Schlagwort-Archive: bleifrei

NRW: Verwendung bleihaltiger Büchsenmunition im Kaliber 5,6 mm mangels Alternativen weiterhin geduldet

Mit heutigem Erlass hat das NRW-Umweltministerium die Kreise und kreisfreien Städte angewiesen, die Verwendung bleihaltiger Geschosse in Kleinkaliberpatronen (5,6 mm) auch nach den 1. April 2018 nicht als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen. Das Umweltministerium begründet die Weisung damit, dass entsprechende bleifreie Geschosse in Kleinkaliberpatronen bislang nur unzureichend am Markt verfügbar sind, Kleinkaliberpatronen aber dringend benötigt werden, um beispielsweise gestreifte Frischlinge und Jungfüchse mit optimaler Munition zu erlegen.

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Am ersten Tag im Amt: Amerikanischer Innenminister kassiert Verbot von Blei-Munition

Auf der Internetseite der National Rifle Association (NRA), der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation, die für das Recht auf Legalwaffenbesitz eintritt, ist eine geradezu hymnische Lobpreisung des Innenministers Ryan Zinke zu lesen: Dieser führe ein “Revival”, eine Wiederbelebung, an: Dank Zinke fühlten sich amerikanische Sportschützen, Jäger und Naturfreunde befreit von den Fesseln einer anmaßenden und übergriffigen Bundesregierung. Dank Zinke würden sie aufs Neue die Freiheit erleben, ihre Jagdgewehre und ihre Ausrüstung zu nehmen, um in Amerikas wilder Natur zu jagen und zu fischen, wie es ihre Väter und Großväter vor ihnen getan hätten. Grund für das überschwängliche Lob: Zinke hat gleich am ersten Tag im Amt als Innenminister den von der Obama-Administration verfügten Bleimunitions-Bann außer Kraft gesetzt. Dieser Bann sei die letzte Ohrfeige in das Gesicht von Jägern und Fischern in ganz Amerika gewesen, so die NRA.

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Studie der BOKU Wien: Bleifrei bei der Gebirgsjagd

Die Universität für Bodenkultur Wien hat einen Projektbericht über einen im Auftrag der Tiroler Jägerschaft erstellten Praxistest bleifreier Munition veröffentlicht. Die bleifreien Geschosse wurden unter dem besonderen Aspekt der Brauchbarkeit für die jagdlichen Verhältnisse in Tirol mit Hilfe von Abschussberichten bewertet. Das heißt, es ging vor allem um die bei der Gebirgsjagd üblichen größeren Schussdistanzen, und es wurden Kaliber verwendet, die in Tirol populär sind, dem Bericht zufolge sind das die .308 Win., die .243 Win. und die .270 Win. Die Ergebnisse überraschen insofern nicht, als dass mit vielen Geschoss-Kaliber-Kombinationen auf nahe bis mittlere Distanzen brauchbare oder bedingt brauchbare Ergebnisse erzielt wurden. Zu einer Bewertung als “nicht brauchbar” führte meistens die Kategorie “wenig Schweiß” – ein bekanntes Problem bleifreier Geschosse. Auch nicht erstaunlich: Bei Schussdistanzen über 200 Meter waren mit einigen Geschoss-Kaliber-Kombinationen keine brauchbaren Ergebnisse mehr zu erzielen. Teilweise war die Anzahl in die Bewertung eingeflossener Stichproben jedoch sehr klein, so dass entweder keine Beurteilung möglich war oder diese mit Vorbehalt zu betrachten ist.

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Österreich: Nationalpark Hohe Tauern fördert bleifreie Munition

Den Pinzgauer Bezirksjägertag, der am 5. Februar 2017 in Saalfelden stattfand, hat die Nationalparkverwaltung zum Anlass genommen, um für 17 der Pinzgauer Gemeinden und  für die Pongauer und Lungauer Nationalparkgemeinden eine Förderaktion für die Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition zu starten. Das teilt der Nationalpark Hohe Tauern mit. Vor fünf Jahren startete die Nationalparkverwaltung in den beiden Forschungsrevieren Habachtal in Bramberg und Anlauftal in Bad Gastein eine umfangreiche Testphase für die Verwendung bleifreier Büchsenmunition. Neue Waffen für die drei Berufsjäger des Nationalparks wurden angeschafft und jeder Regulierungsabschuss hinsichtlich etlicher Parameter wie Ballistik, Tötungswirkung, Nachsuche, Wildbretzerstörung, Schäden an den Gewehrläufen genau dokumentiert, um beim damals noch sehr umstrittenen und kontrovers diskutierten Thema an Objektivität zu gewinnen.

