Schlagwort-Archive: Bergung

Bayern: Bergwacht rettet abgestürzten Jäger

80-jähriger Jäger stürzt bei Nachsuche 50 Meter Steilhang hinab

15 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger haben am Mittwoch Abend einen abgestürzten und nach erster Einschätzung schwer verletzten und unterkühlten Jäger aus dem abgelegenen Vorderen Steinbachtal im schwer zugänglichen und weitläufigen Bergwald-Gebiet zwischen Ristfeuchthorn und Sonntagshorn gerettet. Der 80-Jährige war in der Nähe der Steinbachhütte bei der Suche nach einem erlegten Stück Wild im Steilhang abgerutscht und bis zum Bachufer abgestürzt. Zwei weitere Jäger konnten ihn aufgrund seinen Handy-Lichts finden und setzten gegen 18.30 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.

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Hessen: Feuerwehr rettet Jäger von Hochsitz

Die Feuerwehr Hessisch Lichtenau hat am Donnerstag einen 83-jährigen Jäger in einem Waldstück zwischen Hessisch Lichtenau und Günsterode (Werra-Meißner-Kreis) von einem Hochsitz gerettet. Der Mann war nach Mitternacht zur Jagd aufgebrochen. Als er am nächsten Morgen nicht zurück war, verständigte seine Frau die Polizei. Mit Hilfe eines Mitarbeiters von Hessenforst konnte der während des Ansitzes offenbar zusammengebrochene Mann auf dem Hochsitz gefunden werden. Da die Einsatzstelle etwa 300 bis 400 Meter von befestigten Wegen entfernt war, konnte die Drehleiter nicht eingesetzt werden, wie die Feuerwehr berichtet. Daher brachten Feuerwehr und Rettungsdienst ein “improvisiertes Seilsystem mit einem speziellen Sitzgurt” zur Anwendung, mit dessen Hilfe der Verunglückte aus zirka fünf Metern Höhe geborgen wurde.

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Bayern: Jäger stürzt bei Gamsbergung ab und landet im Bachbett

Ein 53-jähriger einheimischer Jäger ist am Samstagnachmittag im östlichen Lattengebirge rund 30 Meter tief über einen mit Felsstufen durchsetzten Steilhang in den Kotbergriedlbach abgerutscht und im Wasser gelandet, als er eine geschossene Gams bergen wollte und auf dem glatten und schneebedeckten Laub-Untergrund den Halt verlor.

Der Jäger hatte bereits kurz zuvor per Handy einen Angehörigen angerufen, damit ihm jemand hilft, das geschossene Tier zu bergen. Kurz darauf rief er erneut an und meldete, dass er abgerutscht sei und verletzt im Bachbett gelandet sei. Der bereits verständigte Angehörige stieg dann mit zwei weiteren Familienmitgliedern rund zehn Minuten lang 500 Meter zu dem Verunfallten auf, wobei die drei Männer den 53-Jährigen trotz der schwierigen, winterlichen Verhältnisse durch das steile Absturzgelände rund eine Stunde lang talwärts führten. Der Verletzte war dabei hart im Nehmen und lehnte eine organisierte Rettung zunächst ab.

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Thüringen: Jäger beim Bergen von Unfallwild totgefahren

+++ Österreich: Jäger findet vermissten Wanderer – tödlich verunglückt +++

Am Samstag Vormittag ist ein Jäger auf der Bundesstraße 7 in Erfurt tödlich verunglückt. Der 85jährige hatte sein Fahrzeug am Fahrbahnrand zwischen den Anschlussstellen Linderbach und Kerspleben angehalten, um ein totes Reh zu bergen. Ein 43 Jahre alter Opel-Fahrer fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das stehende Fahrzeug auf. Durch den Aufprall schleuderte der Peugeot des Jägers nach rechts von der Fahrbahn, überschlug sich und blieb auf dem angrenzenden Feld auf dem Dach liegen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen der Ersthelfer und weiterer Rettungskräfte verstarb der 85-jährige noch an der Unfallstelle. Die aufwendige Verkehrsunfallaufnahme mit Unterstützung eines Unfallgutachters machte eine beinahe 2,5-stündige Vollsperrung in Fahrtrichtung Erfurt-Nord notwendig. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern noch an. PM

Beitragsbild: Straßengrabenreh (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Hessen veröffentlicht Lehrfilm zur Kadaverbergung im ASP-Fall

Das Land Hessen hat einen “Lehrfilm” zum Thema “Bergung von Kadavern im Seuchenfall (Afrikanische Schweinepest)” veröffentlicht. “Im Film wird die sachgerechte Bergung von verendeten Wildschweinen vor dem Hintergrund eines möglichen ASP-Geschehens dargestellt, wobei die Hygieneaspekte besondere Berücksichtigung finden”, heißt es auf der Internetseite des Landes. Der Film vermittelt einen guten Eindruck davon, wie schwierig es ist, bei der Bergung von Kadavern ungewollte Kontaminationen mit infiziertem Material zu vermeiden. Überdies wirft der Film Fragen auf: So ist es kaum vorstellbar, dass die komplizierte und langwierige Choreographie von Abläufen (Schutzkleidung an- und ablegen, Schutzhandschuhe anziehen, zweites Paar Schutzhandschuhe an- und wieder abziehen, etc.) bei einem ASP-Ausbruch größeren Maßstabs durchzuhalten ist. Wie viele geschulte und mit Fahrzeugen und weiterer Ausrüstung ausgestatteter Bergungsteams muss man zur Verfügung haben, wenn auf einmal zig, ja, vielleicht hunderte verendeter Wildschweine innerhalb weniger Tage zu bergen sind?

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