Schlagwort-Archive: Bockjagd

Thüringen: Rehwildjagd Mitte April eröffnet

Thüringen: Rotwildhegegemeinschaft hält Rotwild im Harz wegen intensiver Bejagung für gefährdet

Um die “die von Sturm und Dürre geschwächten Wälder” vor Fraßschäden zu bewahren, eröffnet das Forstamt Sondershausen (Kyffhäuserkreis) die Jagd auf Rehbock und Schmalrehe schon zum 15. April und damit zwei Wochen vor dem regulären Beginn der Jagdsaison am 1. Mai. Gegenüber der Thüringer Allgemeinen begründete der Forstamtsleiter mit den durch Trockenheit, Borkenkäfer und Sturmschäden geschwächten Baumbeständen und dem Klimawandel: Durch letzteren treiben die Bäume früher aus, die frischen Sprossen stünden auf der Speisekarte der Rehe ganz oben. Würden die Rehe nicht bejagt, so könnten Baumarten wie Ahorn, Esche, Tanne oder Douglasie “bald ganz verschwunden” sein, so der Förster. Dass der Wald zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht voll belaubt ist, erhöhe zudem die Jagdchancen. Während im Eichsfeld das Rehwild bereits ab 1. April bejagt werden dürfe, habe die Kreisverwaltung den vorgezogenen Beginn der Jagd für den Unstrut-Hainich-Kreis abgelehnt. Die Vorverlegung der Jagdsaison sei nur für die besonders stark geschädigten Flächen beantragt worden.

Weiterlesen

Bock, Überläufer und Hecht an einem Tag

Ein Tag im Leben von JAWINA-Leserin Katja H. …

3:45 Wecker klingelt… Hunde, Rucksack und Waffe ins Auto… Wegen dem ungemütlichen Ostwind tatsächlich nochmals Winter-Klamotten an.

Um 4:30 langsam Erdkanzel angelaufen.

Paar Minuten später konnte man schon erkennen.. Malbaum unter den Eichen frisch besucht und Kirrung unten in 30m Entfernung in dem Bombenkrater leer geräumt.

4:55 Uhr raschelt es…1 m hinter mir kommt ein Fuchs zurück zum Bau.

5:05…. Überläufer-Keiler kommt ganz vertraut parallel von der Autobahn in den Krater und schaut, ob doch noch ein Maiskorn übrig ist.

Weiterlesen

Auf Bock in Brandenburg – mit Ausländer-Jagdschein

Ein Gastbeitrag von Tomas Slesar – unser Autor ist gebürtiger Slowake, lebt und arbeitet aber in Finnland. Im ersten Teil seines Beitrags beschreibt er, was man als Auslandsjäger in Deutschland bzw. als Gastgeber beachten muss. Im zweiten Teil schildert er, was er auf seiner Jagd in Brandenburg erlebt hat.

Meine erste Einladung zur Bockjagd bekam ich von einem Bekannten vor einem Jahr. Einerseits Freude, anderseits ein Haufen Arbeit mit den Papieren. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten für Ausländer, die in Deutschland jagen möchten – den Tages-Jagdschein (gilt 14 Tage) oder – je nach Vergleichbarkeit der Prüfungen – auch den Jahresjagdschein. Zuerst habe ich den Tages-Jagdschein beantragt, da ich keine Einladungen für den Herbst hatte und eigentlich auch nicht geplant habe. Ich habe meinen (Ausländischen) Jagdschein in der Slowakei gemacht und kann sowohl den Tages- als auch Jahresjagdschein beantragen. Mein Gastgeber geht zu der Jagdbehörde und fragt nach Details. Der Beamte fragt: „Der Gute (ich) lebt in Finnland, also hat er einen Finnischen Jagdschein oder?“ „Nein“, antwortet mein Bekannter. „Er hat einen Slowakischen Jagdschein.“ „Gut“, sagt der Beamte, „weil mit dem Finnischen Jagdschein darf er nur einen Tagesjagdschein beantragen, aber der Slowakische wird in Deutschland anerkannt, und daher kann er auch den Jahresjagdschein beantragen.“ Also sollte jeder zuerst prüfen, ob sein ausländischer Jagdschein anerkannt wird oder nicht.

IMG-20150531-WA0004

Was wird der Bockansitz bringen – außer reichlich Anblick von Damwild? Fotos: Tomas Slesar

Nach dem geklärt ist, welchen Jagdschein man beantragen wird, muss der Antrag ausgefüllt werden, die Zeugnisse beglaubigt kopiert und noch ins Deutsche übersetzt werden. Da ich Deutsch kann, fiel es nicht schwer, jedoch für einige andere Gäste, kann es problematisch sein. Ein Foto muss auch beigelegt sein. Daher rate ich, schon gute zwei Wochen für diesen Papierkram einzuplanen. Alle Unterlagen wurden eingeschickt, und da dies mein erster Deutscher Jagdschein war, kostete die Erstellung des Jagdscheins 25€, 25€ der 14-tägige Tages-Jagdschein und ca. 17€ die Versicherung.

Weiterlesen

Bockjagd 2014 – Die (Er)Lösung

Wir dürfen Vollzug melden: Bereits am 1. Mai um 6 Uhr 10 fand stellte sich die (Er)Lösung für den beschriebenen Fall fortgeschrittener Trophäenwandasymmetrie ein. Und zwar in Gestalt eines mehrjährigen Gablers, den das aus ca. 70 Meter Entfernung angetragene Barnes TTSX-Geschoss im Kaliber 8×57 IS im Knall umwarf. Woraufhin der Erleger zufrieden das Gewehr abstellte. Woraufhin der Bock wieder auf die Läufer kam und wie die sprichwörtliche Pershing abging. Und im Unterholz verschwand.

Weiterlesen