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Belgien plant ASP-Schutzzaun

Der Landwirtschaftsminister der belgischen Region Wallonie, René Collin, hat auf einer Pressekonferenz erklärt, dass sein Ministerium eine Million Euro für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bereitstellen wird. Vor gut einer Woche waren mehrere verendete, mit dem ASP-Virus infizierte Wildschweine in der Region gefunden worden (JAWINA berichtete). Das Geld soll auch für den Bau eines Schutzzauns verwendet werden, um die infizierten Wildschweine vom Verlassen des Infektionsgebiets abzuhalten. Zunächst müsse es jedoch darum gehen, so Collin, das Infektionsgebiet weiter einzugrenzen. Um die Fundstellen der verendeten Sauen ist ein 63.000 Hektar großes Risikogebiet festgelegt worden, in dem ein Jagd- und weitgehendes Betretungsverbot gilt. Dieses Areal ist viel zu groß, um es einzuzäunen.

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Belgien: Neue ASP-Fälle bei Wildschweinen

63.000 Hektar Wald abgesperrt

In Belgien sind weitere Wildschweinkadaver positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP getestet worden. Fünf Fälle sind bislang gemeldet, zwei tote Wildschweine wurden nur 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt gefunden (JAWINA berichtete). Der Agrarminister für die belgische Region Wallonie, René Collin, erklärte Medien gegenüber, dass derzeit viele weitere Wildschweinkadaver untersucht würden. Experten hätten gewarnt, dass Dutzende oder auch Hunderte von Wildschweinen erkrankt sein könnten. Collin gab bekannt, dass wegen der ASP ausgedehnte Waldgebiete gesperrt worden seien. Insgesamt sei eine Fläche von 63.000 Hektar betroffen. In den gesperrten Wäldern dürfe die Jagd nicht ausgeübt werden, aber auch das Betreten und Befahren von Waldwegen sei verboten. Nur noch Personen, die mit Fallwildsuche und dem Abtransport der Kadaver betraut seien, dürften die Waldgebiete betreten, so Collin. red.

Beitragsbild: Wildschwein (erlegt, Symbolbild). Foto: SE

ASP: “Sehr grosser, überraschender und beunruhigender Sprung nach Westen”

Verendet aufgefundene Wildschweine unverzüglich den Veterinärbehörden melden – drastische Maßnahmen im Seuchenfall angekündigt

Gestern Abend ist die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast durch die Bundesministerin für Landwirtschaft, Julia Klöckner (beide CDU), darüber informiert worden, dass in einer südbelgischen Region bei Wildschweinen das Virus der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen wurde (JAWINA berichtete). Mittlerweile liegen auch einige nähere Informationen zu dem Fall vor, wie Otte-Kinast soeben anlässlich einer Rede vor dem Plenum des niedersächsischen Landtags ausführte: “Die belgische Fachbehörde für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette, Agence fédérale pour la sécurité de la chaîne alimentaire (AFSCA), hat demnach zwei Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Belgien bestätigt. Das Virus wurde in der Gemeinde Étalle in der südbelgischen Provinz Luxemburg und damit lediglich etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt bei zwei tot aufgefundenen Wildschweinen entdeckt.

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60 Kilometer von deutscher Grenze: Fall von Afrikanischer Schweinepest in Belgien

Heute wurde bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Belgien im Dreiländereck Frankreich, Luxemburg, Belgien etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, Afrikanische Schweinepest festgestellt. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) steht in ständigem Austausch mit den belgischen Behörden und der EU-Kommission. Dazu erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: „Die neue Situation nehme ich sehr ernst. Die Afrikanische Schweinepest stellt seit längerem auch für Deutschland eine Bedrohung dar und unsere Vorbereitung für den Krisenfall laufen. Die rechtlichen Instrumente liegen vor, um die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. Bereits im Juni habe ich ein Gesetz auf den Weg gebracht, mit dem die bestehenden Maßnahmen ergänzt werden und ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen noch effektiver bekämpft werden kann. Das Gesetzesvorhaben steht kurz vor dem Abschluss. Jedoch Prävention steht an erster Stelle. Hier ist insbesondere Aufklärung gefragt, denn es sind vor allem Menschen, die einer Seuchenverbreitung Vorschub leisten, indem sie zum Beispiel Speisereste mit ASP-kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen unachtsam entsorgen – eine Infektionsquelle für Wildschweine. Deshalb haben wir eine mehrsprachige Aufklärungskampagne gestartet. Hier informieren wir online und mit Flyern und Plakaten auch an Tank- und Rastplätzen.“ Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erklärte: “Wir haben es nun mit einer handfesten Bedrohung vor der Haustür zu tun. Den Ausbruch der Schweinepest so dicht an der deutschen Grenze nehmen wir sehr ernst.”

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