Schlagwort-Archive: Bogenjagd

Brandenburg: Bogenjagd in Stahnsdorf und Kleinmachnow?

In Stahnsdorf und Kleinmachnow, zwei Gemeinden im Berliner Speckgürtel, grassiert die Wildschweinplage. Ganze Rotte stürmen durch die Straßen und suchen Gärten, Parks, und Sportplätze heim. Die Bürgermeister der Vororte haben jetzt eine neue Idee, wie sie der Sauen Herr werden wollen: Mit Hilfe der Bogenjagd. Der Stahnsdorfer Bürgermeister Bernd Albers hat sich an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gewandt, um das Verbot der Bogenjagd für das Gemeindegebiet aufzuheben, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Begründung laut MAZ: “Ein Gewehrschuss würde die Tiere vielleicht aufschrecken, Querschläger könnten Menschen verletzen. Innerorts sei die Jagd mit dem Gewehr ohnehin verboten.” Dazu ist anzumerken, dass “innerorts”, also in befriedeten Gebieten, die Jagd generell ruht – egal ob mit Falle, Pfeil und Bogen, ob mit oder ohne Gewehr – und dass die Bogenjagd in den sachlichen Verboten des § 19 Bundesjagdgesetz zusätzlich verboten ist. Die Chancen stünden jedoch gut, dass die Bogenjagd bewilligt wird, heißt es.

Weiterlesen

Österreich: Wildkamera fotografiert Wilderer mit Pfeil und Bogen

Im Jagdgebiet Haselgraben in der Umgebung von Altenberg bei Linz (Oberösterreich) hat eine Wildkamera zwei mit Pfeil und Bogen bewaffnete Wilderer in Tarnanzügen fotografiert.

Zuvor war dem Revierinhaber aufgefallen, dass mehrere bestätigte Stück Rehwild in dem Revier spurlos verschwunden waren. Daraufhin wurden die Wildkameras aufgestellt, die nun den Beweis für die Wilderei in dem Revier lieferten. Auch ein Reh mit einer Fleischwunde an der Schulter, die von einem mit Widerhaken besetzten Jagdpfeil stammen dürfte, wurde von einer der Wildkameras fotografiert. Die Fotos gibt es u.a. bei der Kronenzeitung zu sehen. Der Revierinhaber hat Anzeige erstattet.

Beitragsbild: Pfeil mit Jagdspitze. Foto: privat

Kanada: Jäger filmt Schwarzbär-Attacke

Bogenjäger Richard Wesley war auf einer Frühlingsjagd am Fire River in der kanadischen Provinz Ontario, als ein stattlicher Schwarzbär in Anblick kommt. Als das Tier sich nähert, springt Wesley auf und schreit: “Normalerweise machen Schwarzbären eine Rolle rückwärts, wenn sie einen Menschen auch nur wittern”, berichtet Wesley, “Aber der Typ hier hat mich ziemlich gründlich durch die Mangel gedreht.” Glücklicherweise gelang es Wesley, dem Bär seinen Bogen ins Maul zu rammen und so den Angriff abzuwehren: Außer einem angeschrammten Ellebogen und einem ebensolchen Ego habe er keine weiteren Schäden davongetragen, schreibt Wesley auf YouTube.

Video: Richard Wesley/YouTube

Spanien: Bogenjäger gegen Stadtschweine

55 Bogenjäger bekämpfen im Auftrag des städtischen “Dienstes für die Kontrolle wild lebender Arten durch den Bogen” (Servicio de Controladores con Arco de Especies Silvestres) Wildschweine im Umland der spanischen Hauptstadt Madrid, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die rasante Vermehrung der Sauen führt nicht nur zu einer drastischen Zunahme von Wildschäden, die Wildschweine verursachen Verkehrsunfälle, haben gelernt, sich ihr Futter im Müll zu suchen und vereinzelt bereits Menschen angegriffen. Bereits 2011 sei von den Behörden Madrids beschlossen worden, Bogenjäger gegen die schätzungsweise 35.000 Wildsauen im Umland Madrids einzusetzen. Der Bogen ist eine lautlose Waffe, weshalb es zu keiner Belästigung und Beunruhigung der Bevölkerung kommt, zudem ist die Gefahr durch Abpraller und verirrte Geschosse im Vergleich zum Einsatz einer Kugelwaffe in städtischem Bericht deutlich geringer. Dennoch kritisieren Tierschützer den Einsatz von Pfeil und Bogen massiv: Insbesondere bei nicht optimalen Schüssen müssten die Tiere einen langen Todeskampf erleiden. SE

Weiterlesen