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FDP fordert Beweislastumkehr bei Wolfsrissen

Der jagdpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Karlheinz Busen, hat sich gestern in Berlin für eine Beweislastumkehr bei Wolfsrissen ausgesprochen: Bisher muss der geschädigte Nutztierhalter nachweisen, dass seine Tiere vom Wolf gerissen wurden. Gelingt dieser Nachweis nicht, so geht er bei Entschädigungszahlungen leer aus. Dies sei nicht praxistauglich, findet Busen. Stattdessen solle der Staat den Nachweis erbringen müssen, dass ein Tier nicht von Wölfen, sondern von anderen Tieren gerissen wurde. Auch bei der Erarbeitung von Schadensprognosen habe die Bundesregierung Probleme, Schäden dem Wolf zuzuordnen. Dies dürfe nicht zu Lasten der Nutztierhalter gehen, findet Busen. Da bei der Erteilung einer Abschussgenehmigung für Wölfe auf die Schadenshöhe abgestellt wird – und der Nachweis des Wolfs als Verursacher regelmäßig scheitert – sei der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Naturschutzgesetzes (JAWINA berichtete) nicht geeignet, eine Verbesserung für Nutztierhalter zu bewirken. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Kalb (Archivbild). Foto: privat

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