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DJV nimmt Stellung zur Bundesjagdgesetz-Novelle

Fazit der Verbändeanhörung: Verbesserung in wichtigen Punkten notwendig

Anlässlich der gestrigen Verbändeanhörung zur geplanten Novelle des Bundesjagdgesetzes im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat der Deutsche Jagdverband (DJV) eine 9-seitige Stellungnahme abgegeben. Im Grundsatz beurteilt der Dachverband der Jäger den Entwurf positiv, sieht jedoch dringenden Handlungsbedarf in einigen Punkten. “Das Jagdrecht wird in zentralen Punkten bundesweit vereinheitlicht und wesentlich anwenderfreundlicher”, kommentierte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Die drohende Zersplitterung durch teils widersprüchliche Landesgesetze sei damit in einigen Bereichen gestoppt. Der DJV begrüßt die konsequente Umsetzung des wissensbasierten und praxisorientierten Wegs, den das BMEL beschritten hat.

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Neues Wald- und Jagdgesetz auf Bundesebene

Bleieintrag durch Munition soll minimiert, Bleimunition aber wohl nicht grundsätzlich verboten werden – künftig nur noch zertifizierte Büchsenpatronen für Jagdausübung zugelassen. Schießnachweis für Bewegungsjagden.

“Wald schützen und Waldbesitzer stärken”, lautet der Titel der Pressemitteilung, in der Bundesminister Schmidt stolz verkünden lässt, dass er ein neues Wald- und Jagdgesetz auf den Weg gebracht habe: “Unsere Maxime heißt schützen und nützen. Der Wald bringt uns wirtschaftliche Erträge und Erholung, dient dem Klimaschutz und beherbergt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Mit dem neuen Gesetz haben wir es geschafft, insbesondere die Bewirtschafter kleinerer Waldflächen bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Mein Ziel ist die Stärkung insbesondere der Besitzer kleinerer Wälder und die Sicherung einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Jagd”, lobte sich Landwirtschaftsminister Schmidt.

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Bleifreie Büchsenmunition: Problematische Alternativen

Eine Arbeit zur “Ökotoxizität von Jagdbüchsengeschossen” kommt zu überraschenden Ergebnissen: Manche “bleifreien” Geschosse setzen große Mengen Blei frei – bleifreie Alternativen werden teilweise schlechter bewertet als konventionelle Bleigeschosse.

In Heft 22/2015 der Forstfachzeitschrift “AFZ-Der Wald” ist ein bemerkenswerter und hoch interessanter Beitrag mit dem Titel “Ökotoxizität von Jagdbüchsengeschossen” von Julian Fäth und Prof. Dr. Axel Göttlein erschienen (Download am Ende dieses Beitrags). Es handelt sich um eine Zusammenfassung der ambitionierten Bachelorarbeit von Julian Fäth, die am von Prof. Dr. Göttlein geleiteten Fachgebiet für Waldernährung und Wasserhaushalt des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der TU München angefertigt wurde.

Für die Arbeit wurden elf bleifreie Geschosse nach einem standardisierten Verfahren, “mit dem sich die Schwermetallionenfreisetzung von Jagdbüchsengeschossen im Boden möglichst realitätsnah simulieren lässt,” im Hinblick auf ihre Ökotoxizität untersucht. Zum Vergleich wurden auch zwei konventionelle Bleigeschosse (Brenneke TUG, RWS DK) herangezogen.

Bei den bleifreien Projektilen handelt es sich um vier Geschosse, die lt. Hersteller aus Reinkupfer oder Kupferlegierungen bestehen (Barnes TTSX, Lapua Naturalis LR, Sax KJG-HS, Sellier & Bellot Exergy), vier beschichtete Kupfergeschosse (Norma Kalahari, RWS HIT, Brenneke TAG, Reichenberg HDB), ein Messinggeschoss (Möller MJG) und zwei Zinngeschosse (Brenneke TUGnature, Geco Zero).

