Schlagwort-Archive: Berlin

Wolf ist in Berlin angekommen

+++ Schleswig-Holstein: Hundehalterin durch Wildschwein schwer verletzt +++ Polen: Neue ASP-Fälle nahe der Grenze zu Brandenburg +++ Hessen: Islandpferd bei mutmaßlichem Wolfsangriff verletzt +++ 

Eine aus Sachsen stammende Wölfin mit der Bezeichnung Ft12 ist im Januar in Berlin nachgewiesen worden. Die Wölfin zog von Königs Wusterhausen aus in den Grünauer Forst, wie die B.Z. berichtet. Auf eine zeitnahe Veröffentlichung der Monitoringdaten wurde verzichtet, weil “Gefährdungen für Menschen auszuschließen waren”, heißt es in dem Bericht. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Berlin: Doch kein Wolf?

Nach Ansicht eines Rissgutachters, deutet vieles darauf hin, dass das auf einem Berliner Kinderbauernhof gerissene Schaf nicht von einem Wolf, sondern von einem Hund gerissen worden ist. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Das Ergebnis der DNA-Analyse liegt noch nicht vor.

Der Ende Oktober bei Dörverden (Landkreis Verden) tot gefundene Wolf (JAWINA berichtete) ist nicht der zum Abschuss freigegebene Rüde des Rodewalder Rudels, wie der NDR berichtet. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Berlin: Schaf auf Kinderbauernhof gerissen

Auf dem Vierfelderhof in Gatow am nordwestlichen Rand Berlins hat ein Mitarbeiter ein gerissenes Schaf gefunden. Medienberichten zufolge halten Experten es für möglich, dass ein Wolf der Verursacher des Risses ist. Gewissheit soll es erst gegen Ende der Woche geben, wenn die Untersuchung der DNA-Proben abgeschlossen ist. Anwohner äußern sich besorgt, da sich in der Nähe des Bauernhofs auch Wohnhäuser, eine Kita und Reiterhöfe befinden. Offiziell gibt es in Berlin keine Wölfe, es wird aber seit Jahren immer wieder von mutmaßlichen Wolfssichtungen im Nordwesten Berlins wie z.B. im Spandauer Forst, Eiskeller und Gatow und Kladow berichtet. Auf dem Vierfelderhof werden die Schafe nun nachts im Stall untergebracht. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Berlin: Jäger stirbt nach Waffenkontrolle durch LKA

Am Morgen des 29. Oktober klingelt es an der Haustür von Kitty und Ed Wilson in einer ruhigen gehobenen Wohngegend Berlins Sturm. “Wer ist denn da?”, fragt Kitty Wilson über die Gegensprechanlage. “Machen Sie auf, Landeskriminalamt”, schreit eine Frau. Und noch einmal. “Machen Sie die Tür auf!” “Sie hätte nicht so schreien müssen”, sagt Kitty Wilson, als sie den Vorfall schildert. “Ich konnte sie über den Receiver sehr gut hören.” Unangenehm war es ihr, dass durch das laute Geschrei die ganze Nachbarschaft den Einsatz des Landeskriminalamtes mitbekommen habe. “Es geht jetzt nicht”, erklärt Kitty Wilson den Beamten, “Wir sind noch nicht angezogen und im Bad beschäftigt, mein Mann sitzt in der Badewanne.” Widerwillig erklärt sich die Beamtin bereit, in einer Stunde noch einmal wieder zu kommen. Auch beim zweiten Besuch geht es der Schilderung Ms Wilsons zufolge nicht ohne Sturmklingeln und Machen-Sie-die-Tür-auf-Geschrei ab.

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Berlin: 80jähriger Fleischer wildert Bache – mit Beil

Von einem interessanten Wilderei-Fall berichtet die Polizei Berlin auf ihrer Facebook-Seite: “Was ein Zeuge letzte Nacht auf einem Supermarkt-Parkplatz in Reinickendorf beobachtet, lässt ihn sofort die 110 rufen. Gegen 22:40 trifft unsere Funkstreife dort auf eine Frau in einem geparkten Auto. “Ich warte auf meinen Mann, der gleich von der Arbeit kommt”, sagt die 75-Jährige. Was sie mit “Arbeit” meint, stellt sich raus, als unsere Streife sich weiter umschaut. Sie finden eine enthauptete Bache, gehäutet und teilweise ausgenommen. Verwertbare Eingeweide und einige größere Stücken Fleisch liegen schon in einer Kiste. Schlachtutensilien liegen daneben, der Tatverdächtige versteckt sich im Gebüsch.

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Senat erwartet Wölfe in Berlin

Zwei Kinder in Armenien von Wölfen getötet

Der Berliner Senat erwartet, dass Wölfe eines Tages durch die Hauptstadt ziehen. Dies ergibt sich aus der Antwort von Umweltstaatssekretär Stefan Tidow auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark. Darin heißt es: “Seit einigen Jahren befinden sich Wolfsrudel im Berliner Umland, ohne dass bisher ein Nachweis dieser Tierart in Berlin gelang. Hierbei spielt vermutlich die hohe Zahl der Störungen im Randbereich der Stadt eine Rolle, die auf diese Tierart sicherlich abschreckend wirken. Auch der Autobahnring stellt eine deutliche Barriere dar. Mit der steigenden Zahl abwandernder vorjähriger Wölfe kann aber auch in Berlin mit einzelnen durchwandernden Tieren gerechnet werden. Von der Ansiedlung eines Rudels in der Stadt ist aufgrund des Raumbedarfes und des Ruhebedürfnisses der Tiere nicht auszugehen.” Offenbar gehen die Berliner Behörden immer noch davon aus, dass es so etwas wie eine “natürliche Scheu” gebe und unsere Wölfe sich ganz anders verhalten als z.B. die in Rumänien, die erfolgreich größere Städte besiedelt haben.

