Schlagwort-Archive: Bestandsabnahme

Studie: Viele Windräder, wenige Rotmilane

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger trifft Kaltblut-Pferd +++ Inquisition light: C-Promi wird wegen jagendem Freund gemobbt +++ Bayern: Zöllner finden hunderte Schuss Munition und vier Schalldämpfer +++ NRW: Jäger sorgt in der Nähe von Flüchtlingsunterkunft für Aufregung +++ Sachsen-Anhalt: Wolf bei Wildunfall getötet +++ Hessen: Waschbärjagd in Battenberg +++ Sachsen: Wolf bei Plauen gesichtet? +++ Schweiz: Jäger sollen verunreinigtes Wildbret in Handel gebracht haben +++

Neuer Bericht zeigt Auswirkungen von Windrädern auf den Rotmilan-Bestand – EEG-Umlage steigt auf Rekordwert – Strompreise steigen um 32 Prozent in zehn Jahren – Windrad schreddert Seeadler

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), Koordinator der offiziellen bundesweiten Vogelbestandserfassungen, hat jetzt die Ergebnisse einer detaillierten Analyse der jüngsten Bestandsentwicklung des Rotmilans in Deutschland veröffentlicht. Danach gehen die Rotmilanbestände in Landkreisen mit einer hohen Dichte an Windrädern zurück, während sie in Landkreisen ohne Windräder zunehmen. Mit Blick auf die im Fachmagazin „DER FALKE“ erschienene Analyse zur Bestandsentwicklung des Rotmilans in Deutschland hat sich der Nabu erneut dafür ausgesprochen, dass der notwendige Ausbau der Windenergie in Deutschland im Einklang mit dem Artenschutz erfolgen muss.

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Truppenübungsplatz Klietz: Mehr Wölfe, weniger Rotwild-Kälber

Die Wolfsbeauftragte für den an der Grenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt gelegenen Truppenübungsplatz Klietz  geht davon aus, dass sich das auf dem Militärgelände ansässige Wolfsrudel auch dieses Jahr erfolgreich reproduziert hat. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). 2016 war erstmals ein Reproduktionsnachweis gelungen, damals haben die Wölfe sieben Welpen großgezogen, im Jahr darauf waren es drei Welpen. Für Nachweise des diesjährigen Nachwuchses ist es noch zu früh, da Wolfswelpen im April/Mai gewölft werden, und die Fähe die ersten vier Wochen mit ihrem Nachwuchs in der Wurfhöhle verbringt. Auffällig sei, so die Wolfsbeauftragte Birgit Büttner laut MAZ, dass es in den Rotwildrudeln immer weniger Kälber gebe. Dies sei “im Vergleich zu früher extrem zu bemerken.” Da sich das Rotwild wegen der Anwesenheit der Wölfe zu Großrudeln zusammenschließe, sei die Anzahl der Kälber gut zu bestimmen. red.

Beitragsbild: Weibliches Stück Rotwild (Archivbild). Foto: SE

Deutschland: Dramatischer Insektenschwund

Seit 1982 hat sich der Bestand von Insekten in Deutschland um 80 Prozent verringert. Das geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums (BMUB) auf eine Anfrage der Grünen hervor, wie die FAZ berichtet. Ursache für den Insektenschwund ist dem BMUB zufolge die intensive Landwirtschaft: Es würden zu viele Pestizide eingesetzt und gebe zu wenig Blühstreifen und Hecken, erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Da sich keine Änderung der Situation abzeichne, werde sich die Bestandsabnahme fortsetzen. Besonders gefährdet seien Falter, Heuschrecken und Schwebfliegen, einige Arten seien vom Aussterben bedroht. Das BMUB wies auf die dramatischen Konsequenzen des Insektenschwunds hin, durch den auch die Nahrungsgrundlage vieler Vögel und Fledermäuse gefährdet sei.

Da sich diese Entwicklung erst seit 1982 abzeichnet, stellt sie für die Politik vermutlich noch “Neuland” dar, vermutlich fehlte bisher schlicht die Zeit, etwas daran zu ändern, schließlich kann niemand erwarten, dass unser riesiger und Unsummen verschlingender Apparat von Politik- und Verwaltungskräften innerhalb so weniger Jahrzehnte geeignete Maßnahmen umsetzt, wie etwa die Vergabe der vielen Milliarden an Agrarsubventionen nach ökologischen Kriterien auszurichten… SE

Beitragsbild: Falter. Foto: SE