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Urteil: Gericht weist behördlich angeordnete “Bestandseleminierung” von Schwarzwild zurück

Der Schwarzwildbestand in einem Teil des Voslapper Grodens, eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven, ist vorerst nicht zu eliminieren – eine Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg hat keinen Erfolg

Die Jagdpächterin eines Naturschutzgebiets bei Wilhelmshaven muss den behördlich angeordneten Totalabschuss des Schwarzwilds in ihrem Revier nicht durchführen, urteilt das niedersächsische Oberverwaltungsgericht. Die “Eliminierung des Schwarzwildbestandes in ihrem Revier verlange ihr Unmögliches ab”, erklärten die Richter. In der Pressemitteilung des Gerichts zum Fall heißt es weiter:

“Mit Beschluss vom 14. Januar 2020 (10 ME 230/19) hat der 10. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts die Beschwerde der Stadt Wilhelmshaven gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Oldenburg vom 29. Oktober 2019 (7 B 2533/19) zurückgewiesen, mit dem dieses die aufschiebende Wirkung der Klage der Jagdpächterin gegen die Anordnung, den Wildschweinbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, wiederhergestellt hat.

Die Klägerin ist die Pächterin eines von zwei im Naturschutzgebiet Voslapper Groden-Süd gelegenen Jagdrevieren. Die Stadt Wilhelmshaven ordnete ihr gegenüber an, den seit dem Jahr 2016 in dem Gebiet vorhandenen Schwarzwildbestand in ihrem Jagdbezirk auf Null zu reduzieren, um eine weitere Schädigung des Naturschutzgebietes zu verhindern.

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