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Jagdverbände fordern: Artenschutz als Ziel der Agrarpolitik

+++ Bayern: Auto kollidiert auf A93 mit Wildschweinrotte – Fahrer erleidet Schock +++

Weniger Bürokratie und mehr Flexibilität: Jäger und Falkner fordern eine Agrarpolitik, die Artenvielfalt als Produktionsziel hat. Landwirte sollten für Trittsteine auf dem Acker für bedrohten Arten fair entlohnt werden.

Derzeit laufen die Verhandlungen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, die ab 2021 direkte Auswirkungen auf Deutschland hat. An die Teilnehmer der gestern gestarteten Agrarministerkonferenz in Landau richten Jäger und Falkner den Appell, Artenvielfalt künftig als landwirtschaftliches Produktionsziel festzuschreiben und Landwirte dafür fair zu entlohnen. Deutscher Jagdverband (DJV), Deutscher Falkenorden (DFO) und Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) haben dazu heute in Mainz auf dem Niederwildsymposium ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin fordern die drei Verbände konkrete Maßnahmen, von denen Artenvielfalt langfristig profitiert. Dies sind unter anderem mehrjährige Brachen mit heimischen Wildkräutern und Gräsern, Blühstreifen in großen Mais- oder Rapsfeldern sowie Wildpflanzenanbau statt Mais zur Biogasproduktion.

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Millionenschäden durch Anschläge auf Häcksler

Unbekannte verstecken Metallstäbe oder Schrauben in Maisfeldern und verursachen dadurch Schäden in Millionenhöhe. Zur Zeit beschäftigt eine Anschlagsserie die Polizei in Bayern, ähnliche Vorfälle kommen jedoch auch in Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zur Anzeige. Aktuell kommt es zu einer Häufung von Schadensfällen rund um Wolferstadt in Bayern (Landkreis Donau-Ries), wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Anscheinend befestigen die Täter Metallstangen an den Maispflanzen, damit diese vom Mähwerk eingezogen werden. Bereits 2016 hatte eine Anschlagsserie um Wolferstadt hohe Sachschäden zur Folge gehabt. Ein Polizeisprecher vermutet gegenüber der Augsburger Allgemeinen, dass der Täter einen Bezug zu Wolferstadt haben müsse und es einen Zusammenhang mit den Feldern, dem Thema Biogas oder den dortigen Lohnunternehmern gebe. Vielleicht wolle jemand auf diese heimtückische Weise auch gegen den massiven Maisanbau protestieren, mutmaßt der Polizeisprecher, der Raum Wolferstadt sei nun einmal stark bepflanzt.  red.

Beitragsbild: Häcksler. Foto: SE