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Berlin: Abschussentgelte für Einzelabschüsse von Schwarzwild auf null gesenkt

Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat die Jagdnutzungsvorschrift für die Berliner Forsten geändert: Der Einzelabschuss von Schwarzwild in den Berliner Forsten ist jetzt kostenlos. Die Regelung gilt nicht nur für Begehungsscheininhaber, sondern für alle Jäger, die einen Einzelabschuss für Schwarzwild bei einem Berliner Forstamt beantragen, erläuterte der Berliner Wildtierbeauftragte Derk Ehlert auf Nachfrage von JAWINA. Die entsprechende Änderung der Vorschrift wurde am 10. Januar im Amtsblatt bekannt gemacht und ist am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft getreten. Hintergrund des Entgelterlasses ist Ehlert zufolge die drohende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). “Eines möchte ich betonen”, erklärte Ehlert: “Die Jäger machen ihre Hausaufgaben und zwar mehr als genug.” Man müsse bedenken, so Ehlert, dass sich die Schwarzwildstrecke in den letzten Jahren verzehnfacht, mancherorts sogar vervierzigfacht habe – und das bei einer ungefähr gleich bleibenden Zahl von Weidfrauen und -männern. “Vor diesem Hintergrund sind Vorwürfe, die Jäger würden zu wenig schießen, einfach absurd.”

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Wolfsangst in Berlin?

Es ist wohl noch nicht so weit, dass das öffentliche Leben in der deutschen Hauptstadt vollständig zum Erliegen gekommen ist, aber wenn man den Springer-Zeitungen Bild und B.Z. glauben darf, grassiert in Berlin die Angst vor dem Wolf. Anlass ist die Sichtung eines ersten Vorboten Isegrimms am Rand des Tegeler Forst im Norden Berlins. Jetzt sei es “nur noch eine Frage der Zeit”, bis Wölfe auch im Tegeler Forst auftauchen und, wer weiß, bald besiedeln sie vielleicht auch die Mülldeponien in Ruhleben oder Neukölln und trotten morgens zwischen Schulkindern und Pendlern vom großstädtischen Revier zur urbanen Schlafstätte. Sog. “Wolfsexperten” wollen die Bevölkerung nun auf die bevorstehenden Begegnungen mit dem Grauhund vorbereiten und bieten entsprechende Vorträge an. Da die zugrunde liegenden PowerPoint-Präsen der JAWINA-Redaktion geleakt wurden, haben wir die Möglichkeit, den Inhalt der geplanten Vorträge bereits vorab präsentieren zu können:

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Unbekanntes Flugobjekt über Berlin gesichtet

Diese Fotos hat meine Schwester gemacht, die als Dozentin an einer Sprachschule in Berlin Mitte arbeitet. Während des Unterrichts landete dieser – offenbar gründlich ans Stadtleben angepasste – Turmfalke auf einem Fensterbrett der Schulklasse. Mitgebracht hatte er einen frisch geschlagenen Spatzen, den er auf dem Fensterbrett zunächst genüsslich rupfte und dann roh und blutig verzehrte. Dabei ließ er sich weder von den Sprachschülern stören, die allesamt ans Fenster stürzten und sich an der Scheibe die Nasen platt drückten, noch von den Blitzlichtern der dutzendweise gezückten Smartphones.

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Berlin: Keiler greift Spaziergänger an

Mehrere schwere Unfälle mit Wildschweinen

In einem Hundeauslaufgebiet im Norden Berlins sind ein 73 Jahre alter Mann und sein Hund durch den Angriff eines Wildschweins schwer verletzt worden. Einem Bericht der BZ zufolge hatte der Airdale-Terrier des Rentners einen 120-Kilo-Keiler im Schlaf überrascht. Der Keiler packte den Hund, als dessen Besitzer das jämmerliche Klagen des Hundes hörte, eilte er hinzu und wurde selbst attackiert. Der Herr kam ins Krankenhaus, der Hund in die Tierklinik, inzwischen sind beide wieder wohlauf.

Weniger glimpflich ging die Kollision eines Rollerfahrers mit einem Wildschwein in NRW aus: Bereits am Donnerstagmorgen gegen 05:50 Uhr fuhr ein 58-jähriger Mann mit seinem Motorroller auf der 516 von Mühlheim in Richtung Belecke (Kreis Soest). In Höhe der Einmündung Erley querte ein Wildschwein die Fahrbahn. Es kam zur Kollision zwischen dem Wildschwein und dem Motorroller. Dabei stürzte der 58-Jährige auf die Fahrbahn. Trotz notärztlicher Erstversorgung erlag der Mann noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

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