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Jagdverbände fordern: Artenschutz als Ziel der Agrarpolitik

+++ Bayern: Auto kollidiert auf A93 mit Wildschweinrotte – Fahrer erleidet Schock +++

Weniger Bürokratie und mehr Flexibilität: Jäger und Falkner fordern eine Agrarpolitik, die Artenvielfalt als Produktionsziel hat. Landwirte sollten für Trittsteine auf dem Acker für bedrohten Arten fair entlohnt werden.

Derzeit laufen die Verhandlungen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, die ab 2021 direkte Auswirkungen auf Deutschland hat. An die Teilnehmer der gestern gestarteten Agrarministerkonferenz in Landau richten Jäger und Falkner den Appell, Artenvielfalt künftig als landwirtschaftliches Produktionsziel festzuschreiben und Landwirte dafür fair zu entlohnen. Deutscher Jagdverband (DJV), Deutscher Falkenorden (DFO) und Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) haben dazu heute in Mainz auf dem Niederwildsymposium ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin fordern die drei Verbände konkrete Maßnahmen, von denen Artenvielfalt langfristig profitiert. Dies sind unter anderem mehrjährige Brachen mit heimischen Wildkräutern und Gräsern, Blühstreifen in großen Mais- oder Rapsfeldern sowie Wildpflanzenanbau statt Mais zur Biogasproduktion.

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Verbände fordern: Freiwillige Anlage von Schon-, Blüh- und Bejagungsstreifen fördern

BAGJE, DBV und DJV mit Stellungnahme zur Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE), der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßen die vorgeschlagenen Ansätze der Bundesregierung, wonach die freiwillige Anlage von Schon- und Blühstreifen sowie Bejagungsschneisen und ähnlichen, dem Erhalt der biologischen Vielfalt dienenden Flächen auch außerhalb von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen in einzelnen Vorgaben erleichtert werden soll.

Im Hinblick auf die Amtschefkonferenz der Agrarministerien von Bund und Ländern und die Ausschussberatungen im Bundesrat in dieser Woche weisen BAGJE, DBV und DJV aber auch darauf hin, dass die Änderungsvorschläge zur Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung insgesamt nicht weit genug gehen, um den freiwilligen landwirtschaftlichen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität tatsächlich zu begünstigen und deren Attraktivität für Landwirte und Jäger zu fördern. Vielmehr müsse durch konkreten Bürokratieabbau praxistauglich nachgebessert werden. So müsste die freiwillige Anlage von stillgelegten Streifen und Flächen wie Schon- und Blühstreifen sowie Bejagungsschneisen im Sinne des landwirtschaftlichen Beitrags für den Erhalt der Biodiversität begünstigt und deren Attraktivität für Landwirte und Jäger gefördert werden.

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