Schlagwort-Archive: Bracke

Getötete Bracke: Alternative Fakten von Kontaktbüro und Bundesforst

Am 13.03. veröffentlichten Kontaktbüro Wölfe in Sachsen und der Bundesforstbetrieb Lausitz eine gemeinsame Pressemitteilung (PM) mit dem Titel “Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz vom Wolf getöteter Jagdhund war nicht im jagdlichen Einsatz“. In der mit dem sächsischen Umweltministerium abgestimmten PM verbreiten die genannten staatlichen Institutionen eine – vorsichtig ausgedrückt – fragwürdige Version der Vorgänge, die der Darstellung der Betroffenen widerspricht und diese somit als Lügner dastehen lässt. Warum?

Es stellt sich zum einen die Frage, was mit dieser PM bezweckt werden soll, da sich am grundsätzlichen Hergang, am Kern des Sachverhalts – dass der Hund von einem Wolf gerissen wurde – nichts ändert dadurch, ob der Hund nun im Jagdeinsatz getötet wurde oder nicht. Auch die Bewertung des Falls durch Wolfsbefürworter und -Gegner dürfte dadurch nicht wesentlich beeinflusst werden. Zum anderen: Warum wurde die PM in dieser Form veröffentlicht, obwohl durch sie verschiedene Akteure völlig unnötig öffentlich attackiert und diskreditiert werden?

Weiterlesen

Kontaktbüro bestätigt: Bracke wurde von Wolf getötet

Das Kontaktbüro “Wölfe in Sachsen” bestätigt in einer soeben erschienenen Pressemitteilung, dass der “Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz von einem Wolf getötet” wurde. In der PM heißt es weiter: Der Jagdhund, der am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz tot aufgefunden wurde (JAWINA berichtete), wurde von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung des am toten Hund genommenen Probenmaterials konnte nun einen aufgrund der Auffindesituation vermuteten Wolfsübergriff auf den Hund bestätigen. Der Hund wurde vom Rüden des Daubitzer Rudels getötet. Ein Zusammenhang zwischen diesem Vorfall und den in der Region zuvor aufgetretenen Übergriffen auf Hunde, Katzen und Kaninchen durch den am 02.02.2018 legal geschossenen Wolfsrüden GW701m, der nicht zum Daubitzer Rudel gehörte, besteht somit nachweislich nicht. Der nicht angeleinte Jagdhund hatte sich bei einem Waldaufenthalt von seinem Hundeführer entfernt, Wild verfolgt und war nicht mehr zurückgekehrt. Aufgrund eines am Halsband befestigten GPS-Senders konnte der Hund aufgefunden werden, der zu diesem Zeitpunkt bereits tot war.”

Weiterlesen

Wolfsangriff auf Bracke: Chronik eines Hundetodes

Chronologie der letzten Jagd der Deutschen Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“, getötet durch einen Wolf am 30.01.2018 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Am 30.01.2018 um 14:25 Uhr wurde die Deutsche Bracke „Ajax von der Muskauer Heide“ zur Suche nach Wild geschnallt. Der Hund suchte bis ca. 15:00 Uhr im Nahbereich um den Führer (bis zu 300 m) nach Wild. Er wurde zwischenzeitlich auch mal laut, kehrte aber mehrmals zum Führer zurück. Gegen 15:05 Uhr findet der Hund Rotwild und entfernt sich Richtung Süd-West vom Führer mit dem Wild. Der Führer kennt die Wechsel und macht sich bereit, das Wild eventuell zu erlegen, wenn es den Rückwechsel annimmt.

Weiterlesen

Thüringen: Vermisste Bracke vermutlich erschossen

Die Deutsche Bracke Cloe vom Pferchberg, die am 31.10. bei einer Jagd im Revier Kienberg des thüringischen Forstamts Gehren, ca. drei Kilometer westlich von 07422 Solsdorf verlorenging, ist vermutlich tot. Die Hündin hatte eine Rotte Sauen gesprengt, der Beobachtungen von Mitjägern zufolge ein wahrscheinlich kranker Keiler in größerem Abstand folgte. Der Hundeführer nimmt an, dass die Hündin bei dem kranken Stück war und es bedrängte. Während der Jagd riss der GPS-Kontakt zu der Bracke plötzlich ab. In der Nähe des letzten GPS-Kontakts fanden Helfer die abgeschnittene GPS-Halsung der Hündin: Zerschossen und an der Ausschussseite voller Schweiß.

Weiterlesen