Schlagwort-Archive: Biberverordnung

M-V: Neue Verordnung soll Maßnahmen gegen Biber erleichtern

Auf der Verbandsversammlung des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände hat Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald heute im Technologiepark Warnemünde mitgeteilt, dass die von Umweltminister Dr. Till Backhaus im Frühjahr angekündigte Biberverordnung nun fertiggestellt ist. Sie soll Maßnahmen gegen den Biber im Einzelfall erleichtern und am 1. Januar 2020 in Kraft treten.

„Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, eine Regelung vorzulegen, die für alle betroffenen Landnutzer den Umgang mit dem Biber ein ganzes Stück erleichtern wird“, führte Buchwald aus. Die wesentliche Neuerung durch die Biberverordnung bestehe darin, dass es künftig in erheblichem Umfang möglich sein wird, Maßnahmen gegen den Biber zu ergreifen, ohne dass dafür im Einzelfall eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen ist.

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Brandenburg: Bauernbund kritisiert anhaltende Naturzerstörung durch den Biber

Der Bauernbund Brandenburg, Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe, hat den heute vorgelegten Entwurf der Landesregierung zur Novelle der Biberverordnung als komplett untauglich zurückgewiesen. “Bei über 5000 Bibern im ganzen Land ist der strenge Schutz nicht mehr gerechtfertigt – wir brauchen keine schadensbezogene Entnahme, sondern eine vorbeugende Bejagung, um der Plage noch Herr zu werden”, sagte der Biberbeauftragte des Bauernbundes Bernhard Kalies, Ackerbauer aus Ortwig im Oderbruch.

Auch innerhalb der Entnahmelogik bleibe der Entwurf bei den Widersprüchlichkeiten der alten Biberverordnung, kritisiert Kalies: “Was bringt es, wenn die Behörden aufgrund massiver Schäden Ausnahmegenehmigungen erteilen, diese durch die Verordnung aber zeitlich und räumlich so eingeschränkt werden, dass die Schäden nicht aufhören? Wo sollen die Vögel denn nisten, wenn der Biber im Vogelschutzgebiet einen Baum nach dem anderen zu Fall bringt?” Auch dass der Pelz und das Fleisch von getöteten Bibern nicht vermarktet werden dürfen, ist nach Auffassung des Bauernbundes Ausdruck eines falschen, von Wegwerfmentalität geprägten Naturverständnisses.

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Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus kündigt Biberverordnung an

Biberschäden im Land nehmen zu

Mecklenburg-Vorpommern bringt noch in diesem Jahr eine Biber-Verordnung auf den Weg. Das kündigte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute im Landtag im Schweriner Schloss an. Die Verordnung soll die Vergrämung oder Entnahme von Bibern erleichtern. Ausnahmen vom bestehenden Tötungs- oder Schädigungsverbot sollen demnach in bestimmten Fallkonstellationen auch ohne vorherige Einzelfallprüfung und Einzelfallgenehmigung durch die zuständige Naturschutzbehörde möglich sein. Einschränkungen werde es in naturschutzrechtlich geschützten Gebieten geben.

„Aus meiner Sicht ist zunächst einmal festzustellen, dass die wachsende Biberpopulation ein absoluter Erfolg des Naturschutzes ist. Der Biber war einst ein sehr weit verbreitetes Säugetier. Vor allem durch die direkte Jagd sind die Biber in Europa und Asien aber fast ausgerottet worden. Nur durch umfangreiche Schutzmaßnahmen vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten konnte der europäische Biber gerade noch rechtzeitig vorm Aussterben gerettet werden“, so Backhaus.

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Brandenburg: Bauernbund will “Biberpelz und Biberbraten”

+++ Baden-Württemberg: Heilbronn erlaubt Nilgans-Jagd- auf BuGa-Gelände +++ Südtirol: Wolf reißt Schaf 80 Meter hinter dem Rücken des Hirten +++ Bayern: Fuchs beißt Frau +++ Rheinland-Pfalz: Hirschkuh mit Pfeil aus Bogen oder Armbrust gewildert +++

Der Bauernbund Brandenburg hat erneut von der Landesregierung Maßnahmen gegen die Biberplage gefordert. Bis auf mehrere zehntausend tote Bäume habe der Biber in diesem Jahr zwar wenig Schaden angerichtet, räumt Bauernbund-Vorstand Lutz Wercham ein: “Das lag allerdings nur daran, dass 2018 Überschwemmungen mangels Regen fast unmöglich waren.” Die Vermehrung des Schadnagers gehe jedoch unvermindert weiter, warnt der 32jährige Ackerbauer aus Wilhelmsaue im Oderbruch, in den kommenden Jahren sei mit einer zunehmenden Versumpfung des Landes zu rechnen.

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