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Birkwild: Ornithologen üben scharfe Kritik an Sachsenforst

Der Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) stellt sich gerne als ökologischen Muster- und Vorzeigebetrieb dar. Was von dergleichen Lippenbekenntnissen zu halten ist, offenbart nicht nur der Umgang mit dem Rotwild im Landesforst, sondern auch die an den Tag gelegte Gleichgültigkeit gegenüber dem Birkwild. In Deutschland steht das imposante Raufußhuhn auf der Roten Liste, Kategorie 1: Es ist vom Aussterben bedroht. Im Westerzgebirge ist der Bestand seit Ende der 90er Jahre von 200 auf nur noch 20 Tiere geschrumpft, wie die Freie Presse (FP) berichtet. Viele der Flächen, auf denen die letzten sächsischen Birkhähne leben, werden vom SBS bewirtschaftet: “Obwohl der Sachsenforst dazu verpflichtet ist, den Lebensraum der seltenen Vögel zu erhalten, geschieht das Gegenteil”, so die FP. Bei einer Anhörung im Umweltausschuss im sächsischen Landtag am 2.11. haben Ornithologen scharfe Kritik am Sachsenforst geübt und Sofortmaßnahmen gefordert.

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Niedersachsen: Jäger finanzieren Schutz des Birkwilds

Die Balz des Birkwilds mit dem charakteristischen „Kullern“, ist jedes Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von April bis Mai ist die Paarungszeit beim Birkwild, bei der das Kullern – eine anhaltende, tieftonale Lautäußerung des Birkhahns – bis zu drei Kilometer weit zu hören ist. Flankiert von einer Art Tanz, bei der die Birkhähne zwischen einer Dominanz ausdrückenden aufrechten Haltung und kleinen Sprüngen hin- und her wechseln, ist die Birkhuhnbalz ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) unterstreicht den Beitrag der Jägerschaft zum Schutz des Birkwilds.

„Das Birkwild war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Charaktervogel der norddeutschen Moore und Heiden. Heute verfügt Niedersachsen mit einer Restpopulation von etwa 200 Birkhühnern im Großraum der Lüneburger Heide, über eines der letzten autochthonen Vorkommen in Mitteleuropa“, so Dr. Egbert Strauß, Wildbiologe der Landesjägerschaft und Experte auf dem Gebiet der Birkhuhnforschung. Bei einem bundesweiten Vorkommen von etwa 1.200 Individuen komme dem Birkwildvorkommen in Niedersachsen eine besondere Bedeutung zu.

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