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IZW Berlin: Seeadler vermeiden große Geschosspartikel beim Verzehr von Kadavern

Die Seeadler-Forscher vom IZW Berlin haben ein weiteres Argument für bleifreie Munition gefunden: Seeadler detektieren und vermeiden aktiv die Aufnahme großer Metallpartikel (> 8 mm) aus Säugetierkadavern, ignorieren aber kleine Metallpartikel (3 mm) beim Verzehr, so das Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in einer aktuellen Pressemitteilung. Beim Auftreffen auf den Tierkörper zersplittern bleihaltige Jagdprojektile in zahlreiche kleine Metallpartikel, während bleifreie Deformationsgeschosse keine Partikel im Körper hinterlassen und bleifreie Teilzerleger nur größere Partikel an das Gewebe abgeben. Daher könnte der Einsatz bleifreier Geschosse Bleivergiftungen von aasfressenden Tieren vermeiden. Zu diesem Ergebnis kamen kürzlich Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Studie wurde nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „European Journal of Wildlife Research“ veröffentlicht.

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Schleswig-Holstein: Jäger klagen gegen Schonzeitenverordnung

Jäger in Schleswig-Holstein klagen gegen die neue Jagd- und Schonzeitenverordnung sowie gegen das Verbot bleihaltiger Munition. 14 Personen haben entsprechende Klageanträge bei Gericht eingereicht, wie die Lübecker Nachrichten berichten. Seit dem 1. April 2015 ist in Schleswig-Holstein die Verwendung bleihaltiger Schrot- und Büchsenmunition verboten, was der Landesjagdverband im Hinblick auf die angeblich ungenügende Tötungswirkung bleifreier Munition ablehnt. Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des LJV Schleswig-Holstein (LJV-SH) kündigte LJV-Präsident Dr. Klaus-Hinnerk Baasch weitere Proteste der Jägerschaft gegen Bleiverbot und die neue Jagd- und SchonzeitenVO an. SE

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Neue Studie: Bleifreie Deformatoren sind gleichwertiger Ersatz für Bleigeschosse

Eine neue Studie zur Zielballistik bleihaltiger und bleifreier Geschosse zeigt, dass die zielballistischen Eigenschaften bleifreier Deformatoren denen bewährter bleihaltiger Deformationsgeschosse stark ähneln. Zur Auswertung kam ein neues Verfahren zum Einsatz, bei dem die beschossenen Seifenblöcke mit Computertomographen (CT) vermessen wurden.

In einer zielballistischen Untersuchung haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums der Rheinisch-Westfälischen  Technischen Hochschule Aachen (RWTH), des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) das Verhalten von Projektilen beim Auftreffen, Eindringen oder Durchdringen eines Ziels analysiert. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im wissenschaftlichen Online-Fachblatt PLOS ONE publiziert. Die Studie erweitert die vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) und vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern geförderten Untersuchungen zur Wirkung  insbesondere bleifreier Jagdgeschosse. Ein detaillierter Vergleich zeigte, dass sich bleifreie Geschosse  in ihrem zielbalistischen Verhalten unterschieden. Eine der bleifreien Geschosskonstruktionen (Deformationsge­schoss) wies ein zielballistisches Verhalten auf, das dem des bleihaltigen Referenzgeschosses entsprach. Ferner beobachteten die Wissenschaftler, dass beim Beschuss mit bleihaltiger Munition sich hunderte kleinster Bleisplitter ausbreiten, während bei bleifreien Geschossen nur wenige Splitter entstehen.

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Agrarministerkonferenz: Zügige Bleifrei-Lösung gefordert

Bleifrei kommt – davon ist nach den Verlautbarungen auf der Agrarministerkonferenz, die am 3. und 4. April in Cottbus stattfand, auszugehen: “Die Länder sind sich einig, dass eine zügige Novellierung des Bundesjagdgesetzes erfolgen muss mit dem Ziel des Verbotes bleihaltiger Jagdmunition bei Gewährleistung einer zuverlässigen tierschutzgerechten Tötungswirkung, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommerns (MV). „Es ist für mich wichtig, dass Wildbret als Lebensmittel zu 100 % bleifrei sein muss. Es besteht für mich die Hoffnung, dass der Bund schnell entsprechend handeln wird“, so fasst MV-Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD), die Auffassung der Konferenzteilnehmer zusammen. Wer nach diesem Statement noch einen größeren Vorrat herkömmlicher Bleimunition anlegt, ist selber Schuld.

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Nabu fordert totales Blei-Verbot

Im Vorfeld der Agrarministerkonferenz hat der NABU gemeinsam mit BUND, DNR, ÖJV und Slow Food die zuständigen Minister von Bund und Ländern erneut aufgefordert, sich für ein umfassendes, bundesweites Verbot bleihaltiger Jagdmunition einzusetzen. „Es wäre absurd, wenn Bund und Länder die umfangreichen Studien zur Tötungswirkung, Lebensmittelhygiene und dem Abprallverhalten von bleifreier und bleihaltiger Munition nicht nutzen würden, um endlich ein Verbot dieses toxischen Metalls bei der Jagd umzusetzen.”, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu. Jedes Gramm Blei sei eines zu viel, alternative Materialien stünden zur Verfügung, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.

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Petition für Zertifizierung von Jagdmunition

Der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen hat eine Petition im Internet gestartet, in der er eine Zertifizierung für Jagdmunition fordert.

Im erläuternden Text zur Petition heißt es dazu: “Auf der Jagd dürfen nach dem Tierschutzgesetz (§ 4, Abs. 1) Tiere nur getötet und erlegt werden, „wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen.“ In der Begründung der Petition heißt es: “Nun wird schon seit Jahren in Deutschland über die Einführung von bleifreier Munition bei der Jagdausübung diskutiert. In der Jagdpraxis ist inzwischen deutlich geworden, dass die geforderte, tierschutzgerechte sofortige Tötungswirkung bleifreier Jagdmunition häufig nicht vorhanden ist.”

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DJV trifft neuen Landwirtschaftsminister

Die Agenda dieses Gespräch zeigt, mit welchen jagdpolitischen Themen wir uns in nächster Zeit herumschlagen dürfen: Beim Treffen von DJV-Präsident Hartwig Fischer und DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann mit dem neuen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, das am Dienstag im Landwirtschaftsministerium stattfand, ging es insbesondere um die BfR-Tagung zum Thema Blei im Wildbret. Fischer warb beim Minister für eine Neudefinition der Kriterien für Jagdbüchsenmunition auf Basis einer neu zu schaffenden technischen Richtlinie.

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BfR-Tagung: DJV fordert neue Kriterien für Jagdbüchsenmunition

Unabhängig vom Material: tierschutzgerecht und unbedenklich

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert vom Gesetzgeber neue und verbindliche Kriterien für Jagdbüchsenmunition. Abgeschlossene wissenschaftliche Studien, die heute im Rahmen des Fachsymposiums „Wild – Gut Erlegt?“ des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) und des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) in Berlin präsentiert wurden, haben gezeigt, dass eine Neubewertung notwendig ist. „Für eine tierschutzgerechte Jagdausübung zur Nahrungsmittelproduktion brauchen wir das beste verfügbare Handwerkszeug“, so DJV-Vizepräsident Dr. Bethe. Wenn sich nach den jetzt vorgestellten Erkenntnissen Jagdbüchsenmunition unterschiedlicher Materialien auf dem deutschen Markt befindet, die nachweislich nicht tierschutzgerecht tötet, dann hat der Gesetzgeber neue Kriterien festzulegen. „Wir brauchen Klarheit für den Anwender und für den Markt“ sagt Dr. Bethe weiter. Die Industrie wird aufgefordert, standardisierte Empfehlungen auf der Verpackung abzudrucken, damit direkt ersichtlich ist, für welche Einsatzzwecke die Munition geeignet ist. „Tierversuche in freier Wildbahn kann keiner wollen“, so Dr. Bethe.

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Am Montag: Bleifrei-Tagung im Livestream

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stellt Projektergebnisse vor

Am Montag, 10. März, wird es noch einmal spannend um die Diskussion „Blei oder bleifrei?“: Das Bundesinstitut für Risikobewertung überträgt die Fachtagung „Wild – Gut erlegt?“ mit einem Videostream live im Internet unter www.erlesenfilm.de/bfr/deutsch.html. Eine englische Version finden Sie auf www.erlesenfilm.de/bfr/english.html. Der DJV ist vor Ort und berichtet mit einem Live-Ticker von der Veranstaltung auf www.jagdverband.de. Dort können Internetnutzer den Tagungsverlauf und wichtige Ergebnisse mit- und nachlesen und Fachfragen an den DJV stellen, die dieser dann beantworten wird.

PM DJV Bild: Bildschirmfoto der BfR-Internetseite vom Livestream

Deutscher Jagdrechtstag: “Nicht die Jagd bedarf der Rechtfertigung, sondern ihre Einschränkung.”

Jagdrechtsexperten warnten beim 24. Deutschen Jagdrechtstag (DJRT) in Krefeld vor einer Aushöhlung des Jagdrechts durch staatliche Eingriffe. In ihrer Abschlusserklärung stellten die Jagdrechtler klar, dass “das Jagdrecht und das Jagdausübungsrecht (Nutzung des Jagdrechts) Bestandteile des grundgesetzlich geschützten Eigentumsrechts nach Art. 14 GG sind.” Dies sei bei Novellierungen der Jagdgesetze zu beachten. Grundeigentümern und Jagdausübungsberechtigten stehe ein subjektives Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe zu.

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Bleifreie Büchsenmunition: Fluchtstrecken vervielfacht

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger hat eine eigene Studie zur Tötungswirkung bleifreier Büchsenmunition durchgeführt. 602 Abschussberichte von 40 Berufsjägern flossen in die Studie ein. Nur 42,5 Prozent der Teilnehmer erfüllten vollständig den Projektauftrag: 22,5 Prozent lieferten keine Abschussberichte (etwa weil sie mit der zur Verfügung gestellten Munition keine zufrieden stellende Präzision aus ihrer Waffe erzielen konnten), 35 Prozent stiegen während des Projekts aus. Letzteres dürfte mit den verheerenden Ergebnissen der Studie in Zusammenhang stehen: Die Fluchtstrecken vergrößerten sich bei Einsatz bleifreier Munition deutlich – bei Rehwild verdoppelten, bei Schwarzwild verfünffachten sie sich! Die Ergebnisse hat der BDB in einer Präsentation zusammengefasst, die hier heruntergeladen werden kann.

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Geplantes Verbot von Blei-Munition in NRW: Offene Fragen

Der CDU-Landtagsabgeordnete im Rheinisch-Bergischen Kreis, Rainer Deppe, hat eine Kleine Anfrage zum geplanten Verbot bleihaltiger Munition in NRW im Landesparlament gestellt.Der grüne NRW-Umweltminister Johannnes Remmel hatte angekündigt, bleihaltige Munition “so schnell wie möglich” verbieten zu wollen.

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Müritz-Nationalpark: Anleitung zum Rufmord

Zum Fall Jagszent ist alles gesagt, könnte man meinen: Die Jagd- und Lokalpresse hat das Thema durchgehechelt, in den einschlägigen Foren gibt es tausende von Wortmeldungen zum Thema, und sogar das Fernsehen war schon da. Ist damit alles gesagt? Wohl kaum: Niemanden scheint zu stören, dass der auf üble Weise öffentlich Angefeindete selbst bisher kaum zu Wort kam. Und wie die unappetitliche Hetzkampagne gegen Jagszent eingefädelt wurde, hat auch noch keiner enthüllt. Holen wir es nach.

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Fotostrecke: Seeadler am Luder

“Seeadler sind – insbesondere im Winter – leidenschaftliche Aasfresser”, berichtet Jawina-Leser MM, der uns diese Fotofallen Bilder zur Verfügung gestellt hat (Vielen Dank dafür nochmal!). Wer Luder auslegt und eine Fotofalle aufstellt (was hier im Rahmen des Wolfsmonitorings geschah), kann ziemlich leicht zu solchen Aufnahmen kommen. Sollten die Stücke erlegt worden sein, so muss selbstverständlich bleifreie Munition verwendet werden. Das Stück Damwild auf den Bildern ist ein Verkehrsopfer.

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Niedersachsen: Landesforst jagt bleifrei

Ab dem 1. April 2014 verwenden die Niedersächsischen Landesforsten nur noch bleifreie Munition auf der Jagd. Das teilen die Landesforsten in einer Presseerklärung mit. Ab sofort werden die Försterinnen und Förster, aber auch alle im Landeswald jagenden privaten Jägerinnen und Jäger aufgefordert, nur noch bleifreie Munition zu verwenden. Die Übergangsfrist bis zum kommenden Jahr soll den vollständigen Umstieg auf bleifreie Munition ermöglichen.

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Gut, günstig, bleifrei: Hornady GMX

Abgecheckt: Das bleifreie GMX-Geschoss im Jagdbetrieb.

Für alle, die demnächst bleifrei schießen müssen oder wollen ist das Hornady GMX zunächst aus zwei Gründen interessant: Erstens ist es relativ günstig – eine 20er Schachtel Patronen in Standardkalibern kostet zirka 40 Euro und ist damit um fast die Hälfte günstiger als eine ganze Reihe bleifreier “Premiumprodukte”. Zweitens ist es als Deformator ausgelegt – das bedeutet in der Regel keine Splitter, was das Geschoss auch für Hunde- und Nachsuchenführer geeignet erscheinen lässt.

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