Schlagwort-Archive: Bibermanagement

Mecklenburg-Vorpommern: Förderbescheid über 930.000 Euro für Bibermanagement übergeben

Über einen Förderbescheid in Höhe von 930.000 Euro kann sich die UmweltPlan GmbH in Stralsund freuen: Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt in McPom hat diese Mittel bis 2019 für Monitoring, Öffentlichkeitsarbeit sowie Konfliktmanagement in Sachen Biber zur Verfügung gestellt. Der Förderbescheid wurde heute übergeben. Zusammen mit der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie Kratzeburg soll die UmweltPlan GmbH das Bibermanagement in allen Landkreisen steuern und begleiten (JAWINA berichtete).

Geeignete Handlungsoptionen im Konfliktfall seien unter anderem der Einbau von Dammdrainagen („Bibertäuscher“), der Rückbau (auf definierte Höhen) oder Abtrag von Biberdämmen, der Einsatz von Verbissschutzmitteln, die Zäunung gefährdeter (Forst-)Kulturen, die Anlage/ Förderung von Gewässerrandstreifen mit Weichhölzern, der Einbau von Untergrabschutz in Deichen/ Dämmen und in Einzelfällen die Entnahme von Bibern.

Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: 310.000 Euro im Jahr für landesweites Bibermanagement

Das landesweite Bibermanagement in Mecklenburg- Vorpommern kann beginnen, jubelt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern (LUMV) in einer aktuellen Pressemeldung: Durch die Kombination der Wasser- und Naturschutzförderrichtlinien sei es in Mecklenburg- Vorpommern erstmals möglich, sowohl die landesweite konzeptionelle Vorbereitung als auch die Maßnahmenumsetzung zu unterstützen. Mit den Mitarbeitern des Planungsbüros Umweltplan GmbH Stralsund sowie der Gesellschaft für Naturschutz und Landschaftsökologie Kratzeburg stünden “Spezialisten für eine kompetente Bearbeitung” zur Verfügung. Dafür stehen jährlich rund 310.000 € im Rahmen der Wasserförderrichtlinie des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung.

Weiterlesen

Umweltminister: Wolf wird nicht bejagt

Eine alte Lebensweisheit empfiehlt: “Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.” So geschehen auf der Umweltministerkonferenz (UMK), die am Freitag im brandenburgischen Bad Saarow stattfand. Greifbare Resultate waren bei den Themen Wolf und Biber nicht erzielt worden, was wohl auch keiner ernstlich erwartet hat. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) wiederholte seine Forderung nach beschränkter Abschussfreigabe von Wölfen (JAWINA berichtete), der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) drang, wie auch Bauern- und Schäferverbände, auf eine Obergrenze für die anwachsende Wolfspopulation.

Demgegenüber erteilte der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns Till Backhaus (SPD) allen “radikalen” Lösungsvorschlägen dieser Art eine Absage: “Der Wolf ist in Deutschland willkommen”, lautete sein auf der UMK vorgetragenes Mantra. Backhaus’ Brandenburger Amtskollege Jörg Vogelsänger (SPD) pflichtete ihm bei, indem er daran erinnerte, dass der Wolf vor 150 Jahren hierzulande “brutal ausgerottet” worden sei, wozu die Menschen kein Recht gehabt hätten, wie die Lausitzer Rundschau zitiert, jetzt werde man Wege finden, mit dem Wolf zu leben. In postfaktischer (schließlich wird der Wolf in etlichen europäischen Ländern, darunter den EU-Mitgliedern Schweden, Rumänien und Slowakei regulär bejagt) Alternativlosigkeit postulierte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (ebenfalls SPD): “Der Wolf kann nicht zur Jagd freigegeben werden.” Dem apodiktischen Diktum der Bundesumweltministerin ist natürlich unbedingt zuzustimmen, sofern damit der sächsische Umweltstaatssekretär Herbert Wolf (CDU) gemeint sein sollte.

Weiterlesen