Schlagwort-Archive: Blätter

Hals und Schulter: Osso Buco vom Reh

Kenner wissen: Das Fleisch von Hals und Schulter ist besonders lecker. Trotzdem wandern diese Wildbret-Teile oft in den Hundenapf, oder gar in die Tonne, weil die Verwertung der mit vielen Knochen und Sehnen gesegneten Partien den einen oder anderen Weidmann vor Probleme stellt. Das muss nicht sein. Eine nur geringe Anforderungen ans handwerkliche Können stellende Art, diese Teile einer schmackhaften Verwertung zuzuführen, ist die simple Suppe, wie sie auf dieser Seite schon mal vorgestellt wurde. Viel mehr, als das Fleisch mit ein paar Gewürzen in den Kochtopf zu stopfen, gehört nicht dazu. Aber es geht noch besser, wie das unwiderstehliche Schmorfleisch vom Reh auf Osso-buco-Art beweist.

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Simples Süppchen

Okay, zugegeben: Auf dem Handyfoto sieht das simple Süppchen nicht so wahnsinnig lecker aus – ist es aber! Und zwar einigermaßen langwierig, aber einfach zuzubereiten. Noch ein Vorteil: Die weniger edlen Teil eines Stücks können hier sehr gut verwertet werden. Beim Beispielsüppchen kamen zwei Blätter eines Rehkitzes zur Anwendung, gut geeignet sind auch Hals und Rippen (letztere bei Weidwundschüssen besser nicht…). Und so geht’s:

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Lernen und Lärmen

Blattjagd funktioniert nicht. Dachte ich. Bis ich eines besseren belehrt wurde. Ein Selbsterfahrungsbericht.

 Vor einigen Jahren bejagte ich mit Freunden ein Revier am südlichen Stadtrand Berlins. Jogger, Mountain-Biker, Reiter, Spaziergänger, Geocacher und Nordic-Walker waren sieben Tage die Woche 24 Stunden lang präsent. Jede Nacht lieferten heimliche Gestalten ausgediente Kühlschränke, Waschmaschinen und Couchgarnituren an, und hinter jedem Gebüsch waren poppende Pärchen zu Gange.

Sämtliche Bewohner der angrenzenden unedlen Stadtteile ließen ihre Hunde dort frei laufen, weshalb wir in regelmäßigen Abständen zu Tode gehetzte Rehe aus Zäunen zerren mussten. Einmal hatte sich eine kleine, unerschrockene Jagdgesellschaft im Revier versammelt, die „Mörder! Tierquäler!“-Rufe nahmen wir schon gar nicht mehr wahr. Der Wind stand ungünstig und wehte übelriechende Miasmen vom Klärwerk Waßmannsdorf herüber, Flugzeuge im Landeanflug auf den Flughafen Schönefeld donnerten haarscharf über unsere Köpfe hinweg. „Ach“, sagte einer, „es ist einfach ein herrliches Fleckchen Erde!“,und wir lachten uns kaputt.

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Wild-Reste-Essen

Rezept und Fotos: AH

Zubereitung:

– Fleisch abtrocknen und im Bräter oder sowas ähnliches scharf unter späterer Zugabe von Pfeffer/Salz in Öl anbraten

Anbraten_klein

Anbraten Foto: AH

– Fleisch rausnehmen, etwas Öl erneut in den Bräter geben und kleingeschnittenes Gemüse anschwitzen, ebenfalls Salzen und Pfeffern

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