bessere Daten sollen zu mehr Tierschutz und mehr Verkehrssicherheit beitragen. Forstminister Jörg Vogelsänger und der Präsident des DJV Hartwig Fischer haben sich darauf verständigt, dass alle Forstleute, die im Außendienst tätig sind, ihre Diensthandys mit der „Tierfund App“ ausstatten. „Die Mitarbeiter des Landesbetriebs Forst Brandenburg sind flächendeckend im Land vertreten“, so Vogelsänger: „Wir werben aber auch dafür, dass sich viele weitere Helfer finden, die Daten liefern. Gerade in Brandenburg mit seinem hohen Wildbestand ist der Bedarf groß, bessere Erkenntnisse über Totfunde an Straßen zu bekommen.“

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Brandenburg: Wolfsverordnung veröffentlicht

Im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg vom 1. Februar 2018 ist die “Verordnung über die Zulassung von Ausnahmen von den Schutzvorschriften für den Wolf (Brandenburgische Wolfsverordnung – BbgWolfV)” veröffentlicht worden. Die BbgWolfV tritt am Tag nach der Verkündigung, also heute, in Kraft. In der Verordnung wird u.a. das Verscheuchen und Vergrämen verhaltensauffälliger Wölfe (§§ 1, 2), der Umgang mit Hybriden (§ 5) und die Tötung schwer verletzter Wölfe (§ 9) aber auch die “Tötung von Wölfen mit für den Menschen problematischem oder aggressivem Verhalten” (§ 3) geregelt.

In der Anlage (zu § 4 Absatz 2 der Wolfsverordnung) werden “Zumutbare Maßnahmen zum Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen” festgeschrieben. So sind für Schafe und Ziegen (Lamas, Alpakas) vorgeschrieben:

1. Mobile Zaunanlagen

a) Bodennah abschließende stromführende Zäune (Elektronetzzäune oder mindestens 5-litzige Elektrozäune) von mindestens 120 Zentimeter Höhe und einer Mindestspannung von 4 000 Volt (auf extrem trockenen Standorten und bei hohem, nassen Aufwuchs 2 500 Volt). Bei Litzenzäunen Bodenabstand der Litzen 20 – 40 – 60 – 90 – 120 Zentimeter.

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Sachsen: Wolf soll Bracke getötet haben

+++ Update: Hund trug Ortungshalsband +++ Update: Besendertes Wolfsrudel in der Nähe bestätigt +++

Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen soll eine Bracke von einem Wolf getötet und zu einem erheblichen Teil aufgefressen worden sein.  Der Hund war zeitweise bei seinem Züchter zur Pflege untergebracht, weil der Hundebesitzer zur Zeit im Urlaub weilt. Der Züchter, offenbar Förster von Beruf, nahm den Hund zum Auszeichnen mit und ließ ihn dabei frei laufen. Der Hund war mit einem Garmin ausgestattet und begann in der Umgebung Rotwild zu jagen. Als sich die Bracke ca. 950 Meter von seiner Bezugsperson entfernt hatte, riss der Funkkontakt ab. Als der Hund sich nach einer Stunde nicht wieder blicken ließ, begab sich der Hundesitter auf die Suche. Er fand die Überreste des stark angefressenen Hundes ca. 1500 Meter Luftlinie vom Ausgangspunkt entfernt und nur etwa 250 Meter von der B 115 entfernt. Angesichts der Verletzungen und der Fraßspuren sei ausgeschlossen, dass Füchse oder Wildschweine den Hund angefressen hätten, hieß es. Wie der zuständige Zuchtverein gegenüber JAWINA bestätigte, hat der Hundebesitzer den Verlust des Hundes beim Verband angezeigt. Auch dass der Hundebesitzer den Hergang wie oben beschrieben geschildert hat, wurde  vom Verband bestätigt. Der Kadaver des Hundes werde derzeit noch untersucht.

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Brandenburg: Schonzeit für Schwarzwild aufgehoben

Das Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) hat mittels einer im Amtsblatt verkündeten Allgemeinverfügung “die Schonzeit für Bachen und damit für alles Schwarzwild” aufgehoben. Führende Bachen sind von der Schonzeitaufhebung ausgenommen. Die Allgemeinverfügung ist befristet bis einschließlich 31. März 2021. SE

Beitragsbild: Die Allgemeinverfügung zur Schonzeitaufhebung im Amtsblatt (Screenshot)

Die Red. dankt für die Hinweise!

Brandenburg: Landkreis Oberhavel erlässt Jägern Trichinengebühr

+++ Bayern: Wildsau stürmt Modegeschäft +++

Ab 01.02.2018 übernimmt der Landkreis OHV die Kosten für Trichinenuntersuchungen vorerst für sechs Monate

Ab dem 01.02.2018 bis zum 31.07.2018 werden vom Landkreis Oberhavel die anfallenden Kosten für die Trichinenuntersuchung erlegter Wildschweine aller Altersklassen übernommen. Voraussetzung ist, dass die Wildschweine auf dem Gebiet des Landkreises Oberhavel erlegt wurden. Der Nachweis erfolgt durch entsprechende Angabe des Jagdgebietes auf dem Wildursprungsschein.

Ziel ist es, durch die finanzielle Entlastung der Jäger bei der Trichinenuntersuchung einen Anreiz zu schaffen, die Jagd auf Schwarzwild, insbesondere Frischlinge, zu intensivieren. Der Landkreis Oberhavel möchte durch diese Maßnahme einen Beitrag zur Seuchenprävention im Hinblick auf die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) leisten“, erläutert Umweltdezernent Egmont Hamelow.

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Achtung: Falschmeldung zur ASP

DJV und FLI stellen klar: kein Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg

Der Radiosender “Radio Potsdam” hat auf seiner Internetseite eine Meldung veröffentlicht, die von einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Oberspreewald-Lausitz berichtet. Nach Rücksprache mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) handelt es sich hierbei um eine Falschmeldung, die jedoch aufgrund ihrer Brisanz bereits weite Kreise bei Landwirten und Jägern gezogen hat.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Jägerinnen und Jäger darum, die Meldung nicht weiter zu verbreiten. Weshalb der Sender die offensichtliche Falschmeldung nicht von seiner Internetseite nimmt, ist unbekannt. PM

Achtung, Fake News. Quelle: